Die rot-weiß-rote Kletterelite versammelt sich in Innsbruck

Nach dem IFSC Climbing World Cup in Innsbruck im Sommer wartet im Herbst im Kletterzentrum Innsbruck immer das zweite große nationale Highlight.

Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften, die von 15. bis 17. September 2022 bei freiem Eintritt im Klettermekka in Innsbruck über die Bühne gehen werden, kämpfen die heimischen Kletter-Asse in den Disziplinen Bouldern, Lead, Speed um die begehrten Medaillen. Darüber hinaus werden auch im neuen olympischen Format (Bouldern & Lead) Medaillen vergeben.

 

Zwei bekannte Gesichter werden allerdings fehlen: Olympia-Bronzemedaillengewinner Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) hat seine Saison bereits beendet und hat aktuell in Norwegen einige Felsprojekte in Angriff genommen. Ebenso wird Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) seinen Speed-Titel nicht verteidigen können. Der 21-Jährige laboriert seit knapp 7 Wochen an einer Schulterverletzung und wird in den kommenden Tagen langsam wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen.

 

Vorfreude auf das zweite Kletterspektakel in Innsbruck

 

Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen) kommt nach seinem vierten Platz beim Lead-Weltcup in Edinburgh (GBR) mit viel Selbstvertrauen nach Österreich und will in den Disziplinen Bouldern und Lead um die begehrten Titel kämpfen: „Der vierte Platz in Edinburgh hat mir richtig gutgetan und war echt eine große Erleichterung für mich. Ich habe so lange hart dafür gearbeitet und jetzt habe ich etwas zurückbekommen. Das gibt mir richtig viel Selbstvertrauen und bestätigt meinen eingeschlagenen Weg. Aber jetzt ist die Vorfreude sehr groß, dass wir endlich wieder in unserer Heimat klettern können. Die Österreichischen Staatsmeisterschaften sind für uns Athletinnen und Athleten immer etwas Besonderes, daher werde ich sowohl im Bouldern als auch im Lead versuchen, meine bestmögliche Leistung zu zeigen. Meine Form stimmt und ich bin bereit für die nächste Herausforderung“, erklärt Scherz, der speziell im Lead aktuell richtig im Flow ist und auf das nächste nationale Highlight brennt.

 

Teamkollege Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) ist aktuell nicht im Wettkampfmodus, sondern hat in den letzten Wochen das Training im Vorstieg intensiviert, sieht sich aber trotzdem für das nationale Highlight gut vorbereitet: „Natürlich ist es schwer, zu sagen, wo ich aktuell stehe. Ich habe sehr viel Vorstieg trainiert, da ich im Oktober noch einen Wettbewerb im neuen olympischen Format bestreiten werde. Es wird bei den ÖSTM ein harter Kampf um den Titel werden, aber ich will alles versuchen, damit mir die Titelverteidigung gelingt. Ich hoffe auf spannende Boulder und einen coolen Wettkampf. Ich freue mich schon, wenn es losgeht.“

 

Ähnlich ist die Ausgangssituation bei Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck): „Seit der Europameisterschaft habe ich den Fokus voll auf Vorstieg gelegt, das Boulder-Training ist mitgelaufen. Ich war bei einer Staatsmeisterschaft noch nie in einem Jahr im Lead und Bouldern im Finale, das ist mein großes Ziel. Der Boulder-Titel 2021 war mein größter Erfolg und nach langer Verletzungspause das große Comeback. Dementsprechend weiß ich, wie schön sich das Ganze anfühlt. Daher möchte ich das definitiv wiederholen.“

 

Auf und ab!

 

Während viele AthletInnen auf eine zufriedenstellende Saison blicken können, hat Speed-Spezialistin Laura Stöckler (ÖAV Haag) einige schwere Wochen hinter sich. Nach einer starken Vorbereitung warf die Niederösterreicherin zunächst eine Coronainfektion etwas aus der Bahn, doch die 23-Jährige kämpfte sich zurück, ehe eine weitere Erkrankung für den nächsten Rückschlag sorgte. „Gesundheitlich hat es mich heuer etwas gefeigelt und ich musste bei meinen Trainings Abstriche machen. Ich habe jedoch gelernt, dass man die Quantität zurückschrauben kann, aber die Qualität in den wenigeren Einheiten sehr hoch sein muss. Am Anfang habe ich mit meiner Situation etwas gehadert, im Laufe der Zeit habe ich das allerdings akzeptiert, versuche, das Beste daraus zu machen und auf meinen Körper zu hören. Meine Form ist sehr wechselhaft, von dem her erwarte ich mir keine großen Quantensprünge bei den Staatsmeisterschaften – die Saison war mental ermüdend. Von meiner persönlichen Bestzeit bin ich aktuell weit entfernt, mal schauen, was möglich ist“, gibt Stöckler ein paar Einblicke. Nach den Österreichischen Staatsmeisterschaften wartet auf die Niederösterreicherin zum Saisonabschluss noch ein Europacup (Speed) in Hamburg.

 

ZEITPLAN
Donnerstag, 15. September 2022
10:00–13:15 Uhr: Boulder-Qualifikation Damen & Herren
16:00–16:45 Uhr: Speed-Qualifikation Damen & Herren
17:00–17:30 Uhr: Speed-Finale Damen & Herren

Freitag, 16. September 2022
10:00–12:30 Uhr: Boulder-Semifinale Damen & Herren
18:30–20:00 Uhr: Boulder Finale Damen & Herren

Samstag, 17. September 2022
10:00–12:15 Uhr: Lead-Qualifikation Damen & Herren
18:30–20:30 Uhr: Lead-Finale der Damen, danach das der Herren

 

TITELVERTEIDIGER:INNEN
Bouldern Herren: Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck)
Bouldern Damen: Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck)
Lead Herren: Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck)
Lead Damen: Jessica Pilz (ÖAV Haag)
Speed Herren: Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck)
Speed Damen: Laura Stöckler (ÖAV Haag)

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