Hannah Schubert und Jakob Schubert holen Podestplätze beim Weltcup in Kranj (SLO)!

International

Nach der sehr erfolgreichen Heim-WM in Innsbruck stand am Wochenende (29. und 30. 9.) der Vorstieg Weltcup in Kranj (SLO) am Programm der KVÖ-AthletInnen. Jakob Schubert überzeugte mit Rang zwei und verteidigte zwei Weltcups vor Saisonende seinen ersten Platz in der Gesamtwertung. Seine Schwester Hannah Schubert zeigte eine tolle Leistung, die mit Rang drei und damit ihrem ersten Podestplatz im Weltcup belohnt wurde. Der Kletterverband Österreich durfte sich über ein exzellentes Mannschaftsergebnis freuen: Mit Jessica Pilz (4.) und Katharina Posch (5.) schafften es zwei weitere Österreicherinnen unter die ersten Fünf. Der Sieg ging an Kim Jain (KOR). Bei den Herren gewann Stefano Ghisolfi (ITA).

Kranj (SLO): Normalerweise steht in Slowenien das Saisonfinale an. Heuer war es der drittletzte Weltcup, der in der slowenischen Kleinstadt ausgetragen wurde. Eine sehr starke Mannschaftsleistung sorgte im rot-weiß-roten Lager für zufriedene Gesichter.

Damen klettern geschlossen ins Halbfinale

Was ihnen bei der Heim-WM noch verwehrt geblieben war, ging in Kranj perfekt auf: Julia Fiser, Christine Schranz, Katharina Posch, Hannah Schubert und Jessica Pilz kletterten geschlossen ins Halbfinale. Hannah Schubert kletterte in beiden Routen auf Rang 2. 

Auch bei den Herren zeigte das KVÖ-Aufgebot einen sehr guten Auftritt. Jakob Schubert und Max Rudigier qualifizierten sich souverän für das Halbfinale. Georg Parma belegte Rang 28. Der 19-jährige Mathias Posch (30.) (nicht verwandt mit K. Posch) und Matthias Schiestl (32.) verbuchten ihr bestes Saisonergebnis. Mit Louis Gundolf und Stefan Scherz feierten zwei U18-Athleten ihr Weltcup-Debüt. Gundolf kletterte auf Rang 39. Scherz lag nach der ersten Route gleichauf mit Gundolf, stürzte in der zweiten Route jedoch früh und belegte Rang 50.

Drei KVÖ-Damen und Jakob Schubert im Finale

Katharina Posch kletterte zum ersten Mal seit 2015 wieder in ein Weltcup Finale. Damit zeigte die Imsterin nur 3 Wochen nach einer enttäuschenden Heim-WM (Rang 35), dass sie es deutlich besser kann. Hannah Schubert und Jessica Pilz zogen ebenfalls ins Finale ein. Das Trio bestätigte damit den Aufwärtstrend, der in dieser Saison bei fast jedem Bewerb zu beobachten war.

Julia Fiser erzielte das beste Ergebnis ihrer Karriere und kletterte auf den dreizehnten Rang. Christine Schranz stürzte früh und musste sich mit Rang 26 zufriedengeben. 

Im Halbfinale der Herren warteten schon im unteren und mittleren Teil schwierige Stellen, die unter anderem Lokalmatador Domen Skofic und Max Rudigier zum Verhängnis wurden. Der Salzburger rutschte mit dem Fuß ab und konnte den Schwung nicht abfangen. Er wurde 21. Jakob Schubert zog auf Zwischenrang 1 ins Finale ein.

Rang 2 für Jakob Schubert

Stefano Ghisolfi (ITA) und Jakob Schubert gingen als klare Favoriten ins Finale. Ghisolfi ist Schuberts größter Konkurrent um den Weltcup 2018. Der Italiener legte mit einem Top vor. Schubert schien es ihm nachzumachen, er stürzte jedoch am letzten Zug. Das bedeutete Rang 2 für den Weltmeister, der nicht unzufrieden war: "Kranj ist einer meiner Lieblingsbewerbe. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, Stefano Ghisolfi hatte oben etwas mehr Kraftreserven. Mich freut ganz besonders, dass meine Schwester Hannah heute ihre erste Weltcup-Medaille geholt hat! Diesen Tag werden wir so schnell nicht vergessen." Rang drei ging an Masahiro Higuchi (JPN). Schubert liegt bei zwei verbleibenden Bewerben im Gesamtweltcup 29 Punkte vor Ghisolfi.

Hannah Schubert feiert Podest-Premiere im Weltcup, Jessica Pilz und Katharina Posch auf den Rängen vier und fünf

Katharina Posch startete auf Zwischenrang 8 ins Finale. Sie legte ordentlich vor und schaffte im unteren Teil einen sehr schwierigen Sprung, den die nächsten drei Finalistinnen nicht schafften. Posch rutschte erst im Mittelteil unglücklich mit dem Fuß ab. Das bedeutete den starken fünften Rang. “Ich bin super glücklich mit meiner Leistung in Kranj, vor allem weil die WM eine so große Enttäuschung für mich war. Ein fünfter Platz ist für mich im Moment ein Erfolg. Das gibt jetzt nochmal einen Motivationsschub für die letzten zwei Weltcups in China", so die Imsterin im Anschluss.

Hannah Schubert wusste vor dem Sprung, dass drei von vier Athletinnen vor ihr gescheitert waren. Dementsprechend groß war der Druck. Sie meisterte die Schlüsselstelle. Danach kletterte sie wie entfesselt und stürzte erst weit oben. Ihr starker Auftritt wurde mit Rang 3 und damit dem ersten Weltcup-Podest ihrer Karriere belohnt.  

Die Innsbruckerin freute sich über das beste Ergebnis ihrer Karriere: "Ich bin sprachlos und sehr glücklich. Ich kann es noch gar nicht glauben. Der ganze Wettkampf ist einfach perfekt gelaufen. Ich konnte in jeder Route kämpfen und zeigen was ich kann. Ich bin so richtig zufrieden. Mit meiner ersten Weltcup-Medaille ist ein Traum in Erfüllung gegangen."

Die frisch gekürte Weltmeisterin Jessica Pilz hatte an der gleichen Stelle Schwierigkeiten, an der ihre Teamkollegin Katharina Posch gestürzt war. Sie kletterte drei Züge weiter, das bedeute Rang 4. Die amtierende Weltmeisterin haderte im Anschluss mit ihrem Fehler: “Ich bin mit meiner Leistung natürlich nicht zufrieden. Ich habe zu lange gezögert und bin nochmal zwei Züge zurückgeklettert. Das war ein Fehler, den man sich im Finale nicht leisten darf. Es wäre sicher mehr drin gewesen. Ich habe mich relativ fit gefühlt.” Kim Jain (KOR) kletterte bis knapp unter das Top und holte sich ihren ersten Saisonsieg. Janja Garnbret stürzte an gleicher Stelle wie Hannah Schubert und wurde Zweite.

Youth Olympic Games mit drei KVÖ-AthletInnen und Weltcup-Finale in China

Vom 6. bis 18. Oktober feiert das Sportklettern seine Premiere bei den Youth Olympic Games in Buenos Aires (ARG). Mit dabei sind Nicolai Uznik, Kombinations-Weltmeisterin Sandra Lettner und Laura Lammer. 

Am 20. und 21. Oktober steht der vorletzte Weltcup in Wujiang (CHN) an, bevor das Finale am 27. und 28. Oktober in Xiamen (CHN) steigt. 

Media Center

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