Auftakt mit Rekord bei der World Climbing Series Innsbruck

298 Teilnehmer:innen im Para Climbing sorgten für eine neue Weltcup-Bestmarke und für reges Treiben in der Freiluft-Arena am Areal des Kletterzentrums Innsbruck.

Österreichs Athlet:innen konnten einmal mehr überzeugen und kämpfen am Dienstag um die Podestplätze.

 

111 Damen und 187 Herren aus 31 Nationen nahmen die Para-Climbing-Qualifikation am Montag in Angriff. Damit übertrumpft der diesjährige Para-Climbing-Weltcup den Teilnehmer:innen-Rekord aus dem Vorjahr (233) deutlich. Acht Stunden lang wurde am ersten von sieben Wettkampftagen geklettert.

 

In der Klasse AL1 spielte Angelino Zeller einmal mehr seine Klasse aus. Der 29-jährige Steirer, der seit Juni 2021 sämtliche Bewerbe für sich entscheiden konnte, war auch diesmal die Nummer eins in seiner Klasse. „Es war richtig viel los, eine coole Stimmung. Da steigt die Vorfreude auf das Finale gleich noch einmal“, so Zeller, der sich mit seiner Leistung zufrieden zeigt: „Ich fühle mich fit und bin sehr happy mit der Leistung.“ Markus Pösendorfer schaffte als Quali-Zweiter ebenfalls den Finaleinzug.

 

Eine Klasse für sich war Jasmin Plank (RP2). Die 37-jährige Tirolerin kletterte auf beiden Quali-Routen mehr als 20 Griffe weiter als der Rest des Feldes. „Ich bin nervenstark geblieben, das Publikum hat mir dann noch den letzten Push gegeben. Dieses Mal bin ich wirklich an mein Limit gekommen – und genau das ist das Schönste: Wenn man bis zur letzten Kraft klettern kann und nicht irgendwo hinausfliegt.“

 

Für einen gelungenen Auftakt sorgte die Kärntner Para Climberin Lilli Marie Laschitz bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz. Die 16-Jährige erreichte in der Kategorie B1 mit Rang zwei in der Qualifikation auf Anhieb das Finale und setzte dabei mit dem einzigen Top auf der zweiten Route ein Ausrufezeichen.

 

„Dass ich gleich bei meinem ersten Weltcup ins Finale komme, hätte ich wirklich nicht erwartet. Vor allem vor der ersten Route war ich sehr nervös. Jetzt bin ich einfach glücklich, dass ich im Finale bin“, freute sich Laschitz nach ihrem starken Debüt. „Mein realistisches Ziel wäre im Finale ein Platz am Podest, aber ich weiß auch, dass die Finalrouten noch einmal deutlich schwieriger werden. Deshalb heißt es jetzt einfach: alles geben!”, sagte die Blindensportlerin. Unterstützt wurde sie von Trainerin Annika Behlen, die die junge Kärntnerin mit ihren Kommandos sicher durch die Qualifikation führte.

 

In der Klasse B2 der Damen waren gleich zwei Österreicherinnen vorne dabei: Linda Le Bon und Edith Scheinecker belegten die Plätze zwei und drei und zogen ins Finale ein. „Nach dem enttäuschenden Ergebnis in Salt Lake City hatte ich kurz Zweifel, aber heute habe ich bewiesen, dass ich es noch kann“, atmete Le Bon durch. „Das Ziel für das Finale ist ein Podestplatz.“

 

In der Klasse RP2 gelang Daniel Wiener mit Rang sechs der Finaleinzug. Daniel Teufl belegte bei seinem Weltcup-Debüt Rang 16. Michael Schlegl (RP1) landete auf Position 18.

 

Die Finalentscheidungen folgen am Dienstag ab 16 Uhr und sind live auf ORF Sport+ zu sehen.

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