Haselwanter holt EM-Gold und österreichischen Rekord in Zakopane

Die österreichischen Speed-Kletter:innen haben am vergangenen Wochenende bei den European Youth Championships in Zakopane (POL) starke Leistungen gezeigt.

Aufgrund von anhaltendem Starkregen musste der Bewerb jedoch nach dem Achtelfinale abgebrochen werden. Die Endwertung wurde auf Basis der schnellsten im Wettkampf erzielten Zeit erstellt, wobei sowohl die Ergebnisse aus der Qualifikation als auch aus dem Achtelfinale berücksichtigt wurden. Aus rot-weiß-roter Sicht sorgte vor allem Lara Haselwanter für das Highlight des Wochenendes: Die Tirolerin sicherte sich in der Kategorie U17 den Jugend-Europameistertitel und stellte mit 7,245 Sekunden einen neuen österreichischen Rekord auf.

 

Haselwanter dominiert den Bewerb

 

Bereits in der Qualifikation hatte Haselwanter ihre außergewöhnliche Form unter Beweis gestellt. Mit der schnellsten Zeit des gesamten Teilnehmerfeldes setzte sie sich deutlich an die Spitze und ging als Favoritin in die K.o.-Phase. Gemeinsam mit Alice Zirnitzer und Antonia Mayr qualifizierte sie sich für das Viertelfinale, ehe der Wettkampf wetterbedingt gestoppt werden musste. Da keine weiteren Runden ausgetragen werden konnten, wurden die Platzierungen anhand der jeweils schnellsten im Wettkampf erzielten Zeit vergeben. Haselwanter wurde damit zur neuen Jugendeuropameisterin gekürt.

 

„Natürlich hätte ich das Finale gerne fertig geklettert. Ich wollte zeigen, dass ich es auch auf diesem Weg bis ganz nach oben schaffe“, erklärte die strahlende Siegerin. „Mittlerweile sehe ich das aber anders. Ich hatte während des gesamten Wettkampfs die beste Zeit und kann sehr stolz auf meine Leistung sein. Der Europameistertitel und der neue österreichische Rekord sind eine Bestätigung dafür, dass sich das harte Training ausgezahlt hat. Das war mein großes Ziel für diese Saison – und ich bin unglaublich stolz, dass ich es erreicht habe.“

 

Mehrere Top-Platzierungen für Österreich

 

Auch die weiteren österreichischen Athlet:innen präsentierten sich in Zakopane stark. In der U17-Kategorie der Mädchen erreichte Antonia Mayr Rang vier, unmittelbar vor Teamkollegin Alice Zirnitzer. Bei den U17-Burschen standen Tobias Reiff (11.) und Simon Schmutzhard (16.) in der K.o.-Phase. Richard Jocksch verpasste den Sprung ins Achtelfinale.

 

In der Kategorie U19 weiblich überzeugte Maya Walter mit dem Einzug ins Viertelfinale und Rang acht. Elias Unterberger und Maximilian Wagner verfehlten bei den U19-Burschen als 21. und 22. knapp den Einzug in die K.o.-Runden.

 

Für weitere Spitzenplatzierungen sorgten die österreichischen U21-Athlet:innen. Alexander Bergmann belegte Rang sieben, Lukas Windischer Rang acht. Beide hatten sich souverän für die entscheidenden Runden qualifiziert, bevor der Bewerb vorzeitig beendet werden musste. Bei den U21-Damen erreichte Johanna Nagl Rang vier, die Finalrunde konnte aufgrund der Witterungsverhältnisse jedoch nicht mehr gestartet werden.

 

Trotz des wetterbedingten Abbruchs fällt die Bilanz des österreichischen Teams positiv aus. Mit dem Europameistertitel und dem österreichischen Rekord von Lara Haselwanter sowie zahlreichen Top-10-Platzierungen unterstrichen die heimischen Nachwuchsathlet:innen einmal mehr ihre internationale Konkurrenzfähigkeit im Speedklettern.

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