Vorbereitungen und Vorfreude auf den Heim-Weltcup

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In weniger als einer Woche steigt das große Kletter-Highlight des Jahres: Die World Climbing Series Innsbruck (15. bis 21. Juni) lockt mehr als 600 Athlet:innen aus über 50 Nationen nach Innsbruck-Tirol. Am Dienstag sprachen Athlet:innen und Verantwortliche über die intensiven Vorbereitungen und die große Vorfreude auf das Kletter-Spektakel.

Am Areal des Kletterzentrum Innsbruck wird gebohrt, gehämmert, und geschraubt. Und am Dienstag wurde auch gesprochen. In sechs Tagen findet in der Freiluft-Arena mit der Para-Climbing-Qualifikation der erste Bewerb der Event-Woche statt. Nach der Entscheidung im Para Climbing am Dienstag folgen ab Mittwoch Bouldern und Vorstieg.

 

„Mit dem Beginn der Aufbauarbeiten wird die bevorstehende Weltcup-Woche immer greifbarer. Für uns beginnt nun die heiße Phase der Vorbereitungen“, sagte Julia Pinggera, Weltcup-Verantwortliche im Kletterverband Österreich. Die Nachfrage ist groß: „Unsere Weltcup-Pässe waren innerhalb von einer halben Stunde ausverkauft – das war richtig cool und zeigt, welchen Stellenwert der Weltcup mittlerweile hat. Der enorme Andrang bestätigt, dass sich Innsbruck als Fixpunkt im internationalen Kletterkalender etabliert hat. Die große Nachfrage sorgt gleichzeitig für zusätzliche Motivation. Wir brennen für unseren Sport. Wir haben richtig Bock auf das, was wir hier gestalten dürfen, und genau das ist unser Erfolgsrezept.“

 

KVÖ-Geschäftsführer Heiko Wilhelm strich die Bedeutung des Events hervor. „Wir wollen unseren Athlet:innen eine Bühne bieten, auf der sie mutig klettern, Spaß haben und Erfahrungen sammeln können. Der Weltcup in Innsbruck ist so besonders, weil er authentisch ist. Er passt zur Stadt, zur Community und zur Kletterkultur, und genau diese Verbindung spüren die Athlet:innen genauso wie die internationalen Gäste.“

 

Schuberts Lieblingsort

 

Für Lokalmatador Jakob Schubert ist der Heim-Weltcup seit Jahren eines der großen Highlights im Kalender. Der 35-jährige Innsbrucker kehrte am vergangenen Wochenende mit Rang drei in Prag (CZE) in den Weltcup zurück und will vor heimischer Kulisse ganz vorne mitmischen. „Wichtiger als das Ergebnis war für mich die Erkenntnis, woran ich arbeiten muss. Der Wettkampf hat mir gezeigt, wo ich noch Potenzial habe, um in den nächsten Bewerben einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Es war cool zu sehen, dass ich nach wie vor vorne mitmischen kann.“

Innsbruck-Tirol habe ohnehin einen besonderen Platz in seinem Herzen. Familie und Freund:innen feuern ihn an jenem Ort an, an dem er seit Jahren täglich stundenlang trainiert. „Innsbruck fühlt sich Jahr für Jahr fast wie eine Weltmeisterschaft an. Das Publikum versteht den Sport, weiß genau, wann und wie es anfeuern muss, und das gibt einem an der Wand noch einmal einen zusätzlichen Schub.“

Jessica Pilz, zuletzt starke Vierte in Prag, sieht es ähnlich. „Ich bin sehr froh, heuer wieder dabei zu sein. Letztes Jahr musste ich den Heim-Weltcup verletzungsbedingt auslassen. Das Zusehen war für mich extrem hart. Deshalb bedeutet es mir besonders viel, diesmal wieder vor heimischem Publikum klettern zu können. Mein großes Ziel ist es, ins Finale zu klettern und die Atmosphäre mit dem Heimpublikum wieder erleben zu dürfen.“

 

Zeller will Mega-Serie ausbauen

 

Im Para Climbing sind alle Augen auf Angelino Zeller gerichtet. Der vierfache Weltmeister aus Graz hat seit fünf Jahren (Juni 2021) sämtliche Bewerbe gewonnen, bei denen er gestartet ist. „Die Statistik bedeutet mir gar nicht so viel. Mein Ziel ist nicht, unbedingt zu gewinnen, sondern meine beste Leistung abzurufen – die Ergebnisse sind dann meistens die Konsequenz daraus.“

 

Ausgerechnet in Innsbruck-Tirol soll der Erfolgslauf aber nicht enden. „Innsbruck hat für uns Para Climber fast WM-Charakter. Das Niveau, die Atmosphäre und die Organisation sind außergewöhnlich und deshalb zählt dieser Weltcup für viele von uns zu den absoluten Saisonhöhepunkten.“

 

Der Eintritt zu allen Qualifikationsrunden und zum Para-Climbing-Finale ist frei, für die Halbfinals und Finals werden Tickets benötigt. Das Boulder-Finale der Herren am Freitag (19. Juni) ist bereits restlos ausverkauft, für die weiteren Finaltag stehen noch kleine Restkontingente zur Verfügung.

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