Die Tirolerin schaffte als 15. den Sprung ins Halbfinale und komplettiert damit das rot-weiß-rote Trio, das am Sonntag ab 10:00 Uhr gemeinsam um den EM-Finaleinzug kämpft.
„Die Runde war sehr physisch und wieder mit einigen koordinativen Elementen. Leider ist die Schwierigkeit nicht optimal aufgegangen. Es hat extrem wenige Tops und dafür sehr viele Zonen gegeben, wodurch das Feld nur schwer zu separieren war“, analysierte KVÖ-Nationaltrainerin Katharina Saurwein. „Umso erfreulicher ist es, dass sich Jakoba nach einem schwierigen Start mental so stark zurückgekämpft hat. Dass wir mit Timo, Raffi und Jakoba gleich drei so junge Athlet:innen im Halbfinale haben, ist richtig lässig.“
Rauter kämpft sich eindrucksvoll zurück
Für Jakoba Rauter, die erst vor wenigen Wochen Jugend-Europameisterin wurde, begann die Qualifikation alles andere als nach Wunsch. Gleich am ersten Boulder blieb die Nachwuchshoffnung am Startzug hängen, auch im dritten Boulder fehlte bei einem Sprung die entscheidende Lösung. Umso beeindruckender fiel ihre Reaktion aus: Mit einer wichtigen Zone im vierten Boulder und einem Top auf der abschließenden Platte sammelte die Tirolerin insgesamt 44,8 Punkte und sicherte sich als 15. souverän den Halbfinaleinzug.
„Es war extrem heiß und sicher der heißeste Bewerb, den ich bisher erlebt habe. Ich bin einfach froh, dass ich im Halbfinale stehe und dort befreit klettern kann. Es ist meine erste Europameisterschaft bei den Erwachsenen, deshalb bin ich schon stolz auf die Leistung und freue mich jetzt auf das Semi morgen“, sagte Rauter.
Kempf verpasst Halbfinale knapp
Während sich Jakoba Rauter über den Aufstieg freuen konnte, verpasste Teamkollegin Lea Kempf den Sprung unter die besten 24 als 29. nur knapp. Die Vorarlbergerin sammelte auf vier Bouldern jeweils eine Zone und kam auf 38,5 Punkte, ließ aber bei der abschließenden Platte wertvolle Punkte liegen. Boulder-Staatsmeisterin Katharina Bergmann belegte Rang 45, Sina Willy wurde 49. „Im Moment bin ich natürlich ziemlich frustriert. Es war eine sehr schwere Runde und ich habe vor allem für die Zonen einfach zu viele Versuche gebraucht. Beim letzten Boulder hatte ich die Lösung für die obere Sequenz schließlich gefunden, aber die Zeit hat leider nicht mehr gereicht. Das ist besonders bitter“, meinte Kempf nach dem Wettkampf.
Mit drei österreichischen Halbfinalist:innen – Timo Užnik, Raffael Gruber und Jakoba Rauter – geht der Kletterverband Österreich am Sonntag ab 10:00 Uhr mit berechtigten Hoffnungen in den zweiten Wettkampftag der Boulder-Europameisterschaft.
ZEITPLAN
Sonntag, 19. Juli 2026
10:00-12:30 Uhr: Boulder-Halbfinale Damen und Herren
15:45-17:05 Uhr: Boulder-Finale Herren
17:30-18:50 Uhr: Boulder-Finale Damen

