Bergmann und Posch jubeln über Boulder-Staatsmeistertitel in Graz

Spannung bis zum letzten Versuch: Bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Bouldern im BLOC house in Graz wurden am Samstagabend die ersten nationalen Titel der noch jungen Saison vergeben.

In einem hochklassigen Finale setzten sich Katharina Bergmann und Jan-Luca Posch gegen starke Konkurrenz durch und krönten sich zu den neuen Staatsmeister:innen.

 

„Der erste Bewerb im Jahr ist immer besonders spannend, weil niemand genau weiß, wo er steht“, erklärte KVÖ-Coach Katharina Saurwein. „Es war cool zu sehen, wie sich die Platzierungen vom Semifinale zum Finale teilweise komplett gedreht haben. Das zeigt, wie variabel Bouldern ist. Am Ende haben sich fitte Athlet:innen durchgesetzt – und es war eine richtig gute Mischung aus Favoriten und jungen Newcomern.“

 

Bergmann jubelt über Premierentitel

 

Das Damenfinale entwickelte sich zu einem echten Krimi. Am Ende setzte sich Lokalmatadorin Katharina Bergmann vom Boulderverein BLOC house mit 69,9 Punkten durch und feierte damit ihren ersten Staatsmeistertitel. Nur hauchdünn dahinter landete Jakoba Rauter, die bei ihrem ersten ÖSTM-Antreten in der Allgemeinen Klasse mit 69,6 Punkten eine beeindruckende Talentprobe ablieferte. Johanna Färber komplettierte mit 54,6 Punkten als Dritte das Podest.

 

Für Siegerin Bergmann war der Titelgewinn ein emotionaler Moment – noch dazu in ihrer Heimhalle. „Sehr cool – ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte die Steirerin nach dem Finale im Rahmen der Siegerehrung. „Die Boulder haben mir richtig getaugt und in der Heimhalle macht es natürlich noch mehr Spaß. Ich wollte einfach klettern und Spaß haben – und das ist heute voll aufgegangen.“ Der Premierentitel sei zudem ein wichtiger Schritt Richtung internationale Saison: „Es gibt mir viel Selbstvertrauen für die nächsten Wettkämpfe.“

 

Überschattet wurde das Finale von einer Knieverletzung der Lokalmatadorin Marie-Christine Rothwangl, die nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht werden musste. „Verletzungen sind im Wettkampf immer besonders bitter – vor allem, wenn es vor Heimpublikum passiert. Marie-Christine war richtig gut unterwegs, deshalb tut es doppelt weh“, sagte KVÖ-Coach Katharina Saurwein.

 

Posch setzt sich im Herrenfinale durch

 

Bei den Herren holte sich Jan-Luca Posch mit 74,8 Punkten den Staatsmeistertitel. Der Tiroler setzte sich in einem spannenden Finale vor Timo Užnik (69,5 Punkte) durch, Rang drei ging an dessen älteren Bruder Nicolai Užnik (53,7 Punkte).

 

Für Posch war es bereits der dritte Staatsmeistertitel, zugleich der zweite in Serie – 2025 hatte der Tiroler verletzungsbedingt pausieren müssen. Nachdem das Semifinale für ihn noch holprig verlaufen war, drehte er im Finale auf. „Im Semifinale habe ich wirklich gestruggelt, die Boulder sind mir gar nicht gelegen“, erzählte Posch. „Im Finale war ich dann als Erster draußen und hatte eigentlich nichts zu verlieren. Schon bei der Besichtigung habe ich gesehen, dass mir die Boulder taugen – und dann habe ich fast fehlerfrei geklettert.“

 

Mit dem Titelgewinn im Rücken richtet der Tiroler den Blick bereits nach vorne: „Ich fühle mich in vielen Bereichen schon sehr fit, aber es gibt immer Luft nach oben. Jetzt heißt es einfach weiter Vollgas trainieren, damit ich für die kommenden Weltcups möglichst gut vorbereitet bin.“

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