Final-Premiere für Uznik

Nicolai Uznik steht erstmals in einem Weltcup-Finale! Der 20-jährige Kärntner zog beim Boulder-Weltcup bei den IFSC Austria Climbing Open in Innsbruck-Tirol nach einer starken Halbfinal-Leistung ins Finale der besten Sechs ein. Vorstiegs-Sieger Jakob Schubert verpasste diesmal das Finale, bei den Damen scheiterte Johanna Färber denkbar knapp.

Uznik, dessen beste Weltcup-Platzierung im Weltcup bis dato ein 11. Platz in dieser Saison in Salt Lake City (USA) ist, wird damit am Samstag-Abend in der Freiluft-Arena beim Kletterzentrum Innsbruck seine Final-Premiere feiern und erstmals um die Podestplätze kämpfen.

 

„Wahnsinn, ich bin einfach überglücklich! Das Weltcup-Finale war mein großes Ziel, es hier in Innsbruck zu erreichen ist doppelt schön. Ich habe mich gut gefühlt, konnte von Beginn an pushen. Nach meiner Runde habe ich gezittert und gehofft, dass es sich ausgeht – am Ende dann die Erlösung“, freute sich Uznik (SV St. Johann i.R.).

 

Beste Weltcup-Platzierung fix

 

Im Semifinale überzeugte der amtierende Boulder-Staatsmeister mit drei Tops und vier Zonen, belegte damit Platz fünf und zog erstmals ins Weltcup-Finale ein. Nur Quali-Sieger Kokoro Fujii (JPN) erreichte alle vier Tops, der zweitplatzierte Japaner Tomoa Narasaki holte wie Uznik drei Tops und vier Zonen und landete nur aufgrund der niedrigeren Anzahl an Versuchen vor ihm.

 

„Jakob hat gestern gesagt ‚im Halbfinale geht es darum, ins Finale zu kommen‘, diesen Spruch habe ich mir zu Herzen genommen. Ich wollte einfach alles rausholen, mir keinen Druck machen – ich wusste, dass ich es draufhabe. Dass es jetzt tatsächlich geklappt hat, ist einfach wunderschön“, so Uznik, dessen Devise für das Finale (ab 18 Uhr live auf ORF Sport+) klar ist: „Volle Attacke! Meine beste Weltcup-Platzierung habe ich schon sicher. Alles, was jetzt kommt, ist eine Draufgabe.“

 

Schubert in den Top-15

 

Jakob Schubert, als Quali-Sieger als letzter Athlet an der Reihe, kämpfte bis zum letzten Boulder um den Finaleinzug. Mit einem weiteren Top hätte er diesen in der Tasche gehabt, es reichte knapp nicht. Am Ende konnte der Olympia-Starter mit Rang 14 zufrieden sein: „Schade! Ich wäre heute Abend gerne noch einmal ein Finale daheim geklettert, hätte das auch draufgehabt. Beim ersten Boulder war ich mit einer Hand schon am Top, dann war es eine mentale Geschichte.“

 

Für seinen Trainingspartner Uznik freute sich Schubert umso mehr, jubelte nach dem Blick auf die Ergebnisliste mit dem Kärntner. „Ich freue mich für Nicolai, eine sehr starke Leistung. Wir trainieren öfter gemeinsam, deshalb weiß ich, wie gut er ist. Am Abend werde ich ihn bestimmt anfeuern.“

 

Färber knapp am Finale vorbei

 

Bei den Damen schrammte Johanna Färber (ÖAV Graz) haarscharf am Sechser-Finale vorbei. Rang sieben bedeutete ihr drittbestes Weltcup-Ergebnis und machte den knapp verpassten Finaleinzug vergessen.

 

„Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden, nur das knappe Resultat ist ein wenig ärgerlich. Ich bin mit zwei Tops richtig gut gestartet und hatte beim dritten Boulder beim letzten Zug etwas Pech. Das Finale habe ich noch nie als Siebente so knapp verpasst, von daher muss ich da wohl durch. Gerade bin ich noch ein wenig enttäuscht, aber spätestens am Abend wird die Freude über das tolle Resultat kommen“, so die 23-jährige Grazerin. „Ich habe nach Salt Lake City erneut meine gute Form bestätigen können und habe gezeigt, dass ich jederzeit um ein Finale mitklettern kann. Das gibt mir jedenfalls sehr viel Selbstvertrauen.“

 

Auch Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) zeigte im Semifinale auf und wurde mit Rang 13 (zweitbeste Weltcup-Platzierung) belohnt. „Heute hat es sich endlich wieder so angefühlt, wie es sich anfühlen soll. Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich glaube, dass sogar noch mehr gehen könnte. Der Weg stimmt, ich habe im letzten Jahr doch einiges umgestellt“, bilanzierte die 22-jährige Oberösterreicherin, die für die kommenden Wochen auf Vorstieg umsteigen wird: „Da erwarte ich mir nicht zu viel, aber es wird für nächstes Jahr eine wichtige Erfahrung sein. Ich will in Richtung Paris 2024 beide Disziplinen forcieren.“

 

Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) landete im Halbfinale der besten 20 auf Position 18. Platz eins holte sich einmal mehr Dominatorin Janja Garnbret (SLO), die als einzige Athletin alle vier Tops holen konnte. „Im Dezember habe ich mir eine Fingerverletzung zugezogen, die sich richtig lange gezogen hat. Für mich persönlich war es echt schwer zurückzukommen. Die letzten Wochen waren sehr wichtig – es ist unglaublich viel weiter gegangen. Natürlich wünscht man sich immer den Sprung ins Halbfinale. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich nach der Qualifikation nicht damit gerechnet, dass es sich wirklich ausgeht. Dafür war ich dann umso glücklicher, auch wenn man gesehen hat, dass ich im physischen und koordinativen Bereich noch viel zu tun habe“, erklärte Lettner und ergänzte:  „Mir hat die Veranstaltung richtig viel Spaß gemacht, kann sehr viel für die nächsten Wochen mitnehmen und habe speziell das Vorstieg-Finale und dem Heimsieg von Jakob (Anm.: Schubert) extrem genossen.“


Das Finale der Herren startet am Samstag um 18 Uhr, jenes der Damen um 20 Uhr – jeweils live auf ORF Sport+.

 
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