KVÖ-Quartett im WM-Semifinale

Allgemein

Vier von fünf KVÖ-AthletInnen haben bei der Kletter-WM in Moskau (RUS) den Einzug in das Lead-Halbfinale gemeistert.

Jessica Pilz und Julia Fišer bei den Damen bzw. Jakob Schubert und Mathias Posch bei den Herren wahrten die Chancen auf Edelmetall, für Eva-Maria Hammelmüller war in der Qualifikation Endstation.

 

Bei den Damen überzeugte Jessica Pilz mit einer starken Performance. Mit 36+ und 37+ Griffen auf den beiden Qualifikations-Routen belegte die Olympia-Starterin Platz 13. „Es ist noch Luft nach oben, aber es hat sich schon ganz gut angefühlt. Um ins Finale zu klettern, muss ich mich sicher noch steigern“, so die in Innsbruck lebende Niederösterreicherin.

 

Für Julia Fišer gestaltete sich die Qualifikation zum Nervenkrimi. Nach zwei nicht ganz optimalen Versuchen lag sie lange auf dem Schleudersitz. „Das Warten war schlimmer als jeder Wettkampf“, so die Tirolerin, die schließlich aber aufatmen konnte und als 26. gerade noch ins Halbfinale der besten 26 aufstieg. Eva-Maria Hammelmüller konnte ihre starken Trainingsleistungen nicht in den Wettkampf umsetzen und belegte Rang 39.

 

Der Quali-Sieg bei den Damen ging an Olympia-Starterin Chaehyun Seo (KOR), die als einzige Athletin beide Tops erreichte. Boulder-Weltmeisterin Natalia Grossman (USA) belegte den zweiten Platz.

 

Schubert: „Mission Medaille wird nicht leichter“

 

Bei den Herren war es einmal mehr Jakob Schubert, der seine Klasse ausspielen konnte. Mit 38 und 33+ Griffen belegte der Olympia-Bronzemedaillengewinner in der Qualifikation Platz vier. „Ich bin nicht ganz zufrieden, weil mir die flache Wand im oberen Teil nicht entgegenkommt. Dort geht es weniger darum, wer der Fitteste ist, sondern mehr darum, wer in Sachen Geschicklichkeit am besten ist. Das finde ich schade, aber mit dem guten Ergebnis in der Quali kann ich zufrieden sein.“

 

In der Tat waren es einige Kletter-Asse, die normalerweise eher im Bouldern im Spitzenfeld zu finden sind, die in der Lead-Quali ganz vorne landeten. Die Japaner um Tomoa Narasaki (1.), Kokoro Fujii (3.) und Yoshiyuki Ogata (5.) zeigten groß auf, Hamish McArthur (GBR) überraschte mit Platz 2. Schubert: „Ich hoffe, dass im Halbfinale oben etwas anders gesetzt wird, dann bin ich zuversichtlich. Ohnehin gilt: Wer der beste Kletterer der Welt sein will, muss alles können. Das Unterfangen Medaille wird nicht einfacher, aber ich weiß, dass ich es schaffen kann.“

 

Sein Teamkollege Mathias Posch (33+, 28+) landete an der 17. Stelle. „Beim letzten Weltcup war ich in der Quali sehr stark, dann hat es im Halbfinale aber nicht funktioniert. Vielleicht ist es diesmal andersherum: Quali nicht ganz so gut, dafür im Semi gut. Ich wünsche es mir und werde im Halbfinale alles raushauen.“

 

KVÖ-Nationaltrainer Kilian Fischhuber zeigte sich durchaus zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge: „Es war noch nicht alles ideal, aber in der Qualifikation geht es darum, ins Halbfinale zu kommen. Dann startet alles wieder bei null. Nur bei Eva ist es schade, denn sie hätte auf jeden Fall das Zeug für das Semifinale. Ich bin zuversichtlich, dass wir mehrere Chancen auf die Finalplätze haben.“

 

Der Finaltag am Dienstag beginnt um 10 Uhr Ortszeit (9 Uhr MESZ) mit den Halbfinals. Das Finale der Herren startet um 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ), jenes der Damen um 21 Uhr (20 Uhr MESZ).

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