Kein Happy End bei der Hitzeschlacht in Madrid

Allgemein

Österreichs Kletter-Asse haben beim Boulder-Weltcup im Rahmen der World Climbing Series Madrid (ESP) das Semifinale verpasst. Bei den Herren schafften es mit Nicolai Užnik und Jan-Luca Posch zwei Athleten in die Top-30, beide waren in der Hitzeschlacht nicht vom Glück verfolgt.

Bei Temperaturen von bis zu 35 Grad ging am Donnerstag die Boulder-Qualifikation in der spanischen Hauptstadt über die Bühne. Jan-Luca Posch zeigte eine starke Leistung, verpasste mit 79,1 Punkten als 25. jedoch den Einzug ins Halbfinale der Top-24.

 

Ihm fehlten nicht nur wenige Zähler, sondern auch nur wenige Hundertstel auf das Semifinale: Beim vierten von fünf Quali-Bouldern erreichte der 28-jährige Tiroler mit Ablauf der Zeit das Top, mit dem er das Weiterkommen fixiert hätte. Zunächst wurde ihm das Top zugesprochen, nach einem Einspruch wurde entschieden, dass er es nicht in der Zeit sichern konnte.

 

„Das ist sehr ärgerlich, weil ich mich eigentlich sehr gut in Form fühle. Irgendwie soll es heuer noch nicht ganz klappen, aber das Glück wird zurückkommen“, so Posch.

 

Nicolai Užnik fehlte mit 74,7 Punkten ebenfalls nicht viel auf das Halbfinale. Der 25-jährige Kärntner konnte zwar drei Tops erreichen, auf den beiden anderen Bouldern verpasste er jedoch eine Wertung – Rang 29 statt Halbfinale.

 

„Beide haben absolut das Potenzial für das Semifinale. Jan-Luca haben ein paar Augenblicke gefehlt, Nicolai hat mit drei Tops groß aufgezeigt. Leider ist es bei ihm auf der Platte und in der Verschneidung überhaupt nicht gelaufen“, sagt KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein.

 

Raffael Gruber (37.), Timo Užnik (49.) und Andreas Hofherr (55.) verpassten den Aufstieg ebenfalls. Bei den Damen feierte Lea Kempf ein solides Comeback nach langer Verletzungspause, sie belegte Rang 45. Katharina Bergmann wurde 71.

 

Saurwein: „Es läuft zurzeit einfach nicht für uns. Wir sind davon überzeugt, dass wir Athletinnen und Athleten an den Start schicken, die das Halbfinale und Finale erreichen können. Wir müssen konsequent weiterarbeiten, dann werden wir sicher bald belohnt. Die Boulder-Saison ist noch lang, bald folgt mit Innsbruck ein großes Highlight, auf das wir alle hinfiebern.“

 

Vor dem Heim-Weltcup in Innsbruck (15. bis 21. Juni) steigt noch die World Climbing Series Prag (CZE) von 3. bis 7. Juni. In Madrid folgt am Sonntag noch der Speed-Weltcup.

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