Historisches Podest: Amon/Windischer jubeln über Bronze im Speed Relay

Starker Abschluss für Österreich bei der World Climbing Series in Guiyang (CHN).

Nach Rang zwölf von Kevin Amon im Einzel sorgte das rot-weiß-rote Duo Kevin Amon und Lukas Windischer im Speed Relay für das nächste Ausrufezeichen. Als fünftbestes Team ins Finale eingezogen, kämpften sich die beiden Speed-Athleten bis ins kleine Finale vor und sicherten sich dort mit einer starken Zeit von 10,65 Sekunden Rang drei. Für Österreich war es nach Tobias Plangger (Salt Lake City 2022) und Kevin Amon (Salt Lake City 2024) die erst dritte Speed-Medaille im Weltcup.

 

Schon im Achtelfinale zeigten Kevin Amon und Lukas Windischer, dass mit ihnen zu rechnen ist. Gegen das Schweizer Duo Sofiane Vial und Gilles Meili setzten sich die beiden Österreicher in 11,02 Sekunden durch und lösten souverän das Ticket für die nächste Runde. Im Viertelfinale legten sie noch einmal nach: Gegen das japanische Team mit Motonori Tabuchi und Shuto Fujino stoppten sie die Zeit bei 10,88 Sekunden und zogen damit ins Halbfinale ein.

 

Starke Läufe ebnen den Weg aufs Podest

 

Dort wartete mit Yongzhi Ling und Yicheng Zhao das chinesische Top-Duo. Amon und Windischer mussten sich in 11,69 Sekunden geschlagen geben, während die Lokalmatadore mit 9,58 Sekunden einen neuen Weltrekord in diesem Format aufstellten. Für ein weiteres rot-weiß-rotes Ausrufezeichen sorgte Amon: Mit 4,89 Sekunden stellte der Niederösterreicher in seinem Run im Halbfinales einen inoffiziellen österreichischen Rekord auf. Windischer rutschte anschließend in seinem Lauf weg, womit der Finaleinzug außer Reichweite geriet.

 

„Einen besseren Abschluss für diesen Wettkampf hätten wir uns kaum wünschen können. Wir haben nur ein Race verloren und gezeigt, dass wir hier nicht durch Glück vorne dabei sind, sondern weil wir uns das verdient haben“, freute sich Amon. „Das Niveau war richtig hoch und trotzdem konnten wir uns sehr solide durchsetzen. Wieder im Weltcup auf einem internationalen Podium zu stehen und diesen Erfolg gemeinsam mit Lukas feiern zu können, ist einfach richtig cool.“

 

Im kleinen Finale ließen sich die beiden Österreicher die Chance auf Edelmetall nicht mehr nehmen. Gegen Dylan Le und Ethan Pitcher vom Team Kanada 1 gelang Amon und Windischer in 10,65 Sekunden (Österreichischer Rekord) ihr schnellster Lauf des Tages – und damit ein würdiger Schlusspunkt unter einen starken Wettkampf.

 

Für Windischer bedeutete Rang drei zugleich die erste internationale Medaille seiner Karriere. „Es war der coolste Wettkampf meines Lebens. Meine erste internationale Medaille gemeinsam mit Kevin zu gewinnen, macht das Ganze noch viel spezieller, als wenn ich sie alleine gewonnen hätte“, erklärte Windischer. „Relay macht unglaublich viel Spaß. Jede gewonnene Runde, wenn oben die grüne Lampe aufleuchtet, ist ein unglaubliches Gefühl. Wir werden die Medaille in Ehren nach Österreich bringen – und vielleicht geht es in Chongqing genauso weiter, wie es hier aufgehört hat.“

 

Auch Amon nimmt aus Guiyang viel Rückenwind für die nächste Station mit. „Das gibt uns auf jeden Fall einen richtigen Motivationsschub für nächstes Wochenende. Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Physiotherapeutin Sabine, die hier ohne Coach unglaublich viel übernommen und uns organisatorisch den Rücken freigehalten hat. Das ist absolut nicht selbstverständlich.“

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