Die Suche nach der richtigen Abzweigung

Oftmals steht man im Leben vor einer wichtigen Grundsatzentscheidung. Man analysiert den Status, wiegt für sich selbst Pro und Contra ab und holt sich wertvollen Input von außen.

Irgendwann steht man dann symbolisch gesehen vor einer Abzweigung, muss sich für eine Richtung entscheiden und den ersten Schritt nach links oder rechts setzen. Genau in dieser Situation befindet sich Ariane Franken. Die Vorarlbergerin hat in den letzten Jahren den Fokus sowohl auf das Bouldern als auch auf den Vorstieg gelegt, in den nächsten Wochen soll die Spezialisierung auf eine Disziplin erfolgen.

 

„Bis jetzt habe ich die Trainings und die Wettkämpfe zwischen Bouldern und Lead so gut es geht gerecht aufgeteilt. Vom Gefühl her, bin ich in beiden Disziplinen auf einem ähnlichen Leistungsniveau. Damit ich aber einen Schritt weiterkomme und meine Leistung auf das nächste Level heben kann, sollte ich mich auf eine Sache konzentrieren. Die Entscheidung steht bevor und sollte in dieser Saison fallen. Ich will abbiegen, aber ich weiß noch nicht genau, in welche Richtung. Es ist einfach schwer und hat ja dann auch große Auswirkungen auf die nächsten Wochen und Monate“, verrät die 18-jährige Nachwuchshoffnung, die neben ihrer Passion zum Klettersport im Sportgymnasium Dornbirn noch die Schulbank drückt.

 

Mit dem vergangenen Jahr war die Vorarlbergerin zufrieden. In Imst gelang Franken im Lead ihr erster Podestplatz bei einem Jugend-Europacup. Eine positive Erfahrung, an die man sich gerne erinnert. „Das letzte Jahr war schon ganz ok. Der Podestplatz hat mir natürlich gutgetan, das motiviert logischerweise. Ich hatte sehr viele gute Wettkämpfe, aber leider auch welche, wo ich nicht so zufrieden war. In Helsinki bei der Jugend-Europameisterschaft, speziell im Lead, habe ich nicht so gut performt. Das hat mich lange Zeit geärgert. Aber ich kann daraus viel für mich mitnehmen. Ich will mir einfach eine positive Grundeinstellung beibehalten und mir bewusst machen, egal wie die Voraussetzungen sind, dass ich immer etwas Gutes daraus machen kann. Der Kopf und die mentale Einstellung kann viel verändern. Das ist mein Takeaway“, gibt Franken, die in ihrer Freizeit gerne Gitarre spielt, einen spannenden Einblick.

 

Apropos mentales Training: Seit ihrer Aufnahme in den Kader arbeitet die Vorarlbergerin seit knapp fünf Jahren im mentalen Bereich. In Gruppenworkshops und punktuell in Einzelcoachings wird am persönlichen Mindset gefeilt. „Mir hilft das und tut mir gut. Es hat meinen Blick auf viele Teilbereiche verändert. Es ist aber nicht so, dass ich zu jedem Thema oder zu jeder Umstellung ein Coaching brauche. Ich finde es im Spitzensport ein sehr hilfreiches Tool, das mir in einer gewissen Art und Weise auch Sicherheit gibt.“

 

Die ruhigere Zeit ist für Franken & Co. bereits wieder vorbei. In dieser Woche kommen die heimischen Kletter-Asse im Kletterzentrum Innsbruck zusammen und starten mit dem ersten gemeinsamen Trainingslager in das Jahr 2024. Ein Trainingslehrgang mit dem US-Amerikaner Ross Fulkerson folgt dann in der darauffolgenden Woche. Es geht somit gleich Schlag auf Schlag. „Aktuell habe ich bei mir zu Hause in Vorarlberg viel trainiert. Wir haben einen neuen Raum, da können wir sehr viele Wettkampf-Boulder klettern. Aber ich schaue immer auf Abwechslung, egal ob in der Halle oder am Felsen. Das ist mir wichtig und macht den Sport für mich speziell. Ich freue mich, dass es richtig losgeht“, sagt die 18-Jährige und ergänzt: „Im ersten Schritt ist es wichtig, dass ich mich für eine Disziplin entscheide. Dann möchte ich richtig Gas geben, mich für möglichste viele internationale Wettkämpfe qualifizieren und eine ansprechende Saison klettern – mit hoffentlich ein paar Podestplätzen.“

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