In Krakau wird erstmals im Weltcup das Vier-Lane-Speedformat geklettert. Dabei treten jeweils vier Athlet:innen, statt wie bislang zwei, gegeneinander an. In der Qualifikation gibt es vier statt zwei Versuche, die schnellste Zeit zählt, die Top-32 (statt 16) bei Damen und Herren schaffen es ins Finale.
Bei den Damen konnte Johanna Nagl diese Chance nutzen. Die 18-Jährige zeigte vier gute Runs und meisterte mit persönlicher Bestzeit von 7,37 Sekunden als 32. erstmals den Einzug in ein Weltcup-Finale. Sie ist die erste Österreicherin seit Laura Stöckler vor genau fünf Jahren in einem Speed-Weltcupfinale.
Bei den Herren schaffte Kevin Amon mit 5,24 Sekunden als 30. den Sprung in die K.o.-Runde, es ist sein erster Finaleinzug seit Salt Lake City im Mai 2024. Tobias Plangger (5,72 Sekunden) wurde 56., Lukas Windischer (5,77 Sekunden) 60.
Die Finalentscheidungen im Einzel folgen am Samstag. Am Freitagabend findet noch die Qualifikation in der Mixed-Staffel statt. Österreich schickt zwei Teams ins Rennen: Kevin Amon mit Johanna Nagl und Alexander Bergmann mit Maya Walter.
„Die Wand war in der Früh bei der Herren-Qualifikation noch etwas feucht und dadurch rutschig, es wurde mit jedem Lauf besser. Lukas und Tobias sind nicht an ihre Trainingsleistungen herangekommen, aber auch dann wäre es mit dem Finale schwierig geworden. Kevin ist verhalten gestartet, bei vier Versuchen war vielleicht zu viel Sicherheit dabei. Im letzten Versuch hat er es dann ins Finale geschafft“, analysiert KVÖ-Nationalcoach Fabian Ebenhoch. „Für Johanna freuen wir uns sehr, nach so einer langen Zeit haben wir endlich wieder eine Dame im Finale. Sie hat nichts zu verlieren und kann dort befreit klettern.“

