Starker fünfter Platz: Nur ein Hauch fehlte zur Medaille

Mit den Boulderbewerben sind am Samstag die World Climbing Youth Championships in Arco (ITA) zu Ende gegangen.

Für das beste österreichische Ergebnis sorgte U19-Athlet Adrian Kathan, der nach einer starken Finalleistung den hervorragenden fünften Platz belegte und bis zum letzten Boulder sogar im Kampf um die Medaillen mitmischte. Auch bei den Mädchen erreichten mehrere österreichische Athletinnen das Halbfinale und sammelten weitere wichtige Erfahrungen auf höchstem internationalem Niveau.

 

„Adrian hat über den gesamten Bewerb hinweg gezeigt, dass er auf diesem Niveau absolut konkurrenzfähig ist. Er ist mutig geklettert, hat sich von Runde zu Runde gesteigert und bis zum Schluss um die Medaillen gekämpft. Rang fünf bei einer Weltmeisterschaft ist ein starkes Ergebnis und eine Bestätigung seiner Entwicklung in den vergangenen Monaten“, bilanziert Bundesnachwuchskoordinatorin Celina Schoibl.

 

Kathan überzeugt mit starkem Finale

 

Adrian Kathan präsentierte sich bereits in der Qualifikation souverän und zog verdient ins Halbfinale ein. Dort löste der Vorarlberger auch das Finalticket und zeigte im Endkampf eine beeindruckende Vorstellung. Mit zwei Tops und vier Zonen (69,3 Punkte) belegte er den starken fünften Rang. Die Entscheidung um die Medaillen fiel erst am letzten Boulder beziehungsweise mit den letzten Zügen – für den Österreicher war sogar der Weltmeistertitel in Reichweite.

 

„Ich bin richtig zufrieden. Mein Ziel war das Finale und das habe ich erreicht. Dort bin ich richtig gut geklettert und habe bis zum Schluss gekämpft. Klar wäre ein Podest schön gewesen, aber ich hatte richtig Spaß, die Boulder waren cool und es war ein starker Fight. Insgesamt passt das für mich auf jeden Fall“, resümierte Kathan. Für die weiteren österreichischen U19-Herren verlief der Bewerb unterschiedlich: Alexander Narr belegte Rang 39, Matthäus Kathan wurde 51.

 

Rauter und U17-Mädchen erreichen Halbfinale

 

Bei den U19-Damen unterstrich Jakoba Rauter einmal mehr ihre internationale Klasse. Die amtierende U19-Europameisterin sowie Europacup-Gesamtsiegerin bei den Erwachsenen qualifizierte sich als starke Vierte für das Halbfinale, konnte dort jedoch nicht an ihre Leistung aus der Qualifikation anschließen und beendete den Bewerb auf Rang 17.

 

„Jakoba hat heuer bereits viele richtig starke Wettkämpfe gezeigt und weiß eigentlich genau, was sie kann. Leider ist es ihr heute nicht gelungen, dieses Vertrauen für sich zu nutzen. Der Druck, performen zu müssen, war diesmal einfach größer. Trotzdem war das eine enorm wichtige Erfahrung, aus der sie viel für ihre weitere Entwicklung mitnehmen kann“, erklärte Schoibl.

 

Auch die österreichischen U17-Mädchen sorgten zunächst für einen gelungenen Auftritt: Anja Mair zog als Qualifikations-Zwölfte ebenso ins Halbfinale ein wie Luisa Haid, die sich als Elfte qualifizierte. Im Semifinale war für beide allerdings Endstation. Mair belegte mit zwei Zonen Rang 19, Haid ebenfalls mit zwei Zonen Rang 21. Ella Graf klassierte sich auf Rang 42.

 

„Die Mädels haben im Semifinale leider nicht zeigen können, was wirklich in ihnen steckt. In der Qualifikation haben sie sehr gute Leistungen gebracht, im Halbfinale sind dann einige Fehler passiert. Natürlich ist das extrem bitter, aber genau aus solchen Situationen lernen junge Athletinnen am meisten. Ich bin stolz auf alle und überzeugt, dass wir von ihnen noch viel sehen werden“, sagte Schoibl.

 

Anja Mair zog trotz des verpassten Finaleinzugs ein positives Fazit: „Ich freue mich riesig, dass ich das Halbfinale erreicht habe – das war mein großes Ziel. Schade, dass im Semifinale vor allem der erste Boulder nicht aufgegangen ist, da wäre deutlich mehr möglich gewesen. Trotzdem nehme ich viel mit und weiß, woran ich weiterarbeiten kann.“

 

Auch Luisa Haid blickte trotz der Enttäuschung optimistisch nach vorne: „Schon der Einzug ins Halbfinale als Elfte war für mich eine schöne Überraschung. Im Semifinale hat mein Mindset leider überhaupt nicht gepasst und ich konnte mein Potenzial nicht abrufen. Das ist ärgerlich, aber auch eine wichtige Erfahrung, aus der ich für die Zukunft lernen werde.“

 

Bei den U17-Burschen verpasste Jakob Burtscher als 25. den Halbfinaleinzug nur knapp. Julian Leitner belegte Rang 32, Felix Mayer-Tollinger wurde 50.

 

 

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