Spitzenplatz für Scherz in Laval

Die Vorfreude auf den Abschlussbewerb einer intensiven Klettersaison war bei Stefan Scherz, Jan-Luca Posch, Franziska Sterrer und Sandra Lettner groß, nun ist die „International Climbing Series“ in Laval (FRA) auch schon wieder Geschichte.

Im neuen olympischen Format (Bouldern und Lead) sammelte das rot-weiß-rote Quartett wertvolle Erfahrungswerte.

 

Nach einer soliden Qualifikation im Bouldern und Lead und dem damit verbunden zweiten Platz zählte Stefan Scherz auch am Finaltag am Sonntag zu den großen Favoriten auf den Sieg. Nach einer unglücklichen Boulder-Runde musste der Niederösterreicher den abschließenden Lead-Bewerb als Siebenter in Angriff nehmen. Der 21-Jährige fasste sich ein Herz und arbeitete sich Platz für Platz nach vorne. Am Ende sollte es mit 106 Punkten noch der herausragende zweite Rang werden, knapp 10 Punkte – umgerechnet drei Griffe – fehlten auf den großen Coup. Der Sieg ging an den Schweizer Julien Clémence (116,1 Punkte). Platz 3 holte sich der Franzose Mickael Mawem (95,1 Punkte).

 

„Die Freude über Platz 2 ist richtig groß, zumal die Boulder-Runde überhaupt nicht auf mich zugeschnitten war. 3 von 4 Final-Boulder hatten nur etwas mit stützen und pressen zu tun – da war nicht viel mit klassischem Klettern. Meine Stärken konnte ich in der Runde leider nicht ausspielen. Das gehört aber dazu. Somit bin ich mit einem großen Rückstand in den Lead-Bewerb gegangen. Da konnte ich aber zeigen, dass es meine Hauptdisziplin ist – ich habe sehr viele Punkte aufgeholt. Fast hätte es noch für den Sieg gereicht. Am Ende war es eine wichtige Erfahrung und ein sehr gutes Ergebnis“, bilanzierte Scherz nach dem Bewerb in Frankreich.

 

Knieverletzung bei Jan-Luca Posch

 

Pech hatte Jan-Luca Posch. Der Boulder-Staatsmeister von 2021 verletzte sich beim ersten Final-Boulder am Knie und konnte den Wettkampf nicht beenden. „Nach dem ersten Boulder konnte Jani verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen. Das war sehr bitter. Wir werden am Montag nach Hause fliegen und es dann final abklären lassen. Es schaut aber sehr nach einer Knieverletzung aus. Wir hoffen das Beste“, berichtete KVÖ-Coach Fabian Leu.

 

Optimum herausgeholt

 

Auch bei den Damen gab es einen Spitzenplatz für das KVÖ-Team. Sandra Lettner, die in der Vorbereitung mit einem Infekt zu kämpfen hatte, holte am Ende mit 95,1 Punkten Platz 4. Die Top-3 waren in diesem Tag für die Salzburgerin allerdings außer Reichweite. Der Sieg ging an die Französin Hélène Janicot (178 Punkte), die sich vor ihrer Landsfrau Fanny Gibert (170 Punkte) durchsetzen konnte. Stasa Gejo (SRB) komplettierte als Dritte mit 161,1 Punkten das Siegerpodest.

 

„Der Wettkampf war sehr cool, aber auch ziemlich anstrengend. Am Ende einer langen Saison und mit der Erkrankung im Vorfeld war der Tank schon ziemlich leer. Ich habe das Optimum herausgeholt, auch wenn es am Ende der bittere 4. Platz geworden ist. Die ersten drei Athletinnen waren meilenweit entfernt und für mich nicht zu erreichen. Ich habe es wirklich sehr genossen und Spaß gehabt. Mit dem Ergebnis kann ich gut leben, auch wenn ich nicht zu 100 Prozent zufrieden bin. Aktuell ist mein Fitnesslevel nicht besser“, resümierte Lettner.

 

Teamkollegin Franziska Sterrer beendete den Wettkampf im olympischen Format auf Platz 7. 

 

„Bei den Mädls war das etwas durchwachsen. Sie haben einige kleine taktische und technische Fehler gemacht und bei den Boulder Punkte liegen gelassen. Nichtsdestotrotz war es eine gute Standortbestimmung, wo sich wertvolle Schlüsse daraus ziehen lassen. Die werden wir in die zukünftige Planung einfließen lassen“, so Leu.

 

 

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