Spitzenplätze beim EC in Krakau

An diesem Wochenende waren sechs AthletInnen des Kletterverband Österreich beim Boulder Europacup in Krakau (POL) im Einsatz und nutzten den internationalen Wettkampf als Vorbereitung für die Österreichische Staatsmeisterschaft, die nächste Woche in Graz ausgetragen wird.

Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck) fand sehr gut in den Boulder-Europacup und schloss die Qualifikation auf Platz eins ab. Auch im Semifinale, für das sich 20 Athleten qualifizieren konnten, zeigte der Tiroler auf und zog als Zweiter souverän ins Finale ein. Dort holte Posch zwei Tops und zwei Zonen und platzierte sich nach einer starken Leistung hinter dem Franzosen Mathieu Ternant (2 Tops und 3 Zonen) auf Rang zwei. Rang drei ging an den Deutschen Max Prinz. KVÖ-Teamkollege Stephan Rest (ÖAV Kuchl) qualifizierte sich ebenfalls ohne Probleme für das Semifinale. Dort hatte der Salzburger mit den geschraubten Bouldern zu kämpfen und schloss den Wettkampf auf Platz 20 ab.

 

„Für mich war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf. Ich habe von Anfang an ein super Gefühl gehabt und bin nach Platz eins in der Qualifikation und Platz zwei im Semifinale mit großen Erwartungen ins Finale gegangen. Das Finale war richtig hart: Der erste Boulder ist praktisch aus der Wertung gefallen, da ihn niemand lösen konnte. Die Boulder drei und vier sind mir voll aufgegangen. Der Deutsche Max Prinz hat beide Probleme gelöst und geflasht. Ich wusste, wenn ich Zweiter werden will, muss ich da nachziehen. Ich bin überglücklich, dass mir das gelungen ist“, freute sich Posch über Platz zwei.

 

Pötzi holt sich viel Selbstvertrauen

 

Auch bei den Damen gab es Grund zur Freude. Mattea Pötzi (ÖAV Villach) kletterte auf einem sehr hohen Niveau und schloss den Bewerb mit einem Top und zwei Zonen im Finale auf dem ausgezeichneten fünften Rang ab. Der Sieg ging an die Deutsche Anna Lechner, die sich vor der Französin Fanny Gibert und der Italienerin Giulia Medici durchsetzen konnte.

 

„Der Tag heute war sehr anstrengend und lange. Am Ende habe ich schon ein wenig die Müdigkeit gespürt. Ich habe aber alles rausgeholt und bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Platz fünf gibt noch einmal richtig viel Selbstvertrauen für die bevorstehende Österreichische Meisterschaft. Jetzt heißt es gut regenerieren und dann möchte ich in Graz kommende Woche wieder voll angreifen“, bilanzierte Pötzi und zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

 

Für Eva-Maria Hammelmüller (ÖAV Haag) lief es hingegen nicht ganz nach Wunsch. Nach einer einwöchigen Boulder-Vorbereitung verpasste die Niederösterreicherin als Halbfinal-Siebente das angepeilte Finale haarscharf.

 

„Die Erwartungshaltung war in Krakau nicht ganz so groß, ich habe mich in den letzten Wochen aufs Lead-Training fokussiert. Trotzdem war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, dass es nicht für das Finale gereicht hat. Ich bin bei vielen Bouldern erst oben geflogen, das war dann schon etwas ärgerlich. Ganz zufrieden bin ich somit nicht, aber ich hoffe, dass ich jetzt wieder im ‚Boulder-Mode‘ bin und mit in Graz wieder in alter Stärke präsentieren kann“, zog die 21-Jährige ein gemischtes Resümee.

 

Starke Europacup-Premiere

 

Eine Bewährungsprobe gab einmal mehr Lena Schrittwieser (NFÖ Mürzzuschlag) ab. Im Halbfinale konnte sie einen Boulder lösen und holte vier Zonen. Am Ende platzierte sich Schrittwieser auf dem ausgezeichneten 13. Platz. „Ich bin ohne große Erwartungen in den Boulder-Europacup gegangen. Es war erst mein zweiter internationaler Wettkampf bei den Erwachsenen, der erste Europacup. In der Qualifikation ist es für mich super gelaufen. Nach zwei Flashs und vier Zonen konnte ich mich als Siebente souverän für das Halbfinale qualifizieren – das war richtig cool. Dort war ich dann schon ein wenig müde, und es ist nicht mehr ganz so gut gelaufen. Aber es war mega, dass ich überhaupt starten durfte und habe viele wertvolle Erfahrungen sammeln können. Ich bin sehr happy und mehr als zufrieden mit dem Wochenende“, freute sich Schrittwieser über eine gelungene Europacup-Premiere.

 

Ihre KVÖ-Teamkollegin Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) hatte in Krakau das Quäntchen Glück nicht auf ihrer Seite. Die Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Jugendspielen von Buenos Aires 2018 verpasste den Einzug ins Semifinale letztendlich nur um einen Platz.

 

Am kommenden Mittwoch und Donnerstag wartet auf die heimische Kletter-Elite mit der Österreichischen Boulder-Staatsmeisterschaft in Graz das nächste nationale Highlight.

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