KVÖ-Trio beim Weltcup-Start im Halbfinale

Mit dem IFSC Boulder-Weltcup in Meiringen (SUI) endete eine lange sowie intensive Vorbereitungszeit und die rot-weiß-roten Kletter-Asse starteten mit viel Optimismus in die neue Saison.

Zum Auftakt haben es am Freitag in der Schweiz gleich drei KVÖ-AthletInnen in das Boulder-Halbfinale geschafft – dasselbe Trio, das auch 2021 die Qualifikation in Meiringen erfolgreich überstanden hatte. Am frühen Nachmittag qualifizierten sich die Boulder-Staatsmeisterin Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Jessica Pilz (ÖAV Haag) für die Runde der Top-20, am Abend folgte Nicolai Uznik (SV St. Johann i.R.).

 

Gelungener Auftakt für Uznik

 

Bis zum Schluss stand hinter dem Einsatz zum Saisonstart von Nicolai Uznik ein großes Fragezeichen. Nach einer Schulterverletzung in der Vorbereitung musste der Kärntner um die ganze Saison zittern, doch die Genesung sollte viel schneller verlaufen, als es die erste Prognose erahnen ließ. Mit 3 Tops und 4 Zonen bei 5 Bouldern präsentierte sich der 21-Jährige bereits in einer bestechenden Form und qualifizierte sich problemlos als einziger rot-weiß-roter Athlet für das am Sonntag stattfindende Halbfinale.

 

„Ich bin extrem happy und es taugt mir richtig. Nach den letzten Wochen hätte ich das nicht unbedingt erwartet. Ein sehr geiles Gefühl gerade. Ich habe heute aber einen extrem schlechten Start gehabt und die ersten zwei Boulder komplett verhaut. Die Boulder drei und vier konnte ich flashen, das gab mir noch einmal einen Schub für das letzte Problem. Ich bin einfach sehr zufrieden, vor allem, weil die Schulter gehalten hat. Es ist das Halbfinale, was mir nach der Vorgeschichte am meisten bisher bedeutet. Am Sonntag will ich noch einmal richtig Gas geben“, resümierte der Boulder-Staatsmeister von 2020.

 

Wie schon im Vorjahr verpasste Olympia-Bronzemedaillengewinner Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) mit 2 Tops und 4 Zonen als 37. den Sprung unter die Top-20. Florian Klingler (ÖAV Innsbruck) und Boulder-Staatsmeister Jan-Luca Posch (LAV Innsbruck) landeten im über 100-köpfigen Teilnehmerfeld auf den Plätzen 39 bzw. 53.

 

Sterrer und Pilz in den Top-20

 

Bei den Damen zeigten Franziska Sterrer und Jessica Pilz beim Boulder-Auftakt in der Schweiz auf: Beide KVÖ-Athletinnen schafften mit einer starken Performance im über 80-köpfigen Teilnehmerinnenfeld souverän den Halbfinal-Einzug. Die besten Zehn jeder Gruppe bilden die Top-20 für das Semifinale.

 

Die amtierende Boulder-Staatsmeisterin Sterrer erreichte 4 von 5 Tops und sicherte sich alle 5 Zonen. „Da meine Vorbereitung sehr zufriedenstellend verlaufen ist, bin ich in die heutige Qualifikation mit viel Selbstbewusstsein gegangen. Ich habe mir selbst keinen Druck gemacht, wollte einfach eine gute Runde hinlegen. Das ist mir richtig gut gelungen. Die Vorfreude auf das erste Semifinale in dieser Saison ist riesig. Ich werde morgen versuchen, aus jedem Boulder das Beste rauszuholen, den Wettkampf weiterhin zu genießen und noch einmal voll angreifen. Ich bin topfit und habe das Potenzial für die Top-10, das ist mein Ziel!“, berichtete Sterrer nach überstandener Qualifikation.

 

Auch Olympia-Teilnehmerin Jessica Pilz (4 Tops und 4 Zonen) zeigte sich zufrieden: „Ich war vor dem Start schon ziemlich nervös, weil ich nicht wirklich einschätzen konnte, was mich erwartet und wie es mit der Fitness in einem Wettkampf aussieht. Gott sei Dank habe ich mich dann sehr schnell wohlgefühlt und es hat auch richtig Spaß gemacht. Wenn es dann auch aufgeht, fühlt sich das richtig gut an. Bis auf die Platte hat alles super funktioniert. Ich hoffe, dass ich morgen nachlegen kann.“

 

Johanna Färber (BV Bloc House) beendete die Qualifikation auf Rang 31, Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag) und Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) landeten auf den Plätzen 55 bzw. 59.

 

KVÖ-Coach Kilian Fischhuber zog ein erstes Zwischenfazit: „Mit den Leistungen sind wir heute mehr zufrieden als mit den Ergebnissen. Leider sind wir beim Auftakt nicht so belohnt worden. Sandra (Anm.: Lettner) hatte beispielsweise drei Top-Griffe schon in der Hand, es war heute sehr eng. Franzi (Anm.: Sterrer) und Jessy (Anm.: Pilz) haben die Nerven behalten und ihre Sache sehr gut gemacht. Nicolai (Anm.: Uznik) hat mir heute sehr imponiert. Mit der Vorgeschichte und einem verkorksten Start war das mental sicherlich nicht einfach, aber er hat das unglaublich cool gemacht. Wir haben drei Athletinnen und Athleten im Halbfinale – das ist okay, auch wenn wir uns ein bisschen mehr erwartet haben. Aber die Saison ist noch lange, es wartet noch viel auf uns.“

 

Das Halbfinale der Damen startet am Samstag um 11:00 Uhr, das Finale der besten Sechs folgt um 18:00 Uhr. Bei den Herren geht das Semifinale erst am Sonntag um 11:00 Uhr über die Bühne, das Finale des ersten Boulder-Weltcups in Meiringen wird dann um 16:00 Uhr durchgeführt

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