Boulder-Staatsmeisterschaften in Ried eröffnen Heim-WM-Saison 2018!

Die seit Monaten mit Spannung erwartete Heim-WM-Saison 2018 beginnt am Freitag, dem 9. März in Ried im Innkreis (OÖ) gleich mit einem Highlight auf nationaler Ebene, den Staatsmeisterschaften im Bouldern. Die Crème de la Crème der österreichischen Bouldern-Szene wird sich in der Messestadt ihr Stelldichein geben. Bei den Herren stellt sich der erfolgreichste heimische Weltcup-Kletterer, Jakob Schubert, dem ersten echten Formtest gegen die nationale Konkurrenz. Die Top-Favoritin bei den Damen, Anna Stöhr, muss ihren Start aufgrund einer Rückenverletzung absagen.

Ried, Oberösterreich: Heute früh begann der Boulderbau bei der Sport&Fun Messe in Ried, wo die Staatsmeisterschaften im Bouldern 2018 stattfinden. Die altehrwürdige Wand, an der seit 2010 Weltcups, Europameisterschaften und Staatsmeisterschaften ausgetragen werden, wurde renoviert und umgebaut. Die Zuschauer dürfen sich nicht nur auf einen neuen Look freuen, sondern auch auf einen neuen Modus. Neben den Qualifikationsrunden im bewährten Jam-Modus gehen ab der Saison 2018 das Halbfinale der besten 20 beziehungsweise das Finale der besten 6 im Weltcup-Modus über die Bühne. Das heißt es befinden sich im Finale immer nur ein Athlet und eine Athletin an der Wand. Für die Zuschauer ist es somit noch übersichtlicher und spannender.

Katharina Saurwein und Jessica Pilz sind die Favoritinnen in Abwesenheit von Anna Stöhr

Katharina Saurwein (ÖAV Innsbruck) und Jessica Pilz (ÖAV Haag) gehen als heißeste Titelanwärterinnen ins Rennen. Bei beiden ist die Vorfreude groß:

"Nach einem halben Jahr ohne Wettkampf, blicke ich schon gespannt auf die ÖSTM. Der erste Bewerb in der Saison ist immer besonders spannend, da man die anderen Athleten und auch sich selbst schwer einschätzen kann und es immer wieder zu Überraschungen kommt," so Katharina Saurwein, die schon 2012 und 2014 die Boulder-ÖSTM gewinnen konnte.

Auch Jessica Pilz, die 2015 den Titel holte, blickt gespannt nach Ried: "Ich freue mich, dass die Saison losgeht. Im Training fühle ich mich zur Zeit ganz fit, darum bin ich auf den ersten nationalen Vergleich im Wettkampf gespannt. Außerdem bin ich froh, heuer bei der ÖSTM an den Start gehen zu können, nachdem ich voriges Jahr verletzungsbedingt nur im Publikum habe dabei sein können." 

Titelverteidigerin Anna Stöhr (ÖAV Innsbruck) hat jede Staatsmeisterschaft im Bouldern (seit 2005), bei der sie angetreten ist, gewonnen. Eine leichte Rückenverletzung, die sie sich Ende Februar beim Trainingslager im Bundesleistungszentrum in Innsbruck zugezogen hat, zwingt sie jedoch zu einer Pause, um den Weltcup-Start Mitte April nicht zu gefährden. Sie wird in Ried nicht an den Start gehen können: "Da der Weltcup bereits in 5 Wochen in Meiringen startet, will ich kein Risiko eingehen. Ich folge deshalb dem Rat meiner Physiotherapeutin, die Blessur komplett ausheilen zu lassen."

