Meilenstein für das Sportklettern in Österreich!

Allgemein

Der heutige Montag, 15. 5. 2017 ist ein historischer Tag für den Kletterverband Österreich: In Innsbruck eröffnete um 9 Uhr das neue Kletterzentrum Innsbruck, in welchem sich auch das Bundesleistungszentrum des Kletterverbands Österreich befindet. Das Zentrum ist das aktuelle Nonplusultra der Kletteranlagen und bedeutet für den österreichischen Wettkampfsport einen Quantensprung.

Schon im Jahr 2005 hatte der Geschäftsführer des Kletterzentrum Innsbruck (KI), Reinhold Scherer, die erste Pressekonferenz gegeben um auf die Notwendigkeit einer neuen Kletterhalle für Innsbruck aufmerksam zu machen. Als im März 2014 die Kletter-WM an Innsbruck vergeben wurde, war das die letzte Weichenstellung eines langen Prozesses. Im Herbst 2015 erfolgte der Spatenstich. Die Fördergeber Bund, Land Tirol und Stadt Innsbruck finanzierten eine Kletteranlage, die nicht nur modernsten Standards entspricht, sondern in Sachen Architektur, Größe und Qualität neue Maßstäbe setzt und Breiten- und Leistungssport auf einzigartige Art und Weise verzahnt: Das Bundesleistungszentrum garantiert, dass die österreichische Kletterelite auf Jahre hinaus auf höchstem Niveau trainieren kann.  Mit einer großen Innen- und Außenanlage, insgesamt 5900m2 nutzbarer Kletterfläche und über 700 Routen und Boulder-Problemen bietet das Kletterzentrum außerdem alles, um den zahlreichen Breitensportlern in Innsbruck und Umgebung ein perfektes Klettererlebnis zu bescheren. 

Das neue KVÖ-Bundesleistungszentrum eröffnet ein neues Zeitalter

Sportklettern wird 2020 mit einem Kombinationsformat aus Lead, Bouldern und Speed bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei sein. Seit der Bekanntgabe ist klar, dass ein einheitliches Training in allen Disziplinen notwendig ist. Ab sofort haben alle KVÖ-AthletInnen diese Möglichkeit. Im Bundesleistungszentrum stehen im Innen- und Außenbereich Lead-, Boulder- und Speed-Wände zum Training zur Verfügung, die internationalen Wettkampf-Standards entsprechen. Zurecht gilt die Eröffnung des Bundesleistungszentrums auch deshalb als Meilenstein in der Geschichte des Wettkampfkletterns in Österreich. Mit der Inbetriebnahme des Bundesleistungszentrums hat die Generalversammlung des KVÖ am 13. Mai auch einstimmig beschlossen, den Verbandssitz nach Innsbruck zu verlegen. Die Geschäftsstelle des Kletterverbands Österreich befindet sich am gleichen Areal - damit ist es nun auch gelungen, die Wege zu verkürzen und eine noch bessere Koordination von Verbandsarbeit, Training, und Nachwuchsförderung zu gewährleisten.


Die Kletterwände im Außenbereich sind so arrangiert, dass im Falle eines Wettkampfes bis zu 3000 Zuschauer Platz haben. In der Kletter-Hauptstadt Österreichs können also in allen Disziplinen ab sofort internationale Großveranstaltungen ausgetragen werden. Der Kletterverband Österreich schreitet auch gleich zu Tat: Am 17. und 18. Juni stehen die Österreichischen Staatmeisterschaften im Lead und im Speed an, bevor vom 30. August bis zum 10. September die Junioren-WM in allen Disziplinen an gleicher Stelle stattfindet. Im Sommer 2018 kommt dann das große Highlight: Die Kletter-WM kehrt nach 25 Jahren wieder in Innsbruck zurück. Alle Qualifikationsrunden werden im Kletterzentrum ausgetragen. 

Verband und Athleten sind begeistert

Beim KVÖ kennt die Freude dementsprechend keine Grenzen: "Es ist ein historischer Tag für uns:  Mit der neuen Kletteranlage haben wir nun optimale Trainingsbedingungen um die uns wohl so manche beneiden werden. Die Motivation hier zu trainieren ist bei Trainern wie bei Athleten riesig. Ich bin überzeugt davon, dass sich dies auch nochmals positiv auf die Wettkampfleistungen auswirken wird ", so KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm.

Auch von Seiten der Athleten gibt es überschwängliche Reaktionen. Jakob Schubert, der sich schon auf Olympia vorbereitet, sieht in dem neuen Kletterzentrum "einen riesigen Schritt nach vorne. Es ist ein entscheidender Baustein in der Zukunft des Klettersports in Österreich. Ich freue mich extrem, endlich im Bundesleistungszentrum zu trainieren.

Seine Olympiakader-Kollegin Jessica Pilz sieht das ähnlich: "Nicht nur macht das Training in einer so tollen Anlage mehr Spaß, es kann auch viel zielführender gestaltet werden. Ich kann meine Wettkampfvorbereitung in allen Disziplinen hier perfekt durchführen."

Text: Ben Lepesant

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