„Schlauer nach Hause kommen“

Während die meisten heimischen Kletter-Asse sich schon bei verschiedensten Fels-Projekten austoben, befindet sich ein rot-weiß-rotes Quartett in der Saisonverlängerung und bestreitet am kommenden Wochenende in Laval (FRA) einen speziellen Wettkampf.

Im Rahmen der „Internationale Climbing Series“, die nicht zum Weltcup zählt, versuchen sich Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck), Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen), Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) im neuen olympischen Format. Von 21. bis 24. Oktober werden in Frankreich die ersten Erfahrungen im neu geschaffenen Boulder&Lead-Bewerb gesammelt.

 

„Ich denke, ich bin gut vorbereitet, auch wenn die sehr lange Saison schon an den Kräften gezerrt hat. Ich bin zwar nicht mehr in der Top-Verfassung, in der ich heuer schon war, aber das Gefühl passt – ich kann sicherlich etwas reißen. Ich werde versuchen in beiden Teilbereichen mein bestes Klettern zu zeigen. Das Format ist neu und die Boulder werden schätzungsweise zwei bis drei Züge länger sein, erstmals gibt es auch 2 Zonen. Ich lasse das auf mich zu kommen. Mitrechnen werde ich definitiv nicht, ich schaue mir dann die Wertungen am Ende im Internet an“, schmunzelt Scherz, der für einen würdigen Abschluss seiner bislang besten Saison sorgen will. 

 

Die Vorfreude ist auch bei Teamkollegen Posch sehr groß. Der Boulder-Staatsmeister von 2021 hat in den letzten Wochen sein Training im Vorstieg intensiviert und sieht sich ebenfalls gut vorbereitet: „Mit den letzten Trainingstagen bin ich sehr zufrieden. Der Umstieg auf den Vorstieg war für mich heuer sehr hart – das hat sich logischerweise im ersten Moment auch auf die Boulder-Form geschlagen. Aber ich denke, ich habe eine sehr gute Basis für das nächste Jahr gelegt und kann somit auf einem höheren Niveau einsteigen. Durch das neue Format wird sich sicherlich die Herangehensweise verändern, ich bin schon gespannt – mache mir aber nicht zu viel Druck. Was am Ende rauskommet, kommt raus!“

 

In der letzten Wochen absolvierten die KVÖ-Athlet:innen im Kletterzentrum Innsbruck eine Simulation, wo das neue Format schon ausgiebig getestet wurde. Spannende Randnotiz: Olympia-Bronzemedaillengewinner Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck) unterstützte und hat seinen Freunden vor anspruchsvolle Boulder-Probleme gestellt, die ers selbst mitgeschraubt hat.

 

„Spezielle Herausforderung“

 

Neben Scherz und Posch werden auch Franziska Sterrer und Sandra Lettner den Bewerb in Frankreich in Angriff nehmen. „Ich habe einen umfangreichen Trainingsblock im Vorstieg absolviert, damit ich in diesem Bereich etwas aufhole. Ich habe mich bewusst für den Wettkampf entschieden. Ich wollte meine Erfahrungen machen und einmal sehen, wie ich mich in diesem Format fühle. Es wird sich weisen, ob der Weg, den ich eingeschlagen habe, dann auch der zielführende ist. Die neuen Boulder mit zwei Zonen sind nicht nur für uns Athleten eine Herausforderung, sondern vielmehr auch für die Routenbauer. Es wird jedenfalls spannend, wie komplex das am Ende wird. Ich will mir ein Bild machen, Informationen sammeln, meine mentale Stärke austesten und schlauer nach Hause kommen.  Es wird sicherlich eine spezielle Herausforderung.“

 

Die Salzburgerin Sandra Lettner hat in der finalen Vorbereitungsphase mit einem Infekt zu kämpfen, der sie etwas zurückgeworfen hat. Nun sind die Kräfte aber wieder zurück und der Fokus gilt dem Lead&Boulder-Bewerb in Laval. „Mit der Erkrankung war das nicht so einfach, aber jetzt fühle ich mich wieder ganz gut. Ich habe die ganzen Rahmenbedingungen nicht im Detail studiert, versuche einfach – wie immer – mein Bestes zu geben. Es ist für uns alle ein wichtiger Test unter Wettkampfbedingungen. Es sind leider nicht so viele Teilnehmer, da es sich mit dem Weltcup in Morioka überschneidet. Die Vorfreude ist schon sehr präsent und die Neugierde wächst!“

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