Um einen Griff am Semifinale vorbei

Frühes Aus für Jakob Schubert beim Weltcup-Auftakt in Meiringen (SUI). Der Tiroler belegt am Freitag in der Qualifikation für den ersten Boulder-Weltcup seit fast zwei Jahren den 23. Platz im 100-köpfigen Starterfeld.

Jakob Schubert lässt sich davon 98 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio nicht aus der Ruhe bringen. „Die Bewerbe, in denen es nicht perfekt läuft, sind die wichtigsten, wenn man besser werden will.

 

Der Tiroler hatte ein Problem mit dem Problem. Also eigentlich mit der Lösung des selbigen. Und das gleich beim allerersten Boulder in Meiringen. „Die Platte war sehr schwierig. Ich konnte zwar den Bonus flashen, aber zum Top habe ich nicht wirklich ein Licht gesehen.

 

Sprung zum zweiten Boulder – und dort war es der Startsprung, der den 30-jährigen Tiroler vor einige Herausforderungen stellte. Koordinativ und mental. „Ich wusste, dass ich den unbedingt klettern muss, und wenn es dann nicht gleich funktioniert, wird es sehr, sehr anspruchsvoll. Aber ich hatte es selbst in der Hand.“ Im achten Versuch knackte der dreifache Weltmeister das Top – einer zu viel für den Einzug ins samstägige Semifinale der Top-20.

 

Wertvolle Erkenntnisse 

 

„Bitter! Vor allem weil mir die Boulder richtig getaugt haben und ich auch weiß, dass ich die klettern kann. Aber im Weltcup zählen auch die kleinen Dinge, bei diesem Starterfeld ist knapp dran einfach zu wenig“, ärgerte sich der Olympia-Fixstarter, der aber neben einem Flash auf dem schwierigen Vierer-Boulder („Da habe ich gesehen, dass meine Stärken nach wie vor da sind!“) weitere wertvolle Erkenntnisse aus dem Berner Oberland mitnehmen kann.

 

„Die Qualifikationsrunde war extrem lässig geschraubt, es war mega-cool wieder da oben zu stehen und mich mit den besten Kletterern der Welt zu messen. Und das lässt sich nicht nur am Resultat ablesen, das nur die Tops und Bonusse zeigt. Man tauscht sich aus, wärmt gemeinsam mit den anderen Stars auf, da kriegt man schon auch ein Gefühl, wo man steht“, lässt sich Schubert vom frühen Aus beim Weltcup-Auftakt nicht verunsichern. „2019 war ich in Meiringen 47. und bin dann im Weltcup einmal Dritter, einmal Erster und Vize-Weltmeister geworden, hatte meine beste Boulder-Saison.“

 

Am Samstag wird Schubert aus dem Publikumsbereich einerseits Teamkollege Nicolai Uznik unterstützen und andererseits die Olympia-Konkurrenten ganz genau beobachten. Sich in die Zuschauerrolle zu begeben fällt dem KVÖ-Aushängeschild nach wie vor nicht leicht. „Ich bin ein Vollblut-Kletterer, und wenn ich dann Boulder sehe, die ich unbedingt klettern möchte, ist es schwierig für mich sitzen zu bleiben.“

 

Die nächste Chance auf Weltcup-Ebene gibt es ab 21. Mai 2021 in Salt Lake City (USA), wo an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden gebouldert wird.

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