KVÖ-Quartett gesammelt im Spitzenfeld

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Starker Auftakt in das Boulder-Doppel in Salt Lake City (USA) für das KVÖ-Team. Mit Jessica Pilz, Franziska Sterrer, Nicolai Uznik und Jakob Schubert schafften es alle vier AthletInnen in das Finale. Der erste Podestplatz der Saison wurde nur haarscharf verfehlt.

Salt Lake City erwies sich einmal mehr als guter Boden für Österreichs Kletter-Asse. Im Semifinale sicherte sich Jakob Schubert, der letztes Jahr in der Olympia-Stadt von 2002 den ersten KVÖ-Podestplatz der Saison geholt hatte, mit vier Tops und vier Zonen den Rundensieg. Nicolai Uznik folgte ihm mit zwei Tops und vier Zonen als Semifinal-Vierter ins Finale der Top-6.

 

Dort lief es für die beiden Österreicher nicht ganz nach Wunsch, Uznik belegte mit zwei Tops und drei Zonen Rang vier, Schubert mit einem Top und zwei Zonen Rang sechs. Der Kärntner Uznik stellte mit Platz vier sein bestes Weltcup-Ergebnis (Rang vier in Innsbruck 2021) ein. „Insgesamt überwiegt die Freude, weil man in diesem dichten Feld erst einmal ins Finale klettern muss. Es zeigt einmal mehr, dass die Richtung stimmt. Ich wäre gerne zum ersten Mal auf dem Podium gestanden, aber wenn ich so weitermache, ist das nur eine Frage der Zeit“, so der 21-jährige Heeressportler.

 

Für Schubert reichte es in der Finalrunde mit einem Top und zwei Zonen zu Platz sechs, nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Meiringen (SUI) ist der Spitzenplatz aber ein wichtiger Schritt. „Was für ein Wettkampf! In der Quali hatte ich hart zu kämpfen, im Semi ist es mir dann gut aufgegangen. Ein Rundensieg ist immer schön, leider ist es dann im Finale nicht optimal gelaufen. Mit einem Finaleinzug darf ich mich nicht beschweren, es bestätigt mein Gefühl, dass ich derzeit auch im Bouldern sehr gut drauf bin.“

 

Der Sieg bei den Herren ging an den Franzosen Mejdi Schalck, der sich vor den beiden Japanern Yoshiyuki Ogata und Rei Kawamata durchsetzen konnte.

 

Bei den Damen konnte Franziska Sterrer (3 Tops, 4 Zonen) das Semifinale gewinnen und sich erstmals für ein Weltcup-Finale qualifizieren, Jessica Pilz (3 Tops, 4 Zonen) folgte ihr als Halbfinal-Vierte ins Finale der Top-6.

 

Dort konnte Pilz ihre Erfahrung ausspielen, mit drei Tops und vier Zonen holte sie Rang vier. Einen Podestplatz verfehlte die Olympia-Teilnehmerin nur aufgrund der hohen Anzahl an Versuchen, speziell beim ersten Boulder-Problem benötigte Pilz viele Anläufe. „Endlich wieder ein Weltcup-Finale! Es ist von Beginn an gut gelaufen, ich bin sehr gut in Form. Es war doch speziell, an diese Wand zurückzukehren“, so die 25-jährige Niederösterreicherin, sie sich im Vorjahr in Salt Lake City ihre folgenschwere Fingerverletzung zugezogen hatte. „Spätestens jetzt ist das endgültig abgehakt. Ich freue mich, dass wir hier nächstes Wochenende noch einmal klettern können.“

 

Darauf freut sich auch Sterrer, die im Finale ein Top und drei Zonen erreichte und mit Platz fünf ihr bestes Weltcup-Resultat holen konnte. „Es ist einfach schön, wenn die harte Arbeit belohnt wird. Die letzten Jahre waren nicht immer einfach, aber ich habe immer daran geglaubt. Jetzt in einem Weltcup-Finale geklettert zu sein, ist megacool. Hoffentlich kann ich dieses Glücksgefühl mitnehmen“, strahlte die 23-jährige Oberösterreicherin.

 

Bei den Damen sicherte sich US-Lokalmatadorin Natalia Grossman mit vier Tops den Sieg vor Landsfrau Brooke Raboutou und der Japanerin Miho Nonaka.
Am kommenden Wochenende finden in Salt Lake City noch je ein weiterer Speed- und Boulder-Weltcup statt

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