Boulder-Auftakt in Keqiao: Gruber steht im Halbfinale

Mit dem Boulder-Weltcup im chinesischen Keqiao (1. bis 3. Mai) ist die World Climbing Series 2026 am Freitag in die neue Saison gestartet.

Vier österreichische Athlet:innen waren in der Qualifikation am Start – und einer sorgte für das Highlight: Raffael Gruber überzeugte mit einer starken Leistung und sicherte sich verdientermaßen den Einzug ins Halbfinale.

 

Bei den Herren sorgte Raffael Gruber zum Auftakt der World Climbing Series in Keqiao (CHN) für das Highlight aus österreichischer Sicht. Der Boulder-Staatsmeister von 2025 zeigte eine starke Qualifikationsrunde, holte drei Tops und erreichte mit 83,8 Punkten den 19. Platz – gleichbedeutend mit dem Einzug ins Halbfinale am Sonntag. Für Jan-Luca Posch (33./68,7 Punkte) und Andreas Hofherr (43./69,1 Punkte), die beide jeweils zwei Tops verbuchen konnten, verlief die Qualifikation hingegen nicht nach Wunsch.

 

„Raffi (Anm.: Gruber) hat eine sehr starke Runde gezeigt, besonders bei den koordinativen Elementen und auf der Platte. Er hat die Schlüsselstellen schnell gelöst und sich das Halbfinale absolut verdient“, betonte KVÖ-Nationaltrainer Jonathan Redshaw. „Jan-Luca (Anm.: Posch) hat seine Stärke auf den schwierigen Bouldern gezeigt, aber ausgerechnet ein vermeintlich leichterer Boulder hat ihm gefehlt. Trotzdem ist er in sehr guter Form. Andy (Anm.: Hofherr) hat seine Sache gut gemacht. Unterm Strich hat ein Top gefehlt, dazu ein paar Versuche weniger. Vor allem sein Flash und die Platte waren richtig stark. Darauf kann man definitiv aufbauen.“

 

Raffael Gruber selbst zeigte sich entsprechend zufrieden: „Nach den Österreich-Wettbewerben und Selektionen, bei denen ich mir selbst zu viel Druck gemacht habe und nicht alles nach Plan gelaufen ist, war es umso wichtiger zu sehen, dass es diesmal aufgegangen ist. Ich konnte locker klettern, habe meinen Rhythmus gefunden – und genau das macht mich jetzt richtig heiß auf das Semifinale. Ich bin gespannt, was noch alles möglich ist.“

 

Boulder-Staatsmeister Jan-Luca Posch haderte nach seinem Saisonauftakt: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich es nicht ins Halbfinale geschafft habe. Ich fühle mich so fit wie noch nie, aber das war eine Qualifikationsrunde, die dich einfach erwischen kann. Neben mir hat es einige andere gute Athleten erwischt. Ich habe den ersten, eigentlich leichten Boulder nicht gemacht – und dann war die Runde praktisch vorbei. Es ist bitter, weil ich gar nicht zeigen konnte, was ich aktuell draufhabe. Ich habe mich weit unter meinem Wert geschlagen. Jetzt heißt es abhaken und beim nächsten Weltcup zeigen, was ich wirklich kann.“

Andreas Hofherr anlysierte wie folgt: „Ich fühle mich körperlich sehr gut und bereit für die Saison. Auch wenn es zuletzt ein bisschen unglücklich gelaufen ist und ich beim entscheidenden Moment knapp gescheitert bin, nehme ich aus den ersten Bewerben viel Positives mit. Das Gefühl an der Wand passt, ich weiß, dass ich in guter Form bin – jetzt geht es darum, alles zusammenzubringen, um den nächsten Schritt zu machen und ins Semifinale einzuziehen.“


Weltcup-Comeback: Kempf sammelt wichtige Wettkampfpraxis

 

Nach längerer verletzungsbedingter Pause – einer Schulterverletzung nach der WM in Seoul – kehrte Lea Kempf beim Weltcup in Keqiao auf die internationale Bühne zurück. Die Vorarlbergerin belegte mit 53,7 Punkten Rang 39 und sammelte dabei wichtige Erfahrungen für die kommenden Bewerbe. „Lea ist stark gestartet, vor allem auf der Platte, und hat auf Boulder drei ihre Stärken gezeigt. Insgesamt war es eine physische und anspruchsvolle Runde“, analysierte Redshaw.

 

Kempf war mit ihrem Comeback sichtlich zufrieden: „Ich habe die Runde eigentlich ziemlich cool gefunden – sehr physisch und relativ schwer. Leider habe ich einen wichtigen Boulder verpasst, sonst hätte das Ergebnis ganz anders ausschauen können. Aber das ist im Weltcup so. Für mich war es ein guter Wiedereinstieg und ich weiß jetzt, woran ich arbeiten muss.“

Media Center
Social Media
The North Face
Tirol
Innsbruck
Bundesheer
Polizeisport
Sport Ministerium
Bundes-Sport GmbH
World Climbing
Alpenverein
Naturfreunde
Sport Austria
Österreichisches Olympisches Comité
austriaclimbing.com  Boulder-Auftakt in Keqiao: Gruber steht im Halbfinale
nach oben