Für Felix Mader gab es zum Abschluss der Weltcup-Saison einen besonderen Erfolg zu feiern. Der 21-jährige Kärntner präsentierte sich in der Qualifikation in starker Form, belegte Rang 20 und zog damit erstmals in seiner Karriere in ein Weltcup-Halbfinale ein. Schon jetzt steht fest, dass der er in Santiago seine bisher beste Weltcup-Platzierung erreichen wird.
„Felix hat es geschafft, sein Limit zu pushen. Beide Routen sind richtig gut aufgegangen, er ist extrem stark geklettert und hat praktisch keine Fehler gemacht. Der Sprung ins Semifinale war sicher eines seiner großen Saisonziele. Das ist ihm jetzt gelungen und morgen kann er eigentlich nur noch einen drauflegen. Wir werden sehen, was da noch drinnen ist“, zeigte sich KVÖ-Nationalcoach Fabian Leu erfreut.
Auch Mattea Pötzi löste ihre Aufgabe in der Qualifikation souverän. Die Kärntnerin kletterte in der ersten Route mit dem Spitzenfeld mit und sicherte sich trotz eines Fehlers in der zweiten Route als 15. einen Platz im Halbfinale der besten 24.
„Mattea hat eine solide Leistung gezeigt. In der ersten Route ist sie richtig stark mitgeklettert. In der zweiten Route ist sie leider beim Trittwechsel etwas zu früh ausgeschieden, da wäre sicher noch mehr drinnen gewesen. Insgesamt ist sie aber sehr positiv gestimmt, wirkt richtig fit und freut sich auf das Halbfinale“, so Leu. Knapp am Aufstieg vorbei kletterte hingegen Ines Schwaiger. Die Österreicherin belegte Rang 27 und verpasste damit das Halbfinale um lediglich drei Plätze.
Einen bitteren Rückschlag musste Anika Deubler hinnehmen. Die Junioren-Weltmeisterin verletzte sich im Vorfeld in Santiago beim Bouldertraining an der Schulter und konnte beim letzten Weltcup der Saison nicht mehr an den Start gehen. Sie ist bereits nach Österreich zurückgekehrt, wo weitere Untersuchungen und die Rehabilitation folgen.
Erkrankungen bremsen Speed-Team
Für Österreichs Speed-Asse verlief der letzte Weltcup der Saison hingegen nicht nach Wunsch. Kevin Amon, Lukas Windischer und Johanna Nagl mussten sich in Santiago bereits nach der Qualifikation verabschieden.
Amon belegte mit einer Zeit von 5,47 Sekunden Rang 25. Für den Einzug in die Finalrunde der besten 16 wären 5,13 Sekunden notwendig gewesen. Windischer kam mit 6,66 Sekunden nicht über Platz 40 hinaus. Beide Österreicher waren im Laufe der Woche erkrankt und gingen entsprechend geschwächt in den Wettkampf.
„Es war leider extrem unglücklich, weil die Jungs im Laufe der Woche krank geworden sind. Kevin konnte keinen einzigen der beiden Practice-Läufe absolvieren und hat dann zumindest versucht, die beiden Qualifikationsläufe zu machen. Das hat aber leider nicht funktioniert. Luki war minimal besser drauf, aber ebenfalls krank. Er hat sowohl das Practice als auch die Qualifikation probiert, war dementsprechend aber geschwächt“, erklärte KVÖ-Nationalcoach Fabian Ebenhoch.
Auch für Johanna Nagl blieb der erhoffte erfolgreiche Saisonabschluss aus. Die 19-Jährige belegte mit 8,00 Sekunden Rang 25, für den Finaleinzug wäre eine Zeit von 7,36 Sekunden notwendig gewesen. Nach einer langen Saison fehlten der Speed-Spezialistin beim letzten Auftritt die nötigen Reserven.
„Ich glaube, im Nachhinein ist man immer ein bisschen schlauer. Die Saison war einfach zu lang. Zumindest bei Johanna dürfte es aber für das grundlegende Ziel gereicht haben. Wenn ich es richtig überblickt habe, hat sie gerade noch den 40. Platz in der Gesamtwertung gehalten und damit einen Weltcup-Quotenplatz für die nächste Saison gesichert“, so Ebenhoch.
Damit endete der letzte Speed-Weltcup des Jahres aus österreichischer Sicht ohne Finalteilnahme. Im Vorstieg besteht hingegen noch die Chance auf einen erfolgreichen Saisonabschluss: Mit Pötzi und Mader steht ein rot-weiß-rotes Duo im Halbfinale. Die Halbfinali und Finalentscheidungen finden am Sonntag (25. Oktober) statt.

