Zurück im Wettkampfmodus: Jakob Schubert will WM-Edelmetall

Jakob Schubert is back! Sechs Wochen nach dem Gewinn der olympischen Bronzemedaille klettert der Tiroler bei der Weltmeisterschaft in Moskau (15. bis 21. September 2021) wieder um Edelmetall.

Nach einer kurzen Auszeit sind die Akkus voll, die Motivation ist zurück. Wiewohl der 30-jährige Ausnahmekletterer vor seinem letzten Wettkampf in dieser Saison sagt: „Ich bin noch nie so entspannt zu einer WM geflogen!“

 

Den Schalter noch einmal umlegen, also zurück in den Wettkampfmodus, fällt Jakob Schubert nicht schwer. „Das normale Leben hat mich wieder“, lacht der Innsbrucker, der nach seinem Medaillen-Erfolg in Tokio – Olympia-Bronze in der Kombination – die Tage danach richtig genießen konnte. Begonnen beim Empfang am Flughafen über die Ehrung bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen bis hin zur Feier mit Familie und Freunden.

 

Und es blieb auch Zeit, mit sich an den gestiegenen Bekanntheitsgrad zu gewöhnen. „Ich werde nach den Olympischen Spielen noch ein bisschen mehr wahrgenommen, muss mehr Bilder machen und Autogramme schreiben.“ Zwei kurze Abstecher an den Gardasee mit Freundin Carmen haben gereicht, um die Akkus wieder zu laden. „Wir haben nur gechillt und ich bin fast nicht geklettert“, verrät Schubert, der vor rund zwei Wochen in die intensive WM-Vorbereitung eingestiegen ist.

 

Und schnell wieder die Motivation gefunden hat, auch wenn es diesmal eine gänzlich andere Weltmeisterschaft ist. „Heuer war ganz klar das Riesenziel Olympia, das ist ewig lange im Kopf herumgespukt. Normalerweise ist eine WM das Mega-Event des Jahres, das ist diesmal anders. Ich bin sicher noch nie so entspannt zu einer Weltmeisterschaft gefahren“, ist die Vorfreude aber dennoch riesengroß.

 

Medaillenfavorit in Lead und Bouldern

 

Schubert wird in Moskau in den Disziplinen Bouldern und Lead an den Start gehen – und zählt wieder zu den Medaillenfavoriten. Vor allem im Vorstieg wird der Weg zu Edelmetall über den Heeressportler führen, der die Olympia-Form mitnehmen konnte. „Wenn ich an den Start gehe, mache ich keine halben Sachen. Ziel ist es, wieder Weltmeister zu werden.“

 

Dass einige große Namen wie Adam Ondra (CZE), Alex Megos (GER) oder Olympiasieger Alberto Ginéz Lopez (ESP) auf der WM-Startliste fehlen, ist für den dreifachen Weltmeister nachvollziehbar. „Schade, dass bei der WM nicht die Allerbesten klettern, aber ich verstehe es auch. Es ist sicher nicht optimal, dass wir zwei so große Events so kurz hintereinander haben.“

 

Das ist aber nicht der Grund, warum Schubert in Moskau die Kombination auslässt. „Wenn die Veranstalter das Format nicht ernstnehmen und nur eine halbe Sache daraus machen, ohne Bedeutung oder Preisgeld, habe ich erst recht keine Lust darauf“, ist das Thema Kombination, das bei der Heim-WM in Innsbruck mit Gold begonnen hat, für Schubert mit Tokio abgeschlossen.

 

Nicht abgeschlossen sind dagegen die Planungen für den Kletter-Herbst, der einige Felskletter-Trips bringen wird. Anfang Oktober geht es für ein Monat nach Mallorca. „Ich bin am Tüfteln und Planen, suche Spots und schaue viele Videos – das wird was richtig Großes“, wird sich Schubert erstmals am Deep Water Solo, also dem Klettern über dem Wasser versuchen.

 

 

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