Erstes Training am Olympia-Venue

Allgemein

Die Vorfreude auf die Olympia-Premiere im Sportklettern steigt und steigt. Jessica Pilz und Jakob Schubert waren inzwischen auf der Wettkampfstätte in Tokio und konnten sich selbst ein genaues Bild von den Bedingungen machen.

„Wir haben uns im Vorfeld schon schlau gemacht und viele Bilder gesehen. Aber den richtigen Eindruck erhält man dann erst, wenn man direkt davorstehe. Die Boulder-Wand ist nicht ganz so flach, wie wir es erwartet haben – das kommt uns entgegen. Der steile Bereich an der Boulder-Wand ist größer als wir uns das gedacht haben. Die Speed-Wand ist sowieso normiert, da geht es dann nur um die Reibung. Das hat aber gut gepasst“, sagt Schubert nach dem ersten zweistündigen Training im Aomi Urban Sports Park.

 

Pilz sieht es ähnlich: „Es war eine wertvolle Erfahrung. Von den Neigungen her passen die Wände ganz gut, das haben wir flacher erwartet. Dennoch wird es wie immer, gerade im Bouldern, auf die Routen ankommen.“

 

„Werde mental bereit sein“

 

Körperlich fühlt sich die Weltmeisterin von 2018 nach ihrer Ringbandverletzung wieder gut, der Finger ist voll belastbar. „Ich habe sechs Wochen lang eigentlich nur Reha-Training gemacht und konnte kein wettkampfspezifisches Training machen. Es geht mir dahingehend jetzt aber sehr gut und konnte zum Schluss fast alles machen – ausgenommen, kleine Leisten. Für den Wettkampf spielt das aber jetzt keine Rolle, das kann ich alles sicherlich gut ausblenden.“

 

Schubert, der sich die Zeit zwischen den Trainings im Olympischen Dorf mit Schach spielen und Computerspielen vertreibt, will sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Ich konzentriere mich voll auf meine Karriere-Highlight. Die Kletterwand jetzt in live zu sehen, hat sehr viel Nervosität weggenommen. Wir haben noch zwei Trainings vor uns, bevor es richtig ernst wird. Wir werden uns noch gut vorbereiten und ich werde am Tag x mental bereit sein.“

 

Vorbereitung wie immer

 

Schuberts Herangehensweise ist klar: Er will nichts anders machen als sonst. „Es bringt nichts, wenn man sich ständig einredet, dass es der wichtigste Wettkampf ist. Wir kennen das Gefühl, haben schon viele wichtige Wettkämpfe geklettert. Es ist ein Wettkampf wie jeder andere! Wir wollen das Optimum rausholen, was wir uns in den letzten Monaten antrainiert haben. Der Fokus ist hoch und wir wollen uns jetzt noch ein gutes Gefühl holen. Die Motivation ist bereits voll da!“

 

Für Pilz ist die Olympische Kombination (Lead, Bouldern, Speed) nach wie vor etwas ganz Besonderes. Bei der Heim-WM in Innsbruck 2018 konnte sie die Bronzemedaille gewinnen. „Es ist sehr wichtig, dass man sich am Wettkampftag auf sich selbst konzentriert. Auch wenn die erste Disziplin nicht nach Wunsch verläuft, darf man nicht aufgeben. Da alle Ergebnisse multipliziert werden, kann sich das Ranking bis zum Schluss verschieben.“

 

Tag x rückt näher

 

m 3. August starten die Männer mit der Qualifikation. Um 17 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ) geht es an die Speed-Wand, um 18 Uhr (11 Uhr MESZ) folgt die Boulder-Quali und um 21:10 Uhr (14:10 MESZ) folgt mit dem Vorstieg der dritte Teil der Kombinations-Qualifikation. Die gleichen Uhrzeiten kommen bei der Damen-Quali am 4. August zum Einsatz.

 

Die besten acht Athletinnen und Athleten qualifizieren sich jeweils für das Finale. Das Männer-Finale steigt am 5. August, jenes der Damen am 6. August.

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