David Lama (4. 8. 1990 - 16. 4. 2019) & Hansjörg Auer (18. 2. 1984 - 16. 4. 2019)

Allgemein

Zutiefst erschüttert müssen wir uns von zwei Freunden verabschieden. Voller Dankbarkeit blicken wir auf die gemeinsame Zeit, die uns ewig in Erinnerung bleiben wird.

David Lama galt schon als Zehnjähriger als Wunderkind des Kletterns. Von 2004 bis 2010 prägte er den Wettkampfsport. Mehr als seine zahlreichen Erfolge und sein Ausnahmetalent war es sein Kletterstil, der einen Einblick in die Zukunft des Sports gewährte, und mit der im Wettkampfklettern innerhalb weniger Jahre ein Vermächtnis hinterließ.
David lebte sein Leben in großem Einklang mit sich selbst und ließ sich nie von Erwartungen Außenstehender unter Druck setzen. Wichtige Entscheidungen, wie sein Rücktritt als Wettkampfkletterer und seine darauffolgenden großen Expeditionen, traf er mit einer ihm eigenen, einzigartigen Besonnenheit und Ruhe. Er ging seinen Weg mit bewundernswerter Zielstrebigkeit. Egal welcher Leidenschaft er sich gerade widmete, dem Wettkampfklettern, dem Steilwandfahren oder dem Bergsteigen, Davids Triebfeder war immer die Freude am Tun.
In den letzten Jahren zog es ihn mehr und mehr in die Heimat seines Vaters nach Nepal, wo ihm vor sechs Monaten die Erstbesteigung des Lunag Ri im Alleingang gelang. 

Seinen Freunden war David in außergewöhnlicher Loyalität verbunden. Wer einen Teil von Davids Weg mitgehen durfte, weiß, welche Bereicherung dieses große Privileg bedeutet. Den Rückhalt und die Inspiration, die David seinen Mitmenschen bot, werden wir vermissen.

Hansjörg Auer gehörte zu den prägendsten Kletterern und Bergsteigern der letzten 15 Jahre. Der Ötztaler wurde 2007 schlagartig berühmt, als er an seiner Lieblingswand und bergsteigerischen Heimat, der Marmolada Südwand, den Weg durch den Fisch (1200m, IX-) ohne Seil kletterte. Auch danach gelangen ihm auf der ganzen Welt Erstbegehungen, die ein Testament seiner besonderen Fähigkeiten sind.
Hansjörg prägte sein großes Umfeld mit seiner offenen und herzlichen Art. Wer mit ihm Zeit verbrachte, durfte mit jemand Außergewöhnlichem etwas Besonderes erleben. Oft waren es dabei die kleinen Momente, an welche nun die intensivsten Erinnerungen wach werden. Für Hansjörg ging es um die Menschen, mit denen er seine Zeit teilte - wie und wo waren dabei nicht so wichtig. Er engagierte sich als Trainer in Klettergruppen in seiner Heimat und stand jungen Alpinisten und Alpinistinnen als Mentor und Vorbild mit Rat und Tat zur Seite.
Hansjörg war ein nachdenklicher und reflektierter Mensch, der seine Gedanken seit Jahren verschriftlicht hat. Sein Buch Südwand gibt einen tiefen und persönlichen Einblick in seine Geschichte. Er wird uns allen, die das Glück hatten mit ihm Zeit zu verbringen, als Mensch fehlen.

David Lama und Hansjörg Auer waren am 16. April zusammen mit Jess Roskelley in der Ostwand des Howse Peak in Kanada beim Abstieg, als eine Lawine sie aus dem Leben riss.

Unser ganzes Mitgefühl gilt den Eltern, Geschwistern, Lebensgefährtinnen und Freunden von Hansjörg, David und Jess.

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