Bergmann von "unglaublicher Atmosphäre" angetan

Während Kevin Amon am Freitag mit einer neuen persönlichen Weltcup-Bestzeit nur knapp den Speed-Finaleinzug verpasste, nutzten bei der World Climbing Series in Chamonix (FRA) vor allem zwei junge Österreicher die große Bühne, um wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Alexander Bergmann feierte seine Einzel-Weltcuppremiere, Lukas Windischer absolvierte seinen dritten Weltcupstart – beide überzeugten mit soliden Leistungen und sammelten wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben.

 

Bereits am Freitag hatte Kevin Amon mit 5,03 Sekunden als 23. den Sprung unter die besten 16 um nur 0,07 Sekunden verpasst. Der Fokus lag danach aber auch auf der nächsten Generation. Alexander Bergmann durfte sich nach seinen Einsätzen in den Staffelbewerben in Krakau erstmals im Einzel mit der Weltelite messen. Der Tiroler belegte mit 5,80 Sekunden Rang 61 und setzte damit bei seinem Weltcupdebüt eine erste Richtmarke. Lukas Windischer steigerte sich bei seinem dritten Weltcupauftritt im zweiten Qualifikationslauf auf 5,60 Sekunden und klassierte sich auf Rang 53.

 

Für KVÖ-Nationalcoach Fabian Ebenhoch bestätigten beide Athleten ihren positiven Entwicklungskurs. Nach den ersten internationalen Einsätzen gehe es nun vor allem darum, Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln und die vorhandene Geschwindigkeit auch im Wettkampf immer konstanter abrufen zu können.

 

Alexander Bergmann zeigte sich vor allem von der Atmosphäre in Chamonix beeindruckt. „Ich bin noch nie vor so vielen Menschen geklettert. Wenn man hinausgeschaut hat und nur Zuschauer gesehen hat, war das schon ein richtig cooles Gefühl. Das hat mir extrem getaugt“, sagte der Speed-Staatsmeister von 2025. Mit seiner eigenen Leistung ging er hingegen selbstkritisch um: „Natürlich habe ich mir mehr erhofft. Aber es war mein erster Einzel-Weltcup und das ist noch einmal eine ganz andere Welt. Mit meiner Zeit habe ich jetzt meine persönliche Weltcup-Bestleistung aufgestellt – das ist eine Basis, auf der ich aufbauen kann.“

 

Auch Lukas Windischer nahm viele positive Eindrücke aus Frankreich mit. „Es war ein richtig cooler Wettkampf. Vor meinem zweiten Qualifikationslauf habe ich von der Wand weggeschaut und da waren einfach nur Zuschauer. Diese Stimmung war unglaublich und hat mich noch einmal zusätzlich motiviert. Dass ich dann im zweiten Lauf auf 5,60 Sekunden verbessern konnte, macht den Wettkampf umso schöner.“

 

Nach den ersten Weltcupeinsätzen der jungen Speed-Kletterer zeigt sich damit, dass Österreichs Nachwuchs zunehmend Fuß auf der internationalen Bühne fasst. Während Kevin Amon bereits an der Fünf-Sekunden-Marke im Weltcup kratzt, sammeln Bergmann und Windischer wertvolle Erfahrungen, auf denen in den kommenden Bewerben in der World Climbing Series aufgebaut werden soll.

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