Starker WM-Start mit mehreren Finaleinzügen

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Starker WM-Start aus rot-weiß-roter Sicht! In den Speed-Bewerben schafften es mit Tobias Plangger und Laura Stöckler zwei von vier AthletInnen ins Finale, das noch am heutigen Donnerstag steigt. Bei den Paraclimbern zogen alle vier KVÖ-AthletInnen ins Finale ein.

Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) hat sich sein großes Ziel erfüllt und steht im WM-Finale! In der Qualifikation belegte der 20-Jährige den 15. Platz und schaffte es so ins Finale der besten 16. Im ersten von zwei Quali-Runs zeigte der Tiroler mit 6,06 Sekunden auf. „Das war ein gelungener Auftakt, ich wusste, ich kann im zweiten Durchgang attackieren.“ Gesagt, getan. Plangger verbesserte seine Zeit auf 5,94 Sekunden, ehe das große Zittern losging.

 

Denn einige Athleten hatten noch die Chance, ihre Zeiten zu verbessern und den Heeressportler aus den Top-16 zu verdrängen. „Die letzten Minuten waren brutal, zusehen ist schlimmer als selbst klettern“, so Plangger. Nach dem letzten Athleten stand fest: Der österreichische Speed-Rekordhalter steht im WM-Finale. Dort kommt es zum Duell Mann gegen Mann, in der ersten Runde gegen Lokalmatador Dimitrii Timofeev (RUS). Plangger: „Das große Ziel ist erreicht! Ich bin als 15. der Quali in jedem Duell Außenseiter, habe nichts zu verlieren. Das kann auch ein Vorteil sein, ich will es genießen und befreit angreifen.“

 

Teaminterner Hundertstelkrimi

 

Bei den Damen kam es zu einem rot-weiß-roten Hundertstelkrimi um den letzten Finalplatz. Der 16. Rang, der für die K.o.-Phase reicht, ging schließlich an Laura Stöckler (ÖAV Haag), die mit 8,32 Sekunden haarscharf vor ihrer Teamkollegin Alexandra Elmer (8,33 Sekunden) blieb.

 

„Ich bin überglücklich, es ins Finale geschafft zu haben. Am Ende war es ein großes Zittern, weil noch gute Athletinnen dran waren. Es ist richtig schade, dass es bei Alex so knapp war. Ich hatte heute das Quäntchen Glück auf meiner Seite und freue mich, dass ich am Abend noch einmal die Chance bekomme, zu klettern“, freute sich Stöckler.

 

In der ersten Runde trifft die seit kurzem 22-jährige Niederösterreicherin auf Weltrekordhalterin Aleksandra Miroslaw aus Polen, die die Quali mit einer Zeit von 6,99 Sekunden gewinnen konnte. „Favoritin bin ich sicher nicht“, lächelt Stöckler. „Aber es kann immer alles passieren, Fehler kommen vor. Mein Ziel habe ich erreicht, jetzt will ich es genießen.“

 

Genießen wollte auch Alexandra Elmer (ÖAV Tauernkraxxla) ihre letzte WM. Am Ende belegte sie den undankbaren 17. Platz. „Den Wettkampf an sich konnte ich genießen, auch wenn ich mit der Zeit nicht ganz zufrieden war. Am Ende haben wir mitgezählt, ich habe schon gehofft, dass es reicht – und dann so knapp nicht. Die Enttäuschung ist groß, ich wollte noch einmal ins WM-Finale“, zeigte sich Elmer niedergeschlagen. „Aber ich freue mich für Laura und Tobi und werde sie im Finale anfeuern.“

 

Jessica Pilz (ÖAV Haag) bestritt aufgrund der Kombinations-Wertung ebenfalls die Speed-Quali und belegte mit 9,81 Sekunden Platz 24. Die Speed-Finals starten am heutigen Donnerstag um 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ) und sind live auf ORF Sport+ zu sehen.

 

Vier von vier im Finale

 

Im Paraclimbing schafften alle vier KVÖ-AthletInnen den Einzug in die Finals. Bereits am Mittwoch zeigten Titelverteidiger Angelino Zeller (NFÖ Graz) und Edith Scheinecker (NFÖ Graz) starke Leistungen. Am Donnerstag folgten ihnen Katharina Ritt (NFÖ Graz) und Jasmin Plank ÖAV Hall).

 

Zeller zog in der Klasse RP1 als Quali-Erster (ex aeqo mit Korbinian Franck aus Deutschland) in das Finale der besten Vier ein. „Ich habe mich gleich wohl gefühlt, obwohl die Quali-Wand nicht unbedingt steil war. Je steiler es wird, desto besser für mich – und im Finale ist die Wand steil“, lieferte der Steirer gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz. Scheinecker holte in der Klasse B2 den zweiten Platz in der Quali und ist bereit für ihre nächste WM-Medaille nach Bronze in Briancon 2019.

 

Am heutigen Donnerstag schafften auch Katharina Ritt (RP3) und Jasmin Plank (RP2) jeweils als Quali-Vierte den Finaleinzug. „Alle vier im Finale, darauf sind wir mächtig stolz“, jubelte Coach Marco Lamprecht. „Im Finale ist alles möglich, aber ich glaube schon, dass wir mehrere gute Medaillenchancen haben.“ Die Paraclimbing-Finals starten am Freitag ab 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ).

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