Boulderweltcup Meiringen: Durchwachsener Saisonauftakt Für Rot-Weiß-Rot

Einen Weltcupauftakt mit Höhen und Tiefen durchlief Österreichs Boulder Team in Meiringen. Während sich Jakob Schubert mit Platz 5 bei den Herren und Jessica Pilz mit Platz 11 bei ihrem Boulder Weltcupdebüt über einen gelungenen Saisonstart freuen durften, blieb der Großteil der weiteren ÖsterreicherInnen ein weinig hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Meiringen(SUI) Beim Auftakt zum Boulder Weltcup im Berner Oberland ging es von Beginn an richtig zur Sache. Die Routenbauer sorgten bereits in der Qualifikationsrunde am Freitag für äußerst selektive Boulder.


Mehr als die Hälfte  des Herren Starterfelds ohne Top in der Qualifikation

Bei den Herren blieben von den insgesamt 81 Startern mehr als die Hälfte ohne Top in der Qualifikation. Darunter mit Elias Weiler, Georg Parma, Jan-Luca Posch auch vier der fünf jungen Österreicher. Ein erfreuliches Weltcupdebüt lieferte der 18-jährige Florian Klingler aus Fritzens in Tirol. Mit 1 Top und 2 Bonuswertungen verpasste Klingler auf Platz 35 nur knapp seine ersten Weltcuppunkte. Staatsmeister Lukas Ennemoser verpasste auf Platz 27 die Qualifikation für das Halbfinale holte aber wichtige Weltcuppunkte.

Jakob Schubert löst Finalticket

Von den Österreichern kam Jakob Schubert in der Qualifikation am Besten zurecht. Mit 3 Tops in 9 Versuchen qualifizierte sich Schubert auf Platz 8 in seiner Gruppe souverän für das Halbfinale.
Im Halbfinale konnte sich Schubert noch einmal steigern und sicherte sich mit 2 Tops in 3 Versuchen auf Platz vier den Finaleinzug, ärgerte sich aber über den Routenbau. „Der Routenbau im Halbfinale war schon fragwürdig. Auf den Wänden befanden sich fast ausschließlich Volumes und so gut wie keine Griffe. Auch der Stil war eher einseitig. Wenn dann auch noch mehr oder weniger ein Boulder aus der Wertung fällt (Anmerkung: Der erste Halbfinalboulder blieb ohne Begehung) für die Selektion der Finalisten dann spricht das nicht für die Routenbauer!“
Im Finale büßte Allrounder Schubert noch einen Platz ein und beendete den Weltcup in Meiringen auf den hervorragenden fünften Platz. „Wenn man im Finale steht, will man natürlich aufs Podium. Das hat leider nicht geklappt. Dennoch bin ich super zufrieden und freue mich nun umso mehr auf den Heimweltcup Mitte Mai in Innsbruck (19.-21.05.)!“

Damenqualifikation wird zur Zitterpartie für Anna Stöhr und Katharina Saurwein

Ein Auf und Ab erlebten Österreichs Damen beim Saisonauftakt. Anna Stöhr löste zwar drei Qualifikationsboulder, benötigte hierfür jedoch 8 Versuche und somit begann ein langes Warten ob sich der Halbfinaleinzug ausgeht. Ähnlich war die Situation bei  Katharina Saurwein, die ebenfalls 3 Tops in 8 Versuchen aufwies, jedoch in der anderen Qualifikationsgruppe am Start war. Während es für Saurwein in ihrer Gruppe ein Happy End gab, sorgte in Stöhrs Gruppe die amtierende französische Meisterin Clementine Kaiser kurz vor Ende dafür, dass Anna Stöhr bei ihrem Weltcup Comeback erstmals seit 2007 den Einzug in ein Weltcup-Halbfinale versäumte und den Weltcup in Meiring auf Platz 21 beendete.

„Heute hat es einfach nicht gepasst. Ich bin einfach nicht ins Klettern gekommen. Auch solche Tage muss es einmal geben. Abhaken und nach vorne Schauen, es geht ja bereits nächstes Wochenende in Japan weiter!“ lautet die Devise von Anna Stöhr.

Gelungenes Boulder Weltcupdebüt für Jessica Pilz

Jessica Pilz, die 2015 mit EM-Bronze und Platz 3 im Lead Gesamtweltcup für Furore sorgte, gab in Meiringen ihr Weltcupdebüt im Bouldern. Die 19-jährige Niederösterreicherin, die sich aufgrund einer starken Erkältung erst kurzfristig entschloss, an den Start zu gehen, qualifizierte sich als einzige Österreicherin neben Katharina Saurwein für das Halbfinale der besten 20 Damen, in dem sie schlussendlich Platz 11 belegte.

„Mit Platz 11 bin ich sehr zufrieden. Mein Ziel war es wertvolle Punkte für den Overall-Gesamtweltcup zu sammeln und in der Weltrangliste im Bouldern einen Sprung nach Vorne zu machen, damit ich beim Heimweltcup in Innsbruck nicht Gefahr laufe, mit einer hohen Startnummer in die Qualifikation gehen zu müssen!“ freute sich Pilz über ihr gelungenes Boulder Weltcupdebüt.

Katharina Saurwein konnte sich im Halbfinale von Platz 20 auf Platz 16 verbessern. Berit Schwaiger und die erst 17-jährige Franziska Sterrer verpassten auf Platz 31 denkbar knapp Weltcuppunkte. Deutlich außerhalb der Weltcuppunkte platzierten sich Karoline Sinnhuber, Johanna Färber und Julia Pinggera.

Nächste Weltcupstation: Kazo (JPN) am 23./24.04.2016

Nach dem Weltcupauftakt in Meiringen gibt es keine Verschnaufpause für den Weltcuptross. Bereits am kommenden Wochenende geht der zweite Boulder Weltcup in der japanischen Stadt Kazo, im Norden der Präfektur Saitama, über die Bühne.

Ergebnis IFSC Boulder Weltcup Meiringen (SUI) I 15./ 16. April 2016

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