Starker Saisonabschluss für Užnik und Posch

Allgemein

Mit zwei Semifinalteilnahmen haben Nicolai Užnik und Jan-Luca Posch beim letzten Boulder-Weltcup der Saison in Salt Lake City (USA) für einen versöhnlichen Abschluss gesorgt. Nach seinem Qualifikationssieg am Freitag zeigte Uznik auch im Semifinale eine starke Leistung, verpasste in einer extrem engen Entscheidung aber den Einzug ins Finale der besten acht Athleten. Nur wenige zusätzliche Versuche kosteten den Kärntner eine deutlich bessere Platzierung. Auch Posch durfte nach einer schwierigen Saison noch einmal wichtige Erfolgserlebnisse sammeln.

Das Semifinale der Herren entwickelte sich zu einer denkbar knappen Angelegenheit. Zwei der vier Boulder waren extrem schwierig, wodurch die Athleten auf den Plätzen vier bis 19 jeweils dieselbe Anzahl an Tops und Zonen erreichten. Letztlich entschieden ausschließlich die benötigten Versuche über die Platzierungen – mit bitteren Konsequenzen für Nicolai Užnik.

 

Starke Leistung bleibt unbelohnt

 

Nach seinem Qualifikationssieg am Freitag ging Užnik mit viel Selbstvertrauen ins Semifinale. Der Kärntner zeigte erneut eine überzeugende Leistung, leistete sich allerdings einige zusätzliche Versuche, die ihn am Ende im engen Klassement weit zurückwerfen sollten. Am Ende stand Rang 17, obwohl sogar der Finaleinzug in Reichweite gewesen wäre.

 

„Grundsätzlich bin ich zufrieden, weil ich alles rausgeholt habe. Das Ergebnis ist natürlich nicht das, was ich mir erhofft hatte, aber es war extrem knapp. Ab Platz drei hatten bis zu mir alle denselben Score, am Ende haben nur die Versuche über die Platzierungen entschieden. Das Finale wäre also durchaus möglich gewesen, obwohl es eigentlich gar nicht meine Runde war“, erklärte Užnik. „Mit meiner Leistung über die beiden Tage bin ich sehr zufrieden. Bei diesem Wettkampf muss man definitiv mehr auf die Performance schauen als auf das reine Ergebnis.“

 

Auch KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein hob die Leistung ihres Schützlings hervor: „Nicolai hat eine unglaublich gute Performance gezeigt, aber leider zwei, drei unnötige Versuche dabei gehabt. Bei der Platte ist er zweimal mit dem Fuß abgerutscht, dazu kam eine nicht ganz korrekt eingenommene Startposition. Trotzdem hat er super gekämpft, Vollgas gegeben und gezeigt, was er draufhat. Besonders schön war zu sehen, dass er wieder richtig Spaß am Wettkampf hatte.“

 

Gerade nach einer nicht immer einfachen Saison sei der Auftritt in Salt Lake City ein wichtiges Signal gewesen. „Auch wenn das Ergebnis seine Leistung nicht ganz widerspiegelt, war das ein extrem wichtiger Wettkampf für ihn. Er hat gezeigt, dass mit ihm im Weltcup immer zu rechnen ist. Das gibt sicher viel Motivation für die nächste Saison“, so Saurwein.

 

Posch blickt optimistisch in die Zukunft

 

Für Jan-Luca Posch endete der letzte Weltcup des Jahres auf Rang 21. Der Tiroler hatte sich nach Platz 18 in der Qualifikation für das Semifinale mehr erhofft, konnte dort aber nicht ganz an seine Leistung vom Vortag anschließen. Dennoch zog der Tiroler ein positives Fazit.

 

„Insgesamt war es eine undankbare Runde und zusätzlich nicht mein Tag. Mein Mindset war richtig gut, ich habe mich beim Aufwärmen sogar noch besser gefühlt als gestern. Aber es hat einfach nicht sein sollen. Das Feld ist unglaublich eng und es muss jedes Detail passen. Heute war ich auf der falschen Seite der Münze“, erklärte Posch.

 

Nach einer langen Saison richtet der Polizeisportler den Blick bereits nach vorne: „Ich bin mit meiner Form sehr zufrieden. Obwohl die Saison nicht so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt habe, glaube ich, dass ich körperlich in der besten Verfassung meines Lebens bin. Jetzt freue ich mich darauf, ein bisschen Abstand zu gewinnen. Ich weiß, woran ich arbeiten muss, und bin motiviert für das nächste Jahr. Der Blick geht in die Zukunft und Richtung Olympia.“

 

Auch Saurwein sieht den Saisonabschluss positiv: „Jan-Luca musste heuer viel einstecken und hat sich selbst großen Druck gemacht, weil er im Training extrem stark war. Umso schöner ist es, dass er zum Abschluss noch einmal im Semifinale gestanden ist. Jetzt wird ihm die Pause guttun, damit er im nächsten Jahr wieder befreit angreifen kann.“

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