Unverhofft kommt oft

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Seit Mittwoch-Abend ist Laura Stöckler (ÖAV Haag) Österreichs Speed-Rekordhalterin.

„Das hört sich immer noch surreal an“, kann die 21-jährige Niederösterreicherin ihr Glück nach wie vor nicht fassen. 7,803 Sekunden benötigte sie im Finale, das sie gegen die russische Weltrekordhalterin Iuliia Kaplina verlor, für die 15 Meter hohe Wand.

 

„An einem Abend zwei solche Meilensteine, in meiner doch noch sehr kurzen Speed-Karriere zu erreichen, sind einfach unglaublich“, strahlt Stöckler auch am Tag danach bis über beide Ohren.
Bis vor kurzem hatte die frischgebackene Speed-Rekordhalterin noch andere Pläne: Alle drei Einzeldisziplinen standen bis 2020 am Trainingsprogramm. Kein Wunder, galt Stöckler spätestens seit ihrem Jugend-Weltmeistertitel 2017 im Combined als Allrounderin.

 

Stöckler, Pilz, Hammelmüller

 

Doch im Training wurde ihr Potenzial im Speed immer mehr ersichtlich. „Nach Absprache mit dem Trainerteam habe ich mich dann entschieden, den Fokus auf eine Disziplin zu legen.“
Schnell konnte sie ihre persönlichen Bestzeiten verbessern. Nun folgte erstmals im Wettkampf eine Zeit unter 8 Sekunden – und als Sahnehäubchen der rot-weiß-rote Landesrekord.

 

Aufgewachsen ist Stöckler in Haag, wo sie mit Jessica Pilz und Eva-Maria Hammelmüller die ersten Gehversuche am Kletterturm absolvierte. Schnell zeigte sich, dass alle drei großes Talent haben. Mittlerweile haben alle drei ihren Lebensmittelpunkt nach Innsbruck verlegt.

 

„In Sachen Trainingsmöglichkeiten und Infrastruktur gibt es keinen besseren Standort“, sagt Stöckler. „Ich würde sogar sagen, dass es weltweit kein besseres Trainingszentrum gibt.“
Vor und nach den Trainings heißt es für die 21-Jährige aber lernen. Denn Stöckler studiert an der Universität Innsbruck auf Lehramt, will eines Tages Lehrerin werden: „Das geht sich ganz gut aus, weil ich im Studium auch viele sportliche Aktivitäten habe. Eine perfekte Ergänzung zum Klettertraining.“

 

Heimbewerb als nächstes Highlight

 

Deshalb ist die Freude groß, dass 2022 in Innsbruck die FISU World University Championship Sport Climbing stattfinden wird: „Es wird sicher ein richtiges Kletter-Fest! Dafür gibt es keinen besseren Ort als Innsbruck, und als Studierende will ich natürlich antreten und um die Medaillen mitkämpfen.“

 

Zuvor heißt es aber wieder: Training, Training, Training. Und am Wochenende schon wieder: Wettkampf. Denn in Gaflenz steht der nächste Speed-Europacup an. Für Stöckler der nächste Heimbewerb, denn Gaflenz liegt lediglich 30 Autominuten von Haag entfernt.

 

„Nach den guten Leistungen in Innsbruck will ich dort wieder zeigen, was ich kann. Denn bis an die internationale Spitze ist es schon noch ein Stückchen. Ich weiß aber, dass ich mich noch verbessern kann.“

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