Schon in der Qualifikation zeigte das österreichische Damen-Trio groß auf. Deubler als Zweite, Sarah Feichtenschlager als Dritte und Ines Schwaiger als Siebente erreichten souverän das Semifinale. Dort schlossen sie nahtlos an die starken Leistungen an und sicherten sich auf den Rängen drei (Deubler), vier (Schwaiger) und fünf (Feichtenschlager) den Finaleinzug.
Im Finale der Top-8 schlug dann Deublers große Stunde. Die 18-jährige Oberösterreicherin, die als frischgebackene Junioren-Weltmeisterin in die Slowakei gereist war, scheiterte erst beim Top-Zug und sicherte sich mit 50+ den Sieg vor der Deutschen Annika Müller (48+). Feichtenschlager (40+) als Fünfte und Schwaiger (40) als Siebente durften ebenfalls über ihre besten Ergebnisse bei den Erwachsenen jubeln.
„In der Quali und im Semifinale habe ich mich eigentlich nicht gut gefühlt, es war etwas komisch. Nach dem Semi habe ich die Pause gut genützt, danach habe ich mich viel besser gefühlt. Im Finale bin ich gut geklettert, mit der Leistung kann ich sehr zufrieden sein – und happy mit dem ersten Platz sowieso. Gerechnet habe ich damit nicht, es ist ein bisschen crazy. Ich konnte wieder viel lernen und mitnehmen“, freute sich Deubler.
Bei den Herren erreichte Felix Mader im Vorstieg trotz gesundheitlicher Probleme das Semifinale und belegte am Ende Rang zehn. Lukas Sager wurde 46., Paul Ökher 58.
„Das Wochenende verlief sehr erfolgreich und erfreulich. Alle drei Damen waren geschlossen stark und haben gezeigt, was sie draufhaben. Mit dem Sieg ist es umso schöner, Anika hat eine reife Leistung gezeigt. Sie klettert frech, mit Risiko und trifft gute Entscheidungen. Sarah und Ines können ebenfalls sehr zufrieden sein, für sie war es eine wichtige Erfahrung im Finale dabei zu sein. Bei den Herren war Felix gesundheitlich angeschlagen, er hat das Beste rausgeholt – mehr war diesmal nicht drin“, bilanzierte KVÖ-Nationalcoach Fabian Leu.
Im Speed-Bewerb erreichten Johanna Nagl und Lukas Windischer jeweils das Viertelfinale. Nagl musste sich dort der späteren Dritten Magdalena Blachnicka (POL) um 14 Hundertstel geschlagen geben, Windischer scheiterte gegen Marcin Dzienski (POL). Alexander Bergmann (23.), Maximilian Wagner (35.) und Elias Unterberger (36.) verpassten den Finaleinzug.
Der nächste Europacup findet am 21./22. August im Schweizer Ostermundingen statt, ausgetragen wird ein Lead-Bewerb.

