Keine KVÖ-AthletInnen nach Japan

Allgemein

Die IFSC Weltcup-Saison 2022 ist für das KVÖ-Team vorzeitig beendet. Aufgrund mehrerer Krankheitsfälle verzichtet der Kletterverband Österreich auf eine Entsendung zur letzten Weltcup-Station nach Japan.

Jessica Pilz und Nicolai Užnik wären für den Boulder&Lead-Weltcup in Morioka (20. bis 22. Oktober) nominiert gewesen, können die Reise nach Asien aber nicht antreten. Beide waren zuletzt erkrankt und fühlen sich nicht fit genug für den Wettkampf.

 

„Es ist sehr schade, weil ich den letzten Weltcup gerne noch in Angriff genommen hätte. Vor den Olympischen Spielen in Paris gibt es wahrscheinlich nicht so viele Möglichkeiten, das Olympia-Format wettkampfmäßig zu klettern“, erklärt Pilz, die heuer Silber und Bronze bei der EM in München gewinnen konnte. „Leider bin ich gesundheitlich einfach nicht fit genug, so macht ein Wettkampf keinen Sinn.“

 

Ähnlich sieht es Užnik: „Ich war eine ganze Woche krank im Bett. Inzwischen geht es mir zwar einigermaßen gut, aber an einen Wettkampf ist leider nicht zu denken. Es wäre eine wichtige Erfahrung in Richtung Paris gewesen, außerdem bin ich gerne in Asien. Die Vernunft hat sich durchgesetzt.“

 

Für den Kärntner endet damit eine erfolgreiche Wettkampfsaison. Mit drei Top-15-Plätzen im Weltcup, darunter Rang vier in Salt Lake City (USA), etablierte er sich im Bouldern in der Weltspitze. Die Krönung gelang ihm bei der EM in München, wo er sich zum Boulder-Europameister küren konnte. „Danach habe ich schon gemerkt, wie intensiv die Saison war. Es sind einige Dinge auf mich eingeprasselt, die ich nicht gewohnt war. Jetzt heißt es: Akkus aufladen und in Richtung 2023 neu durchstarten.“

 

Jakob Schubert hatte bereits vor mehreren Wochen seine Wettkampf-Saison für beendet erklärt. Der Olympia-Bronzemedaillengewinner widmete sich zuletzt unter anderem einem Fels-Projekt in Norwegen. „Es war keine leichte Entscheidung, aber ich wollte nicht für einen Bewerb nach Japan reisen. Ich nütze die Zeit, um am Felsen zu trainieren. Das war bereits bei der Saisonplanung zu Beginn des Jahres so ausgemacht. Die Fels-Projekte sind in der jetzigen Phase auch das perfekte Training. Ab nächster Saison liegt der volle Fokus auf den Olympischen Spielen in Paris, das werden intensive eineinhalb Jahre an der Wettkampf-Wand.“ Mit der Goldmedaille bei der EM im olympischen Boulder&Lead-Bewerb gelang dem Tiroler ohnehin bereits der perfekte Startschuss für die „Road to Paris“.

 

Ein rot-weiß-rotes Quartett wird in der kommenden Woche dennoch einen Bewerb im Olympia-Format bestreiten: Sandra Lettner, Franziska Sterrer, Jan-Luca Posch und Stefan Scherz sind von 20. bis 24. Oktober in Laval (FRA) am Start. Bei der „International Climbing Series“, die nicht zum Weltcup zählt, geht es im Nordwesten Frankreichs um wertvolle Erfahrungen im Boulder&Lead-Bewerb.

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