Lead- und Speed-Europacup in Laval

Nach einer längeren Wettkampfpause, die viele AthletInnen fürs Felsklettern genutzt haben, geht es für das KVÖ-Team zum ersten Lead- bzw. dritten Speed-Europacup in dieser Saison ins französische Laval.

Insgesamt werden zehn rot-weiß-rote SportlerInnen, die von KVÖ-Coach Reinhold Scherer betreut werden, in der knapp 50.000 Einwohner großen Stadt im Nordwesten Frankreichs in den beiden Disziplinen an den Start gehen.

 

„Für unsere Athletinnen und Athleten ist es zum Saisonende noch einmal eine wichtige Standortbestimmung. Es hat auf Europacup-Ebene in diesem Jahr leider nicht sehr viele Wettkämpfe gegeben, von dem her wollen wir das Wochenende in Laval noch einmal für uns nützen. Ich hoffe, dass unsere Sportlerinnen und Sportler ihr Potential ausschöpfen und auf internationalem Niveau eine ordentliche Leistung abrufen können. Für die bevorstehenden Wochen ist es für uns alle eine wichtige Statuserhebung und für die weitere Entwicklung essentiell“, erklärt Scherer.

 

Sextett bei der Europacup-Lead-Premiere 2021

 

Vier Frauen und zwei Männer nehmen den kommenden Lead-Europacup in Frankreich in Angriff. Hannah Schubert (ÖAV Innsbruck) will nach einer nicht ganz zufriedenstellenden Saison, in der die 23-Jährige mit Rückenbeschwerden knapp einen Monat an Trainingszeit verloren hat, zum Abschluss für einen positiven Abschluss sorgen. „Durch meine Rückenverletzung habe ich etwas einen Trainingsrückstand aufgerissen, das hat mich länger begleitet als ursprünglich gedacht. Ich bin heuer nicht so entschlossen und selbstbewusst geklettert, wie in den Jahren davor. Leider waren nicht wirklich viele Wettkämpfe, damit ich da in einen Rhythmus gekommen wäre“, schildert Schubert, die mit den gleichen Trainingsreizen wie vor der ÖSTM gearbeitet hat, und blickt positiv auf die bevorstehende Frankreich-Reise: „Für mich steht die Platzierung nicht unbedingt im Vordergrund. Ich möchte einfach ins Fighten kommen und alles, was möglich ist, herausholen und mir dann nicht vorwerfen müssen, dass mehr drinnen gewesen wäre. Für mich geht es rein ums Klettern, und dass ich die nicht ganz zufriedenstellende Saison mit einem positiven Gefühl beenden kann.“

 

Neben Schubert werden auch die amtierende Boulder-Staatsmeisterin Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck), Mattea Pötzi (ÖAV Villach) und Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) an den Start gehen. Die Kletter-Herren werden vom Boulder-Staatsmeister Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) und Georg Parma (NFÖ Eichgraben) vertreten.

 

Speed-Quartett auf Zeitenjagd

 

Für das vierköpfige rot-weiß-rote Team rund um die beiden Speed-Aushängeschilder Laura Stöckler (ÖAV Haag) und Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) geht es am kommenden Sonntag erneut um Spitzenzeiten. Der 20-jährige Tiroler konnte Ende September bei der ÖSTM seinen eigenen österreichischen Rekord unterbieten und schlug nach 5,81 Sekunden an. In einem packenden Finale wurde Plangger von Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck), der erstmals in einem Wettkampf eine 5er Zeit (5,97 Sekunden) erlaufen konnte, bis zum Schluss gefordert. Der dritte im Bunde, Lukas Knapp (NFÖ Salzburg), konnte seine persönliche Bestzeit auf 6,16 Sekunden verbessern und kratzte bereits an der magischen Marke. Gut möglich, dass der Salzburger die 6-Sekunden-Marke bei einem der letzten beiden Europacups knacken kann.

 

„Wir haben echt ein super Speed-Team und pushen uns gegenseitig. Im Training konnte ich schon eine 5er Zeit erlaufen, von daher bin ich zuversichtlich, wenn alles passt, dass das auch im Wettkampf möglich ist. Das ist jetzt mein primäres Ziel für die beiden letzten Wettkämpfe in diesem Jahr. Wenn ich meine Leistungen und die möglichen Zeiten konstant an die Wand bringe, kommen die Platzierungen automatisch“, erklärt Knapp und ergänzt: „Die beiden Europacups sind für mich nach der ÖSTM in der zweiten Jahreshälfte noch einmal eine wichtige Standortbestimmung, um zu sehen, wo ich stehe bzw. wo die Reise in den nächsten Monaten hingehen soll. Mit der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden.“ Neben dem Start in Laval wird Knapp als einziger KVÖ-Athlet zum Saisonabschluss noch den Speed-Europacup im russischen Tyumen Anfang November bestreiten, ehe ein letzter Technikblock vor der Pause folgen soll. Im Dezember wartet dann der erste zähe Kraftblock auf die heimischen Kletter-Asse.

 

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der 24-Jähre sehr zufrieden, denn die Formkurve zeigt kontinuierlich nach oben und die persönliche Bestzeit konnten regelmäßig nach unten geschraubt werden. Aber Knapp hat seine Ziele für das kommende Jahr schon definiert: „Mein primäres Ziel ist es, Zeiten zu laufen, mit denen ich sowohl im Weltcup als auch im Europacup in das 16ner Finale kommen kann – da ist dann immer vieles möglich. Mir ist bewusst, dass ich mich da auf 5,80 Sekunden einpendeln und meine persönliche Bestzeit um zwei bis drei Zehntel verbessern muss. Das ist noch ein Stück Arbeit, aber der Antrieb für das tägliche harte Training.“

 

KVÖ-Aufgebot für Laval
Lead: Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck), Mattea Pötzi (ÖAV Villach), Hannah Schubert (ÖAV Innsbruck), Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) bzw. Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck), Georg Parma (NFÖ Eichgraben)
Speed: Laura Stöckler (ÖAV Haag) bzw. Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck), Lukas Knapp (NFÖ Salzburg), Lawrence Bogeschdorfer (NFÖ Vöcklabruck)

 

Zeitplan
Freitag, 22. Oktober 2021
14:00–17:00 Uhr: Lead Qualifikation Männer
15:00–18:00 Uhr: Lead Qualifikation Frauen

 

Samstag, 23. Oktober 2021
09:30–12:00 Uhr: Lead Semifinale Männer und Frauen
20:00–22:00 Uhr: Lead Finale Männer und Frauen

 

Sonntag, 24. Oktober 2021
10:30–12:00 Uhr: Speed Qualifikation Männer und Frauen
15:00–16:00 Uhr: Speed Finale Männer und Frauen

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