Jakoba Rauter klettert bei ihrem ersten internationalen Boulder-Antreten in der Allgemeinen Klasse sensationell auf Rang vier. In einem hochkarätig besetzten Teilnehmerinnenfeld mit 79 Starterinnen mischt die junge Tirolerin von Beginn an vorne mit und verpasst das Podium nur knapp.
Rauter beeindruckt, Bergmann und Schrittwieser im Semifinale
Rauter präsentierte sich über den gesamten Bewerb in Topform. Nach Rang drei in der Qualifikation und einer überragenden Leistung im Semifinale, das sie als Beste abschloss, ging sie als Mitfavoritin ins Finale. Dort gelangen ihr zwei Tops, insgesamt sammelte sie 69,9 Punkte – am Ende fehlte nicht viel auf den großen Coup. Der Sieg ging an Lina Funa (SLO/84,0 Punkte) vor Isabella Bridgens (GBR/82,5) und Ayala Kerem (ISR/74,8). Auch die weiteren Österreicherinnen zeigten starke Leistungen: Staatsmeisterin Katharina Bergmann zog ebenso ins Semifinale ein und belegte Rang 15, Lena Schrittwieser wurde 20.
„Es war richtig cool, das ganze Erlebnis. Ich habe mich richtig fit gefühlt und hatte extrem viel Spaß. Dass ich bei so einem starken Starterfeld nach der Quali Dritte und nach dem Semi sogar Erste war, hätte ich nicht erwartet. Natürlich ist es bitter, weil ich wusste: Wenn ich den letzten Boulder löse, gewinne ich. Aber allein die Chance zu haben, das in der Hand zu haben, ist unglaublich. Ich bin stolz und gleichzeitig hungrig auf mehr“, resümierte Rauter.
Im Herrenbewerb verpasste Ilja Auersperg als 26. den Einzug ins Semifinale denkbar knapp. Moritz Goller belegte Rang 48, Julian Schrittwieser wurde 61., Paul Haider klassierte sich auf Platz 68.

