Rückblick auf eine intensive Wettkampfsaison

Allgemein

Die Wettkampfsaison 2021 ist beendet. Der Kletterverband Österreich blickt auf erfolgreiche Monate zurück, gleichzeitig werden die nächsten Schritte geplant.

Das Jahr 2021 stand im Zeichen der Olympischen Spiele. In Tokio feierte Klettern die Premiere beim größten Sportereignis der Welt. Jakob Schubert begeisterte mit seinem heroischen Fight zur Bronzemedaille ganz Österreich und sorgte auch für internationale Schlagzeilen.

 

Jessica Pilz lieferte in Tokio nach ihrem Verletzungspech eine großartige Leistung und verpasste eine Medaille nur um einen einzigen Griff.

 

„Die Olympischen Spiele waren für uns alle ein großes Highlight. Wir wussten nicht, welche Dimension die Spiele wirklich haben würden. Das wurde uns erst klar, als wir in Tokio angekommen sind“, so KVÖ-Nationalcoach Kilian Fischhuber. „Die Planungen waren jahrelang auf dieses eine Event ausgelegt. Dass Jakob und Jessy bei all dem Erwartungsdruck dann so stark performen, war schon beeindruckend.“

 

Mehrere WM-Medaillen

 

Nicht weniger beeindruckend waren die rot-weiß-roten Leistungen bei der Weltmeisterschaft in Moskau. Schubert kürte sich zum dritten Mal zum Lead-Weltmeister, Pilz zur Kombinations-Weltmeisterin. Speed-Ass Tobias Plangger überraschte die internationale Konkurrenz mit Platz 5.

 

Für einen Medaillenregen sorgte das Paraclimbing-Team in Moskau: Angelino Zeller (Klasse RP1) holte wie schon 2019 die Goldmedaille und verteidigte erfolgreich seinen Weltmeistertitel, Edith Scheinecker (B2) gewann die Silbermedaille, Katharina Ritt (RP3) komplettierte mit Bronze den Medaillensatz.

 

IFSC Austria Climbing Open ein voller Erfolg

 

Starke Leistungen gab es auch in Innsbruck-Tirol zu sehen. Bei den IFSC Austria Climbing Open im Juni kam es zur großen Olympia-Generalprobe, wurden doch Weltcup-Bewerbe in Lead, Bouldern und Paraclimbing sowie ein Speed-Europacup im Kletterzentrum Innsbruck ausgetragen.

 

Schubert sammelte mit seinem Sieg im Lead wichtiges Selbstvertrauen für Tokio, Nicolai Užnik boulderte erstmals in ein Weltcup-Finale und erreichte den starken vierten Platz.

 

„Die Premiere der IFSC Austria Climbing Open waren ein voller Erfolg. In schwierigen Zeiten haben wir bewiesen, dass Events mit den nötigen Maßnahmen möglich sind“, erinnert sich KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm. „Das Feedback war überwältigend, wir haben im Weltcup definitiv neue Maßstäbe gesetzt.“

 

Talente zeigen auf

 

Auch im Nachwuchsbereich tat sich 2021 einiges. Bei den Youth World Championships im russischen Voronezh holten die Talente von Austria Climbing gleich sechs Medaillen.
Lawrence Bogeschdorfer jubelte in der U20 über Gold (Kombination) und Bronze (Speed), Johannes Hofherr in der gleichen Altersklasse über Bronze (Kombination). In der U16 holte Sina Willy zweimal Bronze (Bouldern, Kombination), Timo Užnik einmal Bronze (Kombination).

 

„Die Bilanz kann sich absolut sehen lassen, wir sind mehr als zufrieden“, strahlt KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein. „Medaillen sind schön, im Nachwuchsbereich aber nicht alles. Es geht um die Entwicklung der Athletinnen und Athleten, da können wir positiv bilanzieren. Ich bin überzeugt: Bald sehen wir den einen oder die andere im Weltcup.“

 

Die Planungen für 2022 laufen

 

Gegen Ende des Jahres waren noch Trainingslager geplant, diese mussten jedoch aufgrund der COVID-Situation in Österreich abgesagt werden. Auch die KVÖ-Gala im Hotel Sailer in Innsbruck konnte nicht durchgeführt werden.

 

„Das ist sehr schade, weil wir nach den fordernden Monaten alle gerne unsere Athletinnen und Athleten sowie deren Leistungen gefeiert hätten“, so Heiko Wilhelm. „Aber die Gesundheit steht im Vordergrund.“

 

Während einige Athletinnen und Athleten im Dezember eine kurze Verschnaufpause einlegen, laufen die Planungen beim KVÖ bereits auf Hochtouren. 2022 stehen mit dem Heim-Weltcup und der FISU World University Championship gleich zwei Großevents in Innsbruck-Tirol im Kalender.

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