Kevin Amon und Lukas Windischer zogen als Siebte der Qualifikation souverän in die Finalrunde ein, dort bedeutete ein Frühstart im Achtelfinale gegen Italien 2 jedoch das vorzeitige Aus.
Mit einer Zeit von 10,67 Sekunden präsentierte sich das rot-weiß-rote Duo in der Qualifikation erneut stark. Nach Rang drei beim Speed Relay in Guiyang in der Vorwoche lösten Amon und Windischer damit auch in Chongqing sicher das Ticket für die K.-o.-Runde.
Im Achtelfinale wartete mit Matteo Zurloni und Luca Robbiati das zweite italienische Team. Amon legte auf der ersten Bahn in 5,14 Sekunden vor, anschließend startete Windischer beim Wechsel jedoch zu früh. Österreich wurde aus der Wertung genommen und musste sich damit bereits in der ersten Finalrunde verabschieden.
„Natürlich ist es bitter, wenn du nach einer guten Qualifikation im ersten Duell mit einem Fehlstart rausfliegst. Auf der Ergebnisliste schaut das nicht gut aus, aber die Leistungen waren trotzdem absolut in Ordnung. Kevin ist mit 5,14 Sekunden wieder eine brauchbare Zeit gelaufen und auch Lukas war richtig schnell unterwegs. Man darf nicht vergessen, dass die Saison mittlerweile sehr lange und intensiv ist. Die Burschen haben sich auf diesem Trip sehr teuer verkauft und an jedem Wettkampftag ihre Leistung gebracht. Das war richtig stark“, bilanzierte KVÖ-Nationaltrainer Fabian Ebenhoch.
Wertvoller China-Trip
Trotz des frühen Ausscheidens im abschließenden Relay fällt die Bilanz der beiden China-Wochen positiv aus. Bereits in Guiyang hatten Amon und Windischer mit Rang drei im Speed Relay für einen Podestplatz gesorgt. Amon durchbrach dort erstmals international die Fünf-Sekunden-Marke und bestätigte seine starke Form wenige Tage später in Chongqing auch im Einzel. In der Qualifikation drückte der 21-Jährige den österreichischen Speed-Rekord auf 4,89 Sekunden.
Auch Windischer sammelte bei seinem ersten Übersee-Einsatz wichtige internationale Erfahrung und zeigte im direkten Vergleich mit der Weltspitze mehrfach starke Läufe. „Für Kevin war dieser Trip sicher noch einmal besonders anstrengend, weil er über den gesamten Sommer schon sehr viel gemacht hat und lange auf einem hohen Niveau unterwegs ist. Bei Zeiten knapp über fünf Sekunden wissen wir mittlerweile natürlich, dass er noch schneller kann. Aber irgendwann muss man auch akzeptieren, dass eine lange Saison Spuren hinterlässt. Gerade für Lukas waren diese Wettkämpfe extrem wertvoll. Es ging nicht nur darum, Erfahrung zu sammeln – er hat im Rahmen seiner Möglichkeiten bereits richtig performt. Und wenn man mit einem österreichischen Rekord, einem Relay-Podium und vielen wertvollen Erfahrungen nach Hause fährt, darf man mit diesem Trip sehr zufrieden sein“, so Ebenhoch.

