Hofherr fehlen in Bern Nuancen aufs Semifinal-Ticket

Beim zweiten Boulder-Weltcup der Saison in Bern (SUI) präsentierte sich das österreichische Team trotz verpasster Halbfinaleinzüge kämpferisch und zeigte vor allem im Herrenbewerb solide Leistungen.

Andreas Hofherr verpasste den Aufstieg nur hauchdünn. Bei den Damen sammelten vor allem die jungen Athletinnen wichtige internationale Erfahrung.

 

„Es war ein harter Tag, aber alle haben bis zum Schluss gekämpft und wirklich alles auf der Matte gelassen. Bei den Herren wäre heute vieles möglich gewesen – von mehreren Halbfinalplätzen bis leider keinem einzigen. Andi war hauchdünn dran, am Ende entschieden nur die Anzahl der Versuche über den verpassten Aufstieg“, erklärte KVÖ-Nationaltrainer Jonathan Redshaw und ergänzte: „Auch Jan-Luca, Raffael und Nicolai zeigten sehr gute Ansätze, wurden aber von kleinen Details und einzelnen fehlenden Tops gestoppt. Timo hat bei seinem ersten Weltcupstart der Saison ebenfalls sein Potenzial gezeigt.“

 

Am nächsten dran an einem Semifinal-Ticket war Andreas Hofherr. Der Vorarlberger belegte mit 68,4 Punkten und zwei Tops Rang 25 – am Ende fehlten nur Nuancen auf den Sprung unter die Top-24. „Ich habe mich eigentlich gut gefühlt und die Fitness hat gepasst. Aber ich brauche bei manchen Bouldern einfach noch zu viele unnötige Versuche. Dadurch wird es hinten raus immer knapp“, analysierte Hofherr. Vor allem mit seinem dritten Boulder zeigte sich der Athlet vom ÖAV Feldkirch zufrieden.

 

 

Boulder-Staatsmeister Jan-Luca Posch landete mit zwei Tops und 59,5 Punkten auf Rang 33. Wie bereits beim Weltcupauftakt in China haderte der Tiroler vor allem mit den sehr speziellen Qualifikationsbouldern. Vor allem ein unglücklicher Start auf der Platte, bei dem er die Startposition nicht lösen konnte, kostete wertvolle Punkte. „Es war eigentlich fast genau die gleiche Situation wie in China. Ich fühle mich körperlich so fit wie noch nie und merke auch im Vergleich mit den anderen Athleten, dass ich absolut mithalten kann. Aber aktuell fehlt mir in der Qualifikation einfach das Glück. Es ist aktuell einfach frustrierend“, erklärte Posch. Raffael Gruber belegte Rang 39, Nicolai Uznik wurde 41. und Timo Uznik landete auf Platz 64.

 

Wichtige Weltcup-Erfahrung gesammelt

 

Im Damenbewerb erreichte Lea Kempf mit Rang 57 und zwei Tops das beste österreichische Resultat. Boulder-Staatsmeisterin Katharina Bergmann belegte Rang 63, Lena Schrittwieser wurde 69. „Was für eine Achterbahnfahrt heute. Bei den Damen war die Runde grundsätzlich machbar, aber dafür hätten sie perfekt klettern müssen. Für den Einzug ins Halbfinale wären vier Tops notwendig gewesen. Lea konnte heute leider ihre gewohnte Leistung nicht abrufen“, erklärte Redshaw.

 

Für Bergmann und Schrittwieser war es der erste internationale Weltcupstart außerhalb Österreichs. „Die beiden haben ihr Bestes gegeben und wichtige Erfahrungen gesammelt. Ich bin überzeugt, dass Kathi und Lena von diesem Auftritt einiges mitnehmen können.“

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