Den Weltmeister gefordert

Am vergangenen Wochenende hat sich im Kletterzentrum Innsbruck noch einmal die heimische Kletterelite im Vorstieg, Speed und Paraclimbing versammelt und um die Österreichischen Staatsmeisterschaften bzw. Österreichischen Meisterschaften gekämpft.

Bei den Herren war einmal mehr Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck), der sich 10 der letzten 11 Titel sichern konnte, das Maß der Dinge. Der amtierende Lead-Weltmeister und Olympia-Bronzemedaillengewinner in der Kombination musste aber in einem spannenden Finale bis zu Schluss um die erfolgreiche Titelverteidigung kämpfen.

 

Mathias Posch (ÖAV Innsbruck) forderte Schubert bis zum Schluss und bot den Zuschauern eine große Show. Nach zwei Tops in der Qualifikation und Platz zwei im Semifinale (Schubert ist erst im Semifinale als erster Kletterer eingestiegen, da er während der Qualifikation am Samstag einige Pflichttermine in Wien im Rahmen des Tag des Sport wahrnehmen musste) lege Posch im mit Spannung erwarteten Finale vor und holte als erster Athlet das Top. „Es waren zwei bis drei Sprünge drinnen, somit war die Route relativ spektakulär geschraubt. Man hat im Vorstieg ja nur eine Chance, da muss alles perfekt sitzen. Der letzte Sprung zum Top war schon ein wenig ein Nervenkitzel. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man zu Hause eine Route Top-steigen kann – und dann noch in einem Finale, voll lässig“, freute sich Posch über einen würdigen Saisonabschluss.

 

Mit dem Top hatte der 22-Jährige die Pflicht erfüllt und wartete gespannt auf den Auftritt des rot-weiß-roten Kletteraushängeschildes. „Ich habe Joggl (Anm.: Schubert) dann gleich zugeschaut. Ich habe gewusst, dass es normalerweise für ihn kein Problem sein sollte. Aber man weiß nie, im Klettern kann schnell etwas passieren. Es war jedenfalls richtig spannend“, so der Tiroler, der heuer auch im Weltcup mit starken Leistungen aufzeigen konnte. Am Ende wurde es Platz zwei, da Schubert die Route ebenfalls toppen konnte und aufgrund der besseren Semifinal-Platzierung vorgereiht wurde.

 

„Mit Platz zwei bin ich sehr zufrieden. Natürlich war es ein tolles Erlebnis, mit dem amtierenden Weltmeister mithalten zu können. Auch wenn ‚mithalten‘ ein dehnbarer Begriff ist. Man weiß ja nicht, wie fertig Joggl oben war und wie fertig ich war. Jedenfalls gibt das zum Saisonabschluss noch einmal viel Selbstvertrauen für die Zukunft und bestätigt meinen Weg“, zog Posch ein mehr als zufriedenstellendes Fazit nach einer langen Saison. Nun wartet eine Woche Urlaub in Barcelona, ehe auf den 22-Jährigen wieder spannende Projekte am Felsen warten.

 

 

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