Favoriten geben sich keine Blöße

Mit der Boulder-Qualifikation erfolgte im Kletterzentrum Innsbruck am Donnerstagvormittag der Startschuss für die Österreichischen Staatsmeisterschaften.

55 AthletInnen kämpften an den 4 Bouldern um den Einzug in das Semifinale, welches am Freitagvormittag um 10:00 Uhr über die Bühne gehen wird.

 

Bei den Herren führte der amtierende Boulder-Europameister Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.) mit 4 Tops und 4 Zonen das Teilnehmerfeld nach der Qualifikation an. Dicht gefolgt von Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen), der ebenfalls alle 4 Probleme in souveräner Manier lösen konnte. Der 21-jährige Niederösterreicher unterstrich dabei seine aktuelle Form und untermauerte seine Ambitionen, ein kräftiges Wörtchen im Titelkampf mitreden zu wollen. Platz 3 ging mit 3 Tops und 4 Zonen an Dominik Haertl (NFÖ Wien). Titelverteidiger Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) schaffte mit Platz 8 (2 Tops und 4 Zonen) ebenfalls problemlos den Sprung in die Runde der 20 besten Athleten.

 

„Wir haben jetzt seit einem Monat keinen Boulder-Wettkampf gehabt. Am Anfang ist mir das nicht abgegangen, habe gut abschalten können. Es war jetzt aber nicht mehr so leicht, sich auf einen Wettkampf einzustellen und zu motivieren. Je näher die Österreichischen Staatsmeisterschaften allerdings gekommen sind, umso mehr ist der Biss zurückgekommen und ich habe wieder Gas gegeben. Ich hatte bislang eine sehr gute Saison, von daher ist das Vertrauen in mein Leistungsvermögen voll da. Die Qualifikationsrunde war sehr angenehm und super zum Reinkommen. Es war nicht zu kompliziert und sehr körperlich, da splittet sich das Feld – das passt gut so. Ich möchte morgen auch wieder mein Leistungspotenzial ausschöpfen und will mir den Titel zurückholen“, bilanzierte der Staatsmeister von 2020, Nicolai Uznik, nach getaner Arbeit.

 

Bei den Damen entwickelte sich schon in der Qualifikationsrunde der vermutete Zweikampf zwischen Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Johanna Färber (BV Bloc House). Die amtierende Staatsmeisterin Sterrer zeigte eine starke Runde und setzte sich mit 3 Tops und 4 Zonen an die Spitze des Feldes. Mit ebenfalls 3 Tops und 4 Zonen – aber mit 2 Versuchen mehr – reihte sich Boulder-Spezialistin Färber auf Rang 2 ein. Platz 3 holte sich Jessica Pilz (ÖAV Haag). Die Olympia-Teilnehmerin löste 2 Probleme und erreichte alle 4 Zonen.

 

„Das Jahr war heuer irgendwie etwas zerrissen. Zuerst musste ich wegen einer Ellenbogenverletzung acht Wochen pausieren, dann ist noch eine Krankheit dazugekommen. Ich habe aber die letzten Wochen genutzt und mich gut auf die Österreichischen Staatsmeisterschaften vorbereitet. Es ist nach einer längeren Pause immer schwerer, in den Wettkampfrhythmus zu kommen, da war die Runde heute ideal zum Start. Bis auf die Platte bin ich mit meiner Leistung zufrieden, auch wenn man punktuell merkt, dass mir einige Wochen Training fehlen. Die Vorfreude auf das Semifinale ist sehr groß, ich will einfach an die heutige Leistung anschließen“, resümierte Färber.

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