Erfolgreiche Speed-Premieren in Krakau

Allgemein

Österreichs Speed-Asse zeigen bei der World Climbing Series Krakau 2026 weiterhin auf. Johanna Nagl und Kevin Amon konnten im neuen Vier-Bahnen-Format jeweils das Einzelfinale erreichen und zogen auch gemeinsam in der Mixed-Staffel ins Finale ein.

In Krakau wird erstmals im Weltcup das Vier-Lane-Speedformat geklettert. Dabei treten jeweils vier Athlet:innen, statt wie bislang zwei, gegeneinander an. In der Qualifikation gab es vier statt zwei Versuche, die schnellste Zeit zählte, die Top-32 (statt 16) bei Damen und Herren schafften es ins Finale. In der K.o.-Runde traten erneut vier Athlet:innen gegeneinander an, die jeweils zwei Besten kamen eine Runde weiter.

 

Johanna Nagl sicherte sich am Freitag erstmals in ihrer Karriere den Finaleinzug. Dort konnte sie mit 7,32 Sekunden erneut eine persönliche Bestzeit aufstellen, belegte in ihrem Heat dennoch Rang vier. Emma Hunt (USA/6,07 Sekunden), Yuju Mou (CHN/6,68) und Capucine Viglione (FRA/6,70) waren schneller, Nagl wurde am Ende 31. „Ich genieße es sehr, so viele Wettkampfläufe in kurzer Zeit hat man sonst nie. Der Finaleinzug war überraschend, ich habe mich sehr darüber gefreut. Jetzt heißt es fleißig weiterarbeiten“, freute sich die 18-Jährige.

 

Kevin Amon belegte in seinem Vierer-Achtelfinale mit 5,38 Sekunden Rang drei und verpasste den Aufstieg. Der Chinese Yicheng Zhao (4,90 Sekunden) und der Italiener Matteo Zurloni (5,17 Sekunden) waren schneller, der Kasache Damir Toktarov schied aus. „Es ist nicht ganz aufgegangen, aber ich bin nicht weit weg. Der Weg stimmt auf jeden Fall“, so der 21-jährige Niederösterreicher, der in der Endabrechnung Rang 32 belegte.

 

In der Mixed-Staffel zogen Nagl/Amon ebenfalls ins Finale ein. Dort zeigten sie im Achtelfinale mit 12,49 Sekunden eine starke Leistung, unterlagen jedoch Indonesien 1 (Raharjati Nursamsa/Rajiah Sallsabillah – 11,82 Sekunden). Österreich 1 beendete die Weltcup-Premiere in der Mixed-Staffel auf Platz 13.

 

„Im Mixed kann so viel passieren – noch mehr als im Speed ohnehin. Dass es uns zweimal gut gelungen ist, freut uns sehr. Im Speed jetzt auch das Teamgefühl zu haben, ist super“, sagte Nagl. Amon stimmte zu: „Wir wussten, dass wir gemeinsam eine Chance auf das Finale haben. Johanna hat ihre Sache sehr gut gemacht.“

 

„Johanna hat auf ihrem persönlichen Top-Level performt. Es ist schön zu sehen, wie sie sich steigert. Zur Weltspitze fehlt noch etwas, aber wir sind auf einem guten Weg. Kevin wäre eigentlich näher dran, konnte aber nicht ganz an seine Bestleistungen anknüpfen – diese braucht es aber im Weltcup, sonst wird es schwierig. Generell ist es für beide ein sehr intensives Wochenende“, so KVÖ-Chefcoach Fabian Ebenhoch.

 

Am Sonntag stehen in Krakau noch die Teambewerbe bei Damen und Herren auf dem Programm.

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