"Happy" über dritten Finaleinzug in Serie

Jessica Pilz hat bei der World Climbing Series in Chamonix (FRA) im Vorstieg mit Rang sechs ihren dritten Finaleinzug in Folge gefeiert.

Für Teamkollegin Mattea Pötzi gab es mit Platz 15 das beste Ergebnis der laufenden Saison. Der sechsfache Weltmeister Jakob Schubert hingegen verpasste trotz souveräner Qualifikation den Finaleinzug denkbar knapp und musste seine beeindruckende Final-Serie im Vorstieg beenden.

 

Jessica Pilz zog als Fünfte des Semifinales souverän ins Finale am Sonntagabend ein und belegte dort mit 44+ Griffen den sechsten Rang. „Bis zur Ausstiegsplatte habe ich mich richtig gut gefühlt. Im Übergang vom steilen Teil in die Ausstiegsplatte habe ich dann leider einen Tritt übersehen, den ich auch bei der Besichtigung nicht gesehen habe – ein schwarzer Tritt auf einem schwarzen Volumen. Dadurch ist mir die Stelle sehr schwer gefallen und ich habe dort leider zu viel Kraft liegen lassen. Mit dem dritten Finale in Folge bin ich aber schon sehr happy. Ich habe es nur leider in keinem Finale geschafft, einen richtig guten Fight rauszuhauen – das ärgert mich ein bisschen“, bilanzierte Pilz.

 

Auch Mattea Pötzi durfte sich über ein Erfolgserlebnis freuen. Mit Rang 15 erreichte die Kärntnerin ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis in der laufenden Saison. „Ich bin prinzipiell schon zufrieden, das ist jetzt mein bestes Saisonergebnis. Ich glaube, ich bin im Semifinale bis zur Ausstiegsplatte eigentlich ganz gut geklettert und habe dort dann einen kleinen Fehler gemacht. Gleichzeitig ist es aber motivierend zu sehen, dass das Finale wirklich in Reichweite ist. Jetzt freue ich mich auf ein bisschen Zeit am Felsen, etwas Abstand und dann kommt die Motivation zurück, um für die zweite Saisonhälfte wieder voll anzugreifen“, erklärte Pötzi.

 

Den Sieg sicherte sich die US-Amerikanerin Annie Sanders mit 52+ Griffen vor Aleksandra Totkova aus Bulgarien (48) und der nach dem Semifinale führenden Südkoreanerin Chaehyun Seo (47+).

 

Final-Serie gerissen – große Enttäuschung bei Schubert

 

Mit zwei Tops in der Qualifikation hatte Jakob Schubert am Samstagvormittag eindrucksvoll seine Ambitionen unterstrichen. Als Qualifikationserster kehrte der sechsfache Weltmeister an einen seiner Lieblings-Weltcuporte, an dem er aber seit 2019 keine Wettkämpfe mehr bestritten hatte, zurück – in Chamonix hatte er in der Vergangenheit bereits einen Sieg sowie zwei zweite und zwei dritte Plätze gefeiert.

 

Im Semifinale fand der Tiroler allerdings nur schwer in die Route. Bei hochsommerlichen Temperaturen kämpfte er sich zwar immer besser in die Route hinein, musste sich am Ende jedoch mit 34+ Griffen und Rang neun zufriedengeben. Auf den achten und letzten Finalplatz fehlte lediglich ein Griff. „Natürlich ist das eine sehr große Enttäuschung. Ich hatte eine Final-Serie im Vorstieg (Anm.: 11 Weltcups in Serie) laufen, auf die ich wirklich stolz bin, und gerade bei einem Bewerb, bei dem ich mich eigentlich richtig gut gefühlt habe, tut dieses Ausscheiden auf Rang neun schon sehr weh“, erklärte der 35-Jährige.

 

Der zweifache Olympia-Bronzemedaillengewinner machte vor allem den schwierigen Einstieg in die Route und die Bedingungen als entscheidende Faktoren aus: „Ich bin nicht gut in die Route, die richtig ungut zu klettern war, hineingekommen. Es war sehr heiß und als letzter Starter waren die Bedingungen nicht einfach. Ich habe mich dann zwar gut zurückgekämpft, aber beim entscheidenden Zug ist mir der Fuß weggerutscht. So etwas darf natürlich nicht passieren. Mit meinem Klettern bin ich heute nicht restlos zufrieden, ich hätte an dieser Stelle noch etwas fitter sein müssen, dann wäre das mit dem Fuß nicht passiert.“

 

Trotz der verpassten Finalqualifikation richtet Schubert den Blick bereits wieder nach vorne: „Das Feld ist unglaublich stark. Heute sollte es einfach nicht sein. Das ist bitter, aber der Fokus geht jetzt schon auf die nächsten Bewerbe.“

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