KVÖ-Trio beim Weltcup-Auftakt in den Top-15

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Drei KVÖ-AthletInnen standen beim ersten IFCS Boulder-Weltcup seit knapp zwei Jahren in Meiringen (SUI) im Halbfinale. Das rot-weiß-rote Kletter-Trio Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.), Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Jessica Pilz (ÖAV Haag) hat es dabei in die Top-15 geschafft.

Nicolai Uznik, der sich vergangenes Wochenende beim Heim-Europacup in Klagenfurt viel Selbstvertrauen holen konnte, nahm den positiven Schwung auch zum Boulder-Auftakt in der Schweiz mit. Der Kärntner bestätigte einmal mehr seine starke Form in der Qualifikation und zeigte auch am Samstag im Halbfinale, dass er mit den besten Athleten der Welt in seiner Spezialdisziplin mithalten kann. Mit einem Top und zwei Zonen belegte der amtierende Staatsmeister in einem schwer geschraubten Halbfinale letztendlich den guten 14. Platz: „Bei einem so stark besetzten Wettkampf vorne mitzukämpfen, ist eine gute Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Wenn man im Halbfinale steht, will man das Finale erreichen, deswegen ist mir jetzt nicht nach jubeln. Aber mit etwas Abstand betrachtet werde ich mit dem Ergebnis sicher zufrieden sein.“

 

Trotz der langen Pause war es wenig verwunderlich, dass sich viele Top-Athleten der Vergangenheit im vorderen Bereich des Feldes platzieren konnten. „Man hat gesehen, dass die großen Namen immer noch vorne dabei sind und das Teilnehmerfeld dominieren. Bei uns jüngeren Athleten hat sich viel getan im Vergleich zum letzten Jahr. Die Karten wurden neu gemischt und es haben sich einige neue, junge Sportler auf Weltcup-Ebene gut zurechtgefunden“, erklärte der 20-jährige Kärntner.

 

Knapp am Finaleinzug vorbei

 

Neben Uznik konnten auch zwei KVÖ-Athletinnen in Meiringen aufzeigen und gut performen. Olympia-Fixstarterin Jessica Pilz und Franziska Sterrer boulderten auf hohem Niveau mit der Weltelite mit und verpassten letztendlich knapp das Finale der besten Sechs. Sterrer konnte mit Platz elf (ein Top und zwei Zonen im Halbfinale) gut leben und zeigte sich zufrieden: „Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass ich in Meiringen Elfte werde, hätte ich es sofort genommen. Für das Finale hat es zwar knapp nicht gereicht, aber die Form stimmt. Jetzt heißt es weiterarbeiten und trainieren.“

 

Auch Pilz (ein Top und zwei Zonen im Halbfinale) konnte einen weiteren wertvollen Schritt nach vorne machen und in Hinblick auf die in 97 Tagen stattfindenden Olympischen Spielen in Tokio wichtige Erkenntnisse im internationalen Vergleich sammeln. Mit Rang 12 beim top-besetzten Weltcup-Auftakt war es für die Niederösterreicherin eine aussagekräftige Standortbestimmung in ihrer zweitbesten Disziplin nach dem Vorstieg: „Physisch fühle ich mich gut, da war muss ich mich im internationalen Vergleich nicht verstecken. Es sind eher Kleinigkeiten, die noch besser werden müssen. Beim Bouldern spielen viele Faktoren zusammen.“

 

So sah es auch KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein: „Unser Trio ist gut in den Wettkampf gestartet, aber es ist ihnen nicht zu hundert Prozent aufgegangen. Trotzdem waren es sehr solide Leistungen, sie können zufrieden sein. Was schön zu sehen war: Wenn es den drei aufgeht, können sie alle ins Finale klettern. Das gibt jedenfalls Auftrieb.“

 

Die Finals der besten sechs Damen und Herren in Meiringen starten ab 19 Uhr ohne österreichische Beteiligung. Die nächste Chance auf Weltcup-Ebene gibt es ab 21. Mai 2021 in Salt Lake City (USA), wo an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden gebouldert wird.

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