Schubert feiert am Wochenende sein Weltcup-Comeback

Allgemein

Jakob Schubert steigt früher als gedacht in die Weltcup-Saison ein. Der zweifache Olympia-Bronzemedaillengewinner wird bei der World Climbing Series Prag (CZE) am Wochenende im Vorstieg starten und damit seinen ersten internationalen Bewerb seit der Kletter-WM 2025 in Seoul (KOR) in Angriff nehmen. Der Innsbrucker fühlt sich gut und will das nötige Gefühl für den Heim-Weltcup in Innsbruck (15. bis 21. Juni) aufbauen.

Ursprünglich hatte der Tiroler geplant, erst in Innsbruck sein Weltcup-Comeback zu geben. Nach einer erfolgreichen Vorbereitungsphase entschied sich der sechsfache Weltmeister jedoch für einen früheren Einstieg. Von den körperlichen Problemen aus dem Vorjahr ist nichts mehr zu merken.

 

„Ich habe mir immer offengelassen, ob ich schon in Prag starte. Die Vorbereitung ist sehr gut verlaufen und ich habe gemerkt, wie groß die Motivation ist, wieder einen Wettkampf zu klettern“, erklärt Schubert. Beim Verfolgen des ersten Vorstieg-Weltcups der Saison in China sei die Lust auf die Rückkehr auf die internationale Bühne zusätzlich gewachsen. Gleichzeitig sieht der 35-Jährige den Bewerb in Prag (3. bis 7. Juni) als ideale Möglichkeit, vor dem Heimbewerb Wettkampfrhythmus aufzubauen.

 

Im Vordergrund steht für Schubert dabei weniger das Ergebnis als die Bestätigung seiner aktuellen Form. „Wichtig ist vor allem, wie ich mich an der Wand fühle und ob ich das Gefühl habe, mit den Besten mithalten zu können. Im Idealfall möchte ich spüren, dass ich um den Sieg mitklettern kann.“

 

Ein besonderer Ort

 

Mit Tschechien verbindet der Innsbrucker besondere Erinnerungen. Im November 2009 feierte er in Brünn seinen ersten Weltcupsieg – ein Erfolg, den er heute als Wendepunkt seiner Karriere betrachtet. „Damals bin ich überhaupt nicht als Favorit ins Finale gegangen. Der Sieg kam überraschend und war fast so etwas wie ein zweiter Startpunkt für meine Karriere“, erinnert er sich. Von seiner frühen Startposition im Finale aus konnte er anschließend beobachten, wie ein Konkurrent nach dem anderen hinter seiner Leistung zurückblieb. „Dass ich meinen ersten Weltcupsieg gemeinsam mit Kollegen wie David Lama und Angy Eiter feiern konnte, war ein unglaublicher Moment.“

 

Dass er knapp zwei Jahrzehnte und der Rekordzahl von 24 Weltcupsiegen später noch immer zur Weltspitze zählt, hätte sich Schubert damals nicht vorstellen können. „Natürlich hatte ich große Ziele, aber dass ich über so viele Jahre so erfolgreich sein würde, damit habe ich nicht gerechnet.“ Unverändert geblieben seien jedoch seine Leidenschaft und sein Antrieb. „Der Spaß am Klettern und die Motivation, sowohl im Wettkampf als auch am Fels alles zu geben, sind heute noch genau gleich wie damals. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum ich immer noch mit den besten Kletterern der Welt mithalten kann.“

 

Neun Monate nach dem letzten Auftritt auf der internationalen Kletterbühne bei WM in Seoul, bietet der Weltcup in Prag Schubert die Chance, die Saison dort zu eröffnen, wo er vor 17 Jahren mit seinem ersten Weltcupsieg eines der prägendsten Ergebnisse seiner Karriere feiern durfte.

Media Center
Social Media
The North Face
Tirol
Innsbruck
Bundesheer
Polizeisport
Sport Ministerium
Bundes-Sport GmbH
World Climbing
Alpenverein
Naturfreunde
Sport Austria
Österreichisches Olympisches Comité
austriaclimbing.com  Schubert feiert am Wochenende sein Weltcup-Comeback
nach oben