Während Užnik als Qualifikations-Siebter und Gruber auf Rang elf souverän den Sprung in die nächste Runde schafften, verpasste Jan-Luca Posch als 33. den angepeilten Halbfinaleinzug. Der Qualifikationssieg ging an den Franzosen Mejdi Schalck mit 109,2 Punkten.
„Die Bedingungen waren heute wirklich extrem. Wir hatten bereits am Vormittag Temperaturen von rund 32 Grad, die Matten und Griffe waren aufgeheizt und die Athleten mussten der Hitze enorm trotzen. Dazu kam ein sehr physischer Routenbau mit vielen koordinativen Elementen. Umso erfreulicher ist, dass Timo und Raffi ihre Leistung voll abrufen konnten. Beide haben sich von den äußeren Bedingungen nicht beeinflussen lassen und sich das Halbfinale absolut verdient. Für Jan-Luca ist es natürlich extrem bitter. Eine Zone mehr hätte wahrscheinlich gereicht, und die wäre durchaus möglich gewesen. Im Bouldern trifft es manchmal auch absolute Top-Athleten – heute leider ihn“, analysierte KVÖ-Nationaltrainerin Katharina Saurwein.
Užnik und Gruber überzeugen
Der kurzfristige verletzungsbedingte Ausfall des Boulder-Europameisters von 2022 Nicolai Užnik schmerzte bereits vor dem Start. Umso stärker präsentierten sich dessen Bruder Timo Užnik und Raffael Gruber. Uznik sammelte mit zwei Tops und drei Zonen 59,6 Punkte und belegte Rang sieben. Gruber zeigte ebenfalls eine starke Qualifikation, erreichte mit einem Top und vier Zonen 53,9 Punkte und qualifizierte sich als Elfter für das Halbfinale.
„Mit Rang sieben bin ich richtig zufrieden. Ich bin gut in die Runde gekommen und habe trotz der extremen Hitze körperlich sehr stark performt. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass ich mit solchen Bedingungen mittlerweile gut umgehen kann. Jetzt heißt es, regenerieren und morgen im Halbfinale wieder alles geben. Ich möchte einfach genauso gut klettern und das Maximum herausholen“, sagte Uznik.
Ähnlich fällt auch die Bilanz bei Teamkollegen Raffael Gruber aus: „Ich bin richtig glücklich, dass es heute aufgegangen ist. Nach den vergangenen Wochen tut dieses Ergebnis mental unglaublich gut und gibt mir wieder viel Selbstvertrauen. Die Bedingungen mit der großen Hitze waren extrem schwierig, aber das galt für alle. Ich bin mit meiner Leistung wirklich zufrieden und freue mich jetzt riesig auf das Halbfinale. Dort möchte ich genauso selbstbewusst auftreten und wieder alles geben.“
Posch hadert mit der Reibung
Für Jan-Luca Posch endete die Qualifikation hingegen enttäuschend. Der Tiroler kam auf zwei Zonen und belegte Rang 33. Dabei war der Halbfinaleinzug lange in Reichweite. „Das ist unglaublich frustrierend, weil ich mich eigentlich richtig gut gefühlt habe und auch die Lösungen für die Boulder hatte. Ich bin aber überhaupt nicht mit der Reibung zurechtgekommen und ständig ausgeschmiert. Natürlich waren die Bedingungen für alle gleich, aber heute hat einfach nichts funktioniert. Es ist bitter, weil ich weiß, dass ich gut genug bin und in den vergangenen Jahren oft genug gezeigt habe, dass ich zu den stärksten Europäern im Bouldern gehöre. Jetzt heißt es, daraus zu lernen, weiterzuarbeiten und in Salt Lake City wieder anzugreifen“, erklärte Posch.
Am Sonntag um 10:00 Uhr folgt das Halbfinale der Herren. Bereits am Samstag um 16:30 Uhr steigt aus österreichischer Sicht die Boulder-

