Boulder-Staatsmeisterschaft eröffnet nationale Wettkampf-Klettersaison

Am kommenden Wochenende wird das BLOC house in Graz zum Treffpunkt der österreichischen Boulderszene.

Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften kämpfen die besten Athlet:innen des Landes um die nationalen Titel. Während bei den Herren Raffael Gruber um die Titelverteidigung kämpfen wird, fehlt bei den Damen die amtierende Staatsmeisterin Lea Kempf. Insgesamt kämpfen mehr als 60 Athlet:innen zum Saisonstart um die begehrten Titel.

 


Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Die Routenbauer arbeiten an den Wettkampf-bouldern, während Technik und Infrastruktur wettkampffit gemacht werden. Veranstalter Stefan Tscherner zeigt sich kurz vor dem Start zufrieden: „Die Vorbereitungen laufen sehr gut. Der Routenbau ist voll im Gange und alles funktioniert bisher reibungslos. Jetzt müssen nur noch die Athlet:innen zeigen, was sie können. Wir rechnen damit, dass die Halle am Finalabend richtig voll wird.“

 


Titelverteidiger Raffael Gruber blickt motiviert auf das Wochenende: „Wenn man Titelverteidiger ist, spürt man natürlich ein bisschen Druck. Aber ich sehe das eher als Ansporn. Ich möchte einfach zeigen, was ich kann – dann wird sich zeigen, was möglich ist. Natürlich möchte ich den Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen, aber die Konkurrenz ist stark.“

 


Zu den stärksten Herausforderern bei den Herren zählen Jan-Luca Posch und Nicolai Užnik, während Jakob Schubert auf ein Antreten verzichtet. Posch reist mit viel Selbstvertrauen nach Graz, nachdem er im Winter bei einem hochkarätig besetzten internationalen Bewerb in China Rang zwei erreichen konnte. „Ich habe den ganzen Winter verletzungsfrei trainieren können und fühle mich richtig fit. Die ÖSTM nehme ich zwar auch als Trainingsbewerb in Hinblick auf die Weltcup-Saison mit, aber natürlich will ich trotzdem eine starke Leistung zeigen.“

 


Auch Užnik hat intensive Wochen hinter sich. Der Kärntner kehrte erst kürzlich aus Finnland zurück, wo er am legendären Boulder „Burden of Dreams“ arbeitete – einem der schwersten Felsboulder der Welt. „Der Fokus war zuletzt klar auf diesem Projekt. Die Staatsmeisterschaft ist jetzt ein wichtiger ers-ter Wettkampf nach längerer Pause. Natürlich ist es eine Standortbestimmung – aber bei einer Staatsmeisterschaft ist das Ziel immer, zu gewinnen.“

 


Spannendes Rennen um die Boulder-Krone

 


Bei den Damen wird der Titel heuer sicher neu vergeben. Trotz fehlenden Größen wie Jessica Pilz, Lea Kempf und Flora Oblasser, ist eine spannende Entscheidung zu erwarten. Einige Athletinnen kommen direkt aus der Vorbereitung auf die Lead-Saison und sehen den Bewerb eher als willkommenen Formtest. Mattea Pötzi kehrt nach zwei Jahren Pause wieder zu einem Boulderbewerb zurück. „Ich mache diesmal einfach aus Spaß mit. Ich komme direkt aus einer intensiven Lead-Trainingswoche und freue mich vor allem darauf, wieder mit vielen Freunden zu klettern.“

 


Auch Magdalena Kompein hat ihren Trainingsfokus derzeit auf Vorstieg gelegt: „Ich habe mich nicht speziell auf die Boulder-ÖSTM vorbereitet. Für mich ist es ein cooler Wettkampf und eine gute Gele-genheit, einfach mitzumachen.“

 


Qualifikation im Boulderjam-Modus

 


Den Auftakt bildet am Freitag die Qualifikation im Boulderjam-Modus, in dem pro Kategorie sechs Boulder mit jeweils maximal acht Versuchen zu bewältigen sind. Die besten 80 Prozent, maximal je-doch 20 Starter:innen, steigen ins Semifinale auf. Dort warten vier Boulder im klassischen Weltcup-Semifinalmodus und die besten 8 Athlet:innen qualifizieren sich für das Finale, in dem nach vier entscheidenden Bouldern die Staatsmeistertitel vergeben werden.

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