Beim A-Cup im Speed und Lead ging es in mehreren Altersklassen um Sekundenbruchteile, Nervenstärke und saubere Bewegungsabläufe.
Speed: Volle Dynamik auf der Normwand
Im Speedbewerb der U13-Mädchen setzte sich Sara Obermoser (ÖAV Pongau) mit 6,770 Sekunden souverän durch. Hinter ihr komplettierten Luisa Skokoll (ÖAV Wolfsberg, 8,190) und Magdalena Dvorak (NFÖ Pucking) das Podium. Bei den U13-Burschen ging der Sieg an David Dvorak (NFÖ Pucking, 8,350 Sekunden), gefolgt von Ronnie Oblitschnig (SV St. Johann i.R.) und Connor Hauzeneder (NFÖ Pucking).
In der U15 der Mädchen überzeugte Karla Hager (NFÖ Herzogenburg) mit starken 6,040 Sekunden und verwies Sophie Obermoser (ÖAV Pongau) sowie Anna Engelhardt (NFÖ Herzogenburg) auf die Plätze zwei und drei. Bei den Burschen zeigte Malachias Hochfilzer (ÖAV Innsbruck) mit 4,750 Sekunden eine Topleistung. Dahinter reihten sich Klemens Ertel (NFÖ Herzogenburg) und Maximilian Fenkart (ÖAV Hall in Tirol) ein.
In der U17-Kategorie der Burschen ging der Sieg an Tobias Reiff (NFÖ Herzogenburg, 6,720 Sekunden). Simon Schmutzhard (ÖAV Wörgl) und Richard Jocksch (ÖAV Kufstein) komplettierten hier die Top 3.
Auch in der Allgemeinen Klasse wurde es schnell: Bei den Frauen holte sich Lara Haselwanter (ÖAV Innsbruck, 8,340 Sekunden) den Sieg vor Johanna Nagl (NFÖ Herzogenburg), die in der Qualifikation mit 7,49 Sekunden einen neuen österreichischen Rekord aufgestellt hat, und Alice Zirnitzer (ÖAV Pongau). „Der Wettkampf war wichtig und ich bin stolz auf meinen ersten Sieg in der Allgemeinen Klasse – hat Spaß gemacht. Ich freue mich auf den nächsten Wettkampf (Anm.: Österreichische Staatsmeisterschaft) in St. Pölten“, sagte die glückliche Siegerin.
Bei den Männern setzte sich Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck, 5,522 Sekunden) durch. Dahinter landeten der amtierende Speed-Staatsmeister Alexander Bergmann (ÖAV Innsbruck) und Kevin Amon (NFÖ Herzogenburg) auf den Plätzen zwei und drei. Trotz seines Erfolgs blieb Bogeschdorfer kritisch: „Die Wand war richtig gut, auch mit den neuen Wettkampfgriffen. Trotz der guten Qualität der Wand bin ich ein bisschen enttäuscht. Für die Qualifikation für die Weltcups brauchen wir eine gewisse Zeit, die habe ich leider nicht geschafft.“
Gleichzeitig zeigte er sich zufrieden mit seiner Konstanz: „Ich habe wenig Fehler gemacht, war richtig konstant in meinen Läufen und bin deshalb zufrieden. Es freut mich sehr, dass ich den A-Cup gewonnen habe.“ Der Fokus liegt bereits auf dem nächsten Wettkampf in St. Pölten am kommenden Wochenende.
Lead: Entscheidungen im oberen Wanddrittel
Bereits am Samstag stand Lead auf dem Programm – und hier zeigte sich einmal mehr, wie eng das Leistungsniveau im Nachwuchsbereich ist. In der U15 der Mädchen gewann Anna Maria Märzinger (ÖAV Linz) mit 41+ Griffen. Dahinter wurde es knapp: Lore Klier (ÖAV Innsbruck, 38+) belegte Rang zwei vor Matilda Neuschwendter (ÖAV Wörgl, 38).
Bei den U15-Burschen setzte sich Eero Eggenfellner (SK Boulderbar, 44) durch. Jakob Kerschbaumer (Boulderverein Bloc House, 43+) und Lorenz Rauch (ÖAV Imst-Oberland, 43+) folgten hauchdünn dahinter.
In der U17 der Mädchen sicherte sich Ella Graf (ÖAV Zillertal, 44+) den Sieg vor Luisa Haid (ÖAV Innsbruck, 44) und Lilly Hager (ÖAV Innsbruck, 39+). Bei den Burschen gewann Paul Rudigier (NFÖ Wien, 41+) vor Julian Leitner (Boulderverein Bloc House, 37) und Raphael Hubmann (ÖAV Bludenz, 33).
Die U19 zeigte schließlich Klettern auf höchstem Nachwuchsniveau: Bei den Mädchen dominierte Anika Deubler (WKV Alpenalpin WallStars, 48+) vor Flora Krondorfer (ÖAV Waidhofen/Ybbs, 36+) und Anja Wimmer (Boulderverein BLOC House, 34). Bei den Burschen ging der Sieg an Christian Leitner (Boulderverein BLOC House, 48+), gefolgt von Alexander Narr (ÖAV Innsbruck, 36+) und Simon Tauber (ÖAV Krems, 36). „Der A-Cup war für mich – auch aufgrund des kleineren Starterfeldes in meiner Altersklasse – insgesamt sehr entspannt. Trotzdem hat der Wettkampf richtig Spaß gemacht. Die Routen, vor allem im Finale, waren von der Schwierigkeit her sehr passend und genau in meinem Stil: lang und ausdauernd – das macht es natürlich gleich noch einmal besser. Mit meiner Platzierung bin ich super zufrieden, auch wenn von meiner Kletterleistung her definitiv noch mehr möglich gewesen wäre. Insgesamt war es ein richtig gelungener Wettkampf mit einer entspannten, aber gleichzeitig sehr guten Stimmung“, bilanzierte Leitner.

