Umstrittene Jury-Entscheidung: Auf Ärger folgt Fairplay!

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Umstrittene Jury-Entscheidungen bei der Austria Climbing Summer Series - Florian Klingler und Nicolai Uznik blicken nach Ärger und Enttäuschung voraus.

„Einspruch“, hallte es aus dem Backstage-Bereich hinter der WM-Boulderwand von 2018 hinüber zum Jury-Tisch. Jakob Schuber verstand im ersten Augenblick die Welt nicht mehr, reklamierte am vierten Halbfinal-Boulder die Zone für sich und also auch jene Punkte, die den Final-Einzug bedeutet hätten.

 

Aber so musste der dreifache Weltmeister rund 20 Minuten um seinen Final-Einzug beim ersten Stopp der Austria Climbing Summer Tour zittern. Wie Nicolai Uznik, der gegen die vom Referee verwehrte Zone beim letzten Boulder ebenfalls Einspruch einlegte.

 

Am Ende gab die Jury dem Einspruch von Schubert statt, womit sich dieser im Halbfinale vom siebenten auf den zweiten Platz verbesserte. Bei seinem Kärntner Teamkollegen blieb es beim Ergebnis. Schubert: „Klar bin ich froh, dass ich im Finale dabei bin, aber gleichzeitig tut es mir richtig leid für Flo und Nico, die es sich auch verdient gehabt hätten, in der Entscheidung noch einmal zu klettern.“

 

Klingler blickt nach vorne

 

Ersterer, nämlich Florian Klingler, nahm es gefasst, dass er in der Overtime noch aus den Final-Rängen fiel. „Ich habe mir die Situation von Jakob im Video angeschaut. Sobald es zur Jury geht, sind es immer schwierige Entscheidungen. Diesmal ist sie gegen mich ausgefallen, schade, weil ich wäre gerne noch einmal geklettert. Aber ich werde Jakob sicher im Finale anfeuern.“

 

Und so gab es auch ein Shakehands zwischen den beiden Freunden und Teamkollegen, danach war der erste Wettkampf der Austria Climbing Summer Series für Florian Klingler fast schon abgeschlossen, drehten sich die Gedanken bereits um den zweiten Boulder-Event nächste Woche.

 

„Es ist schön, dass es wieder losgegangen ist, die Stimmung war auch ohne Zuschauer super. Ich weiß jetzt, wie das hier abläuft und werde versuchen, dass ich es bei der zweiten Station besser mache.“

 

Enttäuschung bei Uznik

 

Bei Nicolai Uznik dauerte es eine gefühlte Ewigkeit länger, bis der Ärger über die strittige Jury-Entscheidung verflogen war.

 

„Ich wusste, dass es zwischen Jakob, Flo und mir sehr eng wird im Kampf um den Finaleinzug, deshalb habe ich beim vierten Boulder ganz bewusst darauf geachtet, dass ich mir den Bonus hole. Wenn man dann mit einem zumindest fragwürdigen Schiesdrichterurteil aus dem Finale rausgekickt wird, bleibt schon ein fader Beigeschmack“, ärgerte sich Uznik.

Aber auch die zweite heimische Boulder-Nachwuchshoffnung nahm viel Positives mit aus dem ersten Wettkampf. „Es waren einige gute Aktionen dabei, ich weiß jetzt, wo ich stehe und freue mich darauf, nächste Woche gleich wieder angreifen zu können.“

 

 

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