Medaille knapp verpasst

Zum Abschluss der IFSC Climbing Youth World Championships wurde es in Dallas (USA) aus österreichischer Sicht im Kampf um die Medaillen noch einmal richtig spannend.

Julian Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag) zog nach einer beherzten Leistung in der Qualifikation und im Semifinale im Lead-Bewerb (U16) souverän in die Runde der besten 8 Athleten ein und belegte am Ende mit 41+ Griffen den starken 4. Platz. Der Sieg ging an den Franzosen Max Bertone, der sich über das einzige Top freuen konnte. Der Japaner Riku Ishihara (44+) folgte auf Platz 2. Der Tscheche Lukas Mokrolusky (44+) rundete als Dritter das Siegerpodest ab.

 

„Es war unglaublich cool. Die Bewerbe und die Routen waren megalässig und sind mir super entgegengekommen. Einfach ein super Erlebnis und es waren echt coole Erfahrungen. Mein Ziel war eine Medaille – schade, dass es so knapp nicht geklappt hat. Aber ein 4. Platz bei einer Weltmeisterschaft ist auch nicht so schlecht. Es war ein super Abschluss für mich. Jetzt gibt es erstmals eine kleine Pause, und dann werden wir schon wieder mit den Vorbereitungen auf die neue Saison starten“, bilanzierte Schrittwieser.

 

„Platz 4 am Ende ist ein würdiger Abschluss. Julian ist super geklettert. Die Entwicklung hat sich im letzten Jahr abgezeichnet. Er hat konsequent und sehr gut gearbeitet. Auch wenn er sich im ersten Moment über die verpasste Medaille etwas ärgert, muss man das bei einer WM erst einmal schaffen. Es war echt lässig im zuzuschauen“, so KVÖ-Coach Katharina Saurwein.

 

Unter Wert geschlagen

 

Im U20 Bewerb der Damen und Herren sollte die Zahl 26 eine entscheidende Rolle spielen. Sowohl Emilia Warenski (ÖAV Innsbruck) als auch Benjamin Haidacher (ÖAV Kufstein) wurden unter Wert geschlagen. Beide KVÖ-AthletInnen verabschiedeten sich in der Halbfinalroute bei Griff 26. Am Ende belegte Warenski Platz 23, Haidacher beendete den Wettkampf auf Rang 24.

 

„Für die beiden ist es in Dallas leider nicht so gelaufen und sie wurden unter Wert geschlagen. Wichtig ist, dass sie daraus lernen und es als Motivation für die nächsten Wochen und Monate sehen. Es ist entscheidend, dass man auf den Punkt seine Leistung abrufen kann“, erklärte Saurwein.

 

Gleiche Stelle, selbes Problem

 

Im U18-Bewerb der Herren wurde in der Semifinalroute eine Stelle zum Problem. 14 von 26 Athleten verabschiedeten sich bei Griff 22 aus der Route. So auch das rot-weiß-rote Duo Julian Wimmer (ÖAV Innsbruck) und Timo Uznik (SV St. Johann i.R.). Am Ende belegte Wimmer Platz 10, gefolgt von seinem Teamkollegen Uznik, der sich mit Rang 11 zufriedengeben musste. Pech hatte Raffael Gruber (ÖAV Innsbruck), der den Wettkampf aufgrund einer Angina kurzfristig verpasst hat.

 

„Julian und Timo sind sehr gut geklettert. In der Mitte der Route war ein extremer Zug, wo sehr viele Athleten aus der Route gefallen sind – das war von den Routenbauern nicht ganz glücklich gelöst. Es war einfach schade, dass sie im Halbfinale nicht zeigen konnten, was sie draufhaben. Sie sind gar nicht richtig ins Kämpfen gekommen. Sie hätten mit Sicherheit gerne mehr gezeigt“, berichtete der KVÖ-Coach.

 

Lena Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag) zeigte in der U18-Qualifikation erneut eine sehr starke Leistung und musste sich am Ende nach 25+ Griffen im Halbfinale mit Platz 18 zufriedengeben. Teamkollegin Annika Stöckl (ÖAV Salzburg) verpasste nach Platz 30 in der Qualifikation den Einzug in das Semifinale knapp.

 

Große Talentprobe

 

Sina Willy (ÖAV Imst-Oberland) und Sophia Avender (NFÖ Mürzzuschlag) gaben einmal mehr eine große Talentprobe im U16-Bewerb der Damen ab. Am Ende sollte es für Willy (10) und Avender (11) es für beide Athletinnen (34+) um einen Griff nicht für den Einzug ins Finale reichen.

 

„Sina und Sophia haben erneut eine starke Leistung gezeigt, das Finale wäre für sie in Dallas im Bereich des Möglichen gewesen. Aber man merkt schon jetzt, dass das Duo schon voller Motivation für den Winterblock sind. In den nächsten Wochen und Monaten soll ein wichtiger Schritt nach vorne passieren“, erklärte Saurwein.

 

Guter Sport, enttäuschende Organisation

 

„Von der Organisation hätten wir uns mehr erwartet. Es waren kaum Zuschauer, keine Musik und wenig Stimmung. Das ist sehr schade für die Athletinnen und Athleten, es ist ja doch das größte Event des Jahres. Das hätte man sicherlich besser lösen können, das haben andere Veranstalter in der Vergangenheit schon gezeigt“, resümierte Saurwein und ergänzte: „Es war eine Weltmeisterschaft mit einem extrem starken Teilnehmerfeld, das haben wir zu spüren bekommen. Es war definitiv ein anderes Level, als bei den Europacups. Für uns hat die WM nicht ganz optimal gestartet, es wäre im Bouldern sicherlich mehr drinnen gewesen, aber die Boulder haben uns nicht ganz in die Karten gespielt. Unterm Strich können wir, betrachtet man alle 3 Disziplinen aber sehr zufrieden sein. Für die Sportlerinnen und Sportler wichtige Erfahrungswerte, die sei auf ihrem Weg weiterbringen. “

 

 

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