Starker Nachwuchs drängt auf das Damen-Podest

Die beiden Oberösterreicherinnen Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) führen den starken Österreichischen Nachwuchs an, zu dem auch die Finalistinnen der ÖSTM 2017, Celina Schoibl (NFÖ Salzburg) und Laura Lammer (ÖAV Graz) gehören. Schoibl konnte beim Austria Climbing Cup in Innsbruck Ende 2017 ein Ausrufezeichen setzen, als sie den Bewerb vor Stöhr und Lettner gewann. Lettner ließ im September aufhorchen, als es ihr bei der Jugend-WM in Innsbruck als erste Kletterin gelang, das amerikanische Ausnahmetalent Ashima Shiraishi bei einer Jugend-WM zu schlagen. Ebenfalls zum Kreis der Podest-Kandidatinnen gehören Berit Schwaiger (ÖAV Innsbruck) aus Tirol und Johanna Färber (ÖAV Graz) aus der Steiermark.

Für Katharina Saurwein markiert die Staatsmeisterschaft auch den Auftakt ihrer Abschiedssaison auf internationaler Ebene. Sie wird ihre Wettkampfkarriere wie auch Anna Stöhr nach der Heim-WM in Innsbruck (06.-16. September 2018) beenden. 

Jakob Schubert ist heiß auf die Revanche

Seit 2010, als Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) als 19-Jähriger zuletzt Boulder-Staatsmeister wurde, holten immer entweder Kilian Fischhuber oder Lukas Ennemoser den Titel. Beide werden heuer nicht am Start sein. Jakob Schubert zeigte in der Saisonvorbereitung im Training und am Fels heuer herausragende Leistungen und geht als haushoher Favorit in den Wettkampf. 

Seit Beginn der Saisonvorbereitung im Jänner 2018 hat Jakob Schubert mit mehreren Spitzenleistungen am Fels seinen Status als einer der besten Kletterer der Welt zementiert. In Spanien ist er seine dritte Route im Schwierigkeitsgrad 9b geklettert und hat einen Boulder im Schwierigkeitsgrad 8b+/8c geflasht. Beim KVÖ-Trainingslager im Tessin hat er dem Klassiker Dreamtime (8b+/8c) eine sehr schnelle Begehung abgerungen.

2017 hatte Jakob Schubert bei der ÖSTM keinen guten Tag erwischt und den Bewerb auf Rang 6 beendet. Bei ihm stehen die Zeichen auf Wiedergutmachung: "Ich freue mich auf den ersten Wettkampf der Saison! Dadurch, dass Halbfinale und Finale im Weltcup-Modus stattfinden werden ist es ein guter Test für die Weltcupsaison. Nach einem enttäuschenden Resultat letztes Jahr bin ich heiß auf die Revanche!"

Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck), Matthias Erber (ÖAV Wilder Kaiser) und Georg Parma (NFÖ Eichgraben) (alle 20 Jahre alt) stellten ihre starke Frühform zuletzt beim Trainingslager in Innsbruck unter Beweis. Die Tiroler Florian Klingler (ÖAV Innsbruck), Elias Weiler (ÖAV Innsbruck) und Alfons Dornauer (ÖAV Zillertal) sowie der junge Kärntner Nicolai Uznik (SV St. Johann i. R.) gehören ebenfalls zum erweiterten Kreis der Podestkandidaten.

Österreichische Staatsmeister im Bouldern seit 2005 

2005: Anna Stöhr, Kilian Fischhuber

2006: Anna Stöhr, Kilian Fischhuber

2007: Barbara Bacher, David Lama

2008: Anna Stöhr, Kilian Fischhuber

2009: Barbara Bacher, Mario Lechner 

2010: Anna Stöhr, Jakob Schubert

2011: Anna Stöhr, Lukas Ennemoser

2012: Katharina Saurwein, Kilian Fischhuber 

2013: Anna Stöhr, Kilian Fischhuber

2014: Katharina Saurwein, Kilian Fischhuber 

2015 Jessica Pilz, Lukas Ennemoser 

2016: Anna Stöhr, Lukas Ennemoser

2017: Anna Stöhr, Kilian Fischhuber

Text: Ben Lepesant

